INHALT
Niemals vergessen!
Vergesst nicht, dass Gott die einzige Gottheit ist
Vergesst nicht, dass der Quran unser Wegweiser ist
Vergesst nicht, dass das Erlebte stets Göttliche Vorsehung ist
Vergesst nicht die Existenz des Teufels, der euch mit aller Kraft vom rechten Weg abbringt
Vergesst nicht, dass die Welt der Ort der vorübergehenden Prüfung ist
Vergesst nicht, dass ihr jeden Augenblick sterben könnt
Vergesst nicht, dass der Jüngste Tag und der Tag der Abrechnung stattfinden wird
Vergesst nicht, dass die Leugner in die Hölle, den Ort der Qualen gelangen
Vergesst nicht, dass nur rechtschaffene Muslime in den Himmel,
den Ort der Belohnung gelangen
Vergesst nicht zu Gott zu beten
Vergesst nicht Gott gegenüber immer aufrecht Und ehrlich zu sein
Vergesst nicht euere Fehler sofort zu bereuen und um Vergebung zu bitten
Ergebnis: Die Erinnerung ist nur denjenigen von nutzen, die sich vor Gott fürchten
Vergesst ja nicht, dass alle Lebewesen von Gott erschaffen wurden
NIEMALS VERGESSEN!
Denkt einmal daran, wieviele Einzelheiten es in euerem Leben gibt, die nicht vergessen werden dürfen. Es geht am Morgen mit dem Aufstehen los und den ganzen Tag über gibt es so viele Dinge, bei denen ihr euch immer wieder vorsagt “dies darf ich nicht vergessen”. Vielleicht macht ihr euch extra Notizen um Nichts zu vergessen oder greift zu andere Methoden. Manchmal möchte man nicht einmal daran denken, dass etwas, was einem wichtig erschien, vergessen wurde.
Was würdet ihr also tun, wenn wir euch sagen würden, dass ihr etwas vergessen haben könntet, das mindestens ebenso wichtig ist?
Wir haben dieses Buch vorbereitet, um euch an die wichtigsten Belange des Lebens zu erinnern. Denn der Mensch ist vergesslich, er gibt sich dem Lauf des Lebens hin, und – wenn er seinen Willen nicht benutzt – entfernt sich von den Belangen, die eigentlich seine gesamte Aufmerksamkeit erfordern. Der Mensch vergisst, dass Gott ihn in jeder Beziehung umarmt und umfasst, ihn stets beobachtet, ihm zuhört; der Mensch vergisst, dass er die Rechnung für alle seine Taten vor Gott ablegen wird, dass außer der Existenz von Tod, Grab, Paradies und Hölle und der Göttlichen Vorsehung nichts geschieht und dass alle Ereignisse in seinem Leben einen Nutzen haben.
Außerdem ist der Mensch ein Lebewesen, das leicht der Gedankenlosigkeit verfällt. Man kann einen Fehler machen, gedankenlos handeln, und das richtige Verhalten vergessen, das in diesem Moment erforderlich gewesen wäre. Doch bei einem aufrichtigen Menschen dauert dieses Vergessen nur einen kurzen Moment, dann erinnert er sich und bereut, wendet sich wieder Gott zu und setzt sein Leben Seinen Befehlen entsprechend fort. Den Gläubigen wurde im Quran folgendermaßen von den Gebeten zu Gott berichtet:
... Unser Herr, strafe uns nicht für Vergesslichkeit und Fehler... (Sure al-Baqara, 286)
Sicherlich ist die Vergesslichkeit, von der hier die Rede ist, nicht gleichzusetzen mit der Vergesslichkeit, die einem im täglichen Leben begegnet. Die Art von Vergesslichekit, von der hier gesprochen wird, bezieht sich vielmehr auf das Nicht-Denken, Nicht-Beachten und Vernachlässigen einiger Tatsachen, zu denen der Mensch intelektuell eigentlich in der Lage wäre.
Was ist es also, das die Menschen durch
Vergessen vernachlässigen?
Zweifellos ist das lebenswichtigste Thema, das der Mensch vergessen kann, die Existenz eines Schöpfers. Ohne Ausnahme ist jeder Mensch Unserem Schöpfer Gott gegenüber verantwortlich. Der Mensch vergisst auch, dass er als Ergebnis dieser Verantwortung Rechnung ablegen wird, er ins Paradies oder in die Hölle gelangt, und ihn ein endloses Leben erwartet. Die Existenz von Höllenfeuer und paradiesischen Wohltaten ist so tatsächlich, wie der Moment, in dem wir leben. Aber wie dem auch sei, die Menschen glauben, dass sie durch Nicht-Denken vor diesen Tatsachen fliehen können und betrachten sie als einen Gegenstand, der sie selbst nicht besonders interessiert, obwohl die meisten Menschen Kenntnis hiervon haben.
Doch natürlich mindert Vergessen die Verantwortung des Menschen nicht. Der Mensch ist gegenüber Gott verantwortlich, Der ihn erschuf; früher oder später wird er mit dem Tode Bekanntschaft machen, vor Unseren Hernn treten, Rechnung ablegen und im Ergebnis daran entweder endlos im Paradies oder in der Hölle leben. Ebenso wie in dem Vers “Und Wir erschufen den Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist gewiss nicht zu Scherz und Zeitvertreib.” (Sure al-Anbiya, 16) mitgeteilt ist, wurde alles, einschließlich dem Menschen zu einem bestimmten Zweck erschaffen. Deswegen sind die Menschen keine herrenlosen Wesen, sondern wurde erschaffen “... dass sie Mir dienen...” (Sure adh-Dhariyat, 56) Doch wenn sich der Mensch von Alltagsgeschäften einnehmen läßt und seinen Verstand nicht benutzt, kann er diese große Tatsache vergessen. Denn nur diejenigen, die lange über die Ereignisse und das Wesen der Umgebung nachdenken, kommen zu diesem bedeutenden Ergebnis.
Auch wenn der Mensch nur an seine eigene Erschaffung denkt, bemerkt er die Wohltaten, die Gott ihm schenkte und gelangt zu dem Bewußtsein, dass er sich darum bemühen muss, seine Bindung zu Unserem Herrn zum Ausdruck zu bringen. Denn als der Mensch noch nichts war, begann er das Leben als eine winzigkleine, mit dem bloßen Auge noch nicht erkennbare Zelle, und wurde durch die ständige Teilung und milliardenfache Vermehrung der Zellen zu einem Menschen mit hervorragenden Organen. Doch das Wichtigste ist, dass dieses Wesen, als es noch nichts war, bereits über eine Seele verfügte. Ein Tropfen Wasser wurde zu einem Stück Fleisch und dann zu einem denkenden und sprechenden Wesen; dies bedeutet, dass Gott den Menschen aus dem Nichts erschuf. Doch trotzdem vergessen manche Menschen, dass sie erschaffen wurden, bringen verquere Beispiele gegen Gott vor und verleugnen Unseren Herrn. Von dieser Situation berichtet Gott folgendermaßen in den Versen:
Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst dabei, dass er selbst eine Schöpfung ist. Er spricht: "Wer belebt die Gebeine, wenn sie zerfallen sind?' Sprich: "Leben wird ihnen Der wiedergeben, Welcher sie zum ersten Mal erschuf, denn Er kennt jegliche Schöpfung. (Sure Ya Sin, 78-79)
Möchtet auch ihr eine solche Situation vermeiden und euch Unserem Herrn gegenüber nicht undankbar verhalten, dann denkt nach und lasst euch nicht vom Alltag mitreißen. Denn der Mensch erinnert sich nur an Gott, wenn er nachdenkt, und nur dann gelangt er zu dem Bewußtsein, dass er Ihm gegenüber eine Verantwortung hat; nur wenn er nachdenkt, erinnert er sich daran, dass die Welt für ihn nur ein kurzer Aufenthaltsort ist und er eine Rechnung über all das ablegen muss, was er hier getan hat. Nur wenn der Mensch nachdenkt, vergisst er nicht.
An dieser Stelle ist es sinnvoll auf einen Punkt hinzuweisen: Keines der Themen, auf die wir euch in diesem Buch hinweisen, ist von der Art, die man “wäre gut, wenn ich es nicht vergessen würde” nennen könnte. Kein einziges dieser Belange dürft ihr aus euerem Gedächtnis löschen. Denn für die Dauer eueres Erinnerns verehrt ihr Gott, wie es erforderlich ist und stellt Ihn zufrieden. Vergesst auch nicht, dass ihr nur auf diese Weise Rettung vor der Welt und am Jungsten Tag erlangen könnt.
Gott prüft euch und zeigt euch zwei Wege, von denen ihr frei sind, einen zu wählen; doch vergesst nicht, dass der eine Weg zu endloser Qual, der andere zu endloser Glückseligkeit führt.
Und ihm die beiden Wege gezeigt? Und doch nimmt er nicht den steilen Weg! Und was lässt dich wissen, was der steile Weg ist? Die Freilassung eines Gefangenen! Oder während der Hungersnot zu speisen Eine verwandte Waise Oder einen Armen, der im Staub liegt! Dann wird er zu denen gehören, die glauben und zu Geduld und Barmherzigkeit mahnen: Das sind die Gefährten der Rechten. Diejenigen aber, die Unsere Botschaft verwerfen, das sind die Gefährten der Linken. Über ihnen schlägt ein Feuer zusammen. (Sure al-Balad, 10-20)
VERGESST NICHT, DASS GOTT
DIE EINZIGE GOTTHEIT IST
... Gott haben sie vergessen, und so hat Er sie vergessen... (Sure at-Tauba, 67)
Es ist nur logisch, dass der Mensch, wenn er eine aus Sand gebaute Burg am Strand sieht, denkt, dass es sicher jemanden gibt, der diese gemacht hat. Nur jemand, der nicht alle Sinne beeinander hat, wird behaupten, dass diese Sandburg durch Zufall durch Sturm und Wellen entstanden ist. Alles im Universum verfügt über ein sichtbares Design, deren unglaubliche Details der Sandburg am Strand weit überlegen sind. So gelangen wir zu der klaren Tatsache, dass es einen überragenden Schöpfer des Universums gibt. Dieser Schöpfer ist Gott, der Herr der Welten.
Es ist eine klar ersichtliche und nicht zu übersehende Tatsache, dass des Universum über eine makellose Ordnung verfügt. Die Erde, auf der wir leben entstand durch das Zusammenkommen der günstigsten Faktoren. Die Stärke der Erdanziehung, die Entfernung zwischen Erde und Sonne, der Sauerstoffgehalt der Luft und noch Hunderte von weiteren äußerst labilen Gleichgewichten entstanden nicht durch Zufall. Zweifellos ist vom kleinsten Mikroorganismus bis zu den riesigen Planeten im Sonnensystem alles eine Schöpfung von Gott, Der alles unter Kontrolle hält. Gott erschuf das Universum mit endlosem Verstand und endloser Macht und sorgte auch auf der Erde bis ins kleinste Detail für alles, was wir zum Leben benötigen. Denn es ist Gott, Der schöpft und ordnet. Ein Vers besagt folgendes:
Er lässt die Nacht in den Tag übergehen und den Tag in die Nacht übergehen. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht. Jedes (Gestirn) läuft für eine bestimmte Frist auf seiner Bahn. So ist Gott, euer Herr! Sein ist das Reich. Diejenigen aber, die ihr außer Ihm anruft, haben nicht einmal Macht über das Häutchen eines Dattelkerns. (Sure al-Fatir, 13)
Doch nun wollen wir vom Großen zum Kleinen kommen und den menschlichen Körper näher betrachten. Wir erkennen, dass wir einem Bauwerk gegenüberstehen, das voll von unvorstellbarer Perfektion ist. Das menschliche Gehirn verfügt über eine so fehlerlose Arbeitsweise, dass es nicht einmal mit dem hochwertigsten Computer verglichen werden kann. Zudem befindet sich jedes Organ des Körpers nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit jedem anderen Organ in größter Harmonie. Damit der Mensch zum Beispiel atmen kann, arbeiten Mund, Nase, Luftröhre, Lungen, Herz und alle Adern im gleichen Moment zusammen. Keines von diesen Organen fällt auch nur für eine Minute aus, keines ermüdet auch nur für einen Moment. In demütiger Hingebung gehorcht jedes seinem Schöpfer Gott und führt die Befehle aus, die Unser Herr für dieses vorgesehen hat. Während des Atmens wird die Luft in der Nase gereinigt, erwärmt und erreicht über die Luftröhre die Lunge. Unser Herz, unsere Adern, also alle Zellen unseres Körpers benutzen Sauerstoff. Die Organe, die bereits innerhalb von zwei Minuten des Tod des Menschen herbeiführen wenn sie nicht arbeiten, führen im gleichen Moment mehrere Tätigkeiten aus und sorgen so für die Lebendigkeit des Körpers. Alle diese Tätigkeiten erledigen sie mit großer Meisterschaft und Klugheit ohne jegliche Verwechslung und Verzögerung. Wird diese Harmonie gestört, dann wird es uns unmöglich zu atmen und das Leben fortzusetzen.
Das gleiche gilt für das Sehen. Das Auge ist der deutlichste Beweis dafür, dass die Lebewesen erschaffen wurden. Alle Sehorgane, sei es nun das menschliche oder auch das tierische Auge, sind ein beeindruckender Beweis für einen fehlerlosen Bauplan. Unser Auge bietet uns eine Sicht, die selbst die entwickeltste Technologie des 21. Jahrhunderts nicht erreicht. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass zum Sehen alle Bestandteile des Auges zur gleichen Zeit vorhanden sein und harmonisch funktionieren müssen. Wenn zum Beipiel Kornea, Bindegewebe, Iris, Linse, Pupille, Retina, Koroid, Augenmuskeln und Tränendrüsen vorhanden sind, einzig und allein das Augenlid fehlt, dann würde das Auge innerhalb kürzester Zeit zerstört und blind werden. Hier stellt sich uns eine wichtige Frage: Wer war es, der diese harmonischen Organellen zustande brachte? Wer war es, der das Auge erbaute, das uns sehen läßt?
Sicherlich ist das Wesen, das über das Werden des Auges entscheidet nicht dessen Besitzer. Und es ist unmöglich, dass ein Lebewesen, das nicht einmal weiß, was sehen bedeutet, das Bedürfnis hat, zum Sehen ein Sehorgan zu benötigen und dieses auch noch im eigenen Körper erbaut. Dies zeigt uns deutlich die Existenz eines überlegenen Besitzers von Intelligenz, der alle Lebewesen mit Sinnen wie Sehen, Hören etc. erschafft. Wäre es nämlich anders, würde behauptet werden, dass Zellen ohne Bewußtsein Aufgaben wie Sehen und Hören, die ein Bewußtsein erfordern, aus eigenem Bedürfnis und durch eigene Kunstfertigkeit erledigen. Es ist aber deutlich, dass dies niemals möglich ist. Im Quran wurde dieses folgendermaßen mitgeteilt:
Sprich: "Er ist es, Der euch erschaffen und euch Gehör, Augenlicht, Gemüt und Verstand gegeben hat. Wie wenig dankt ihr!" (Sure al-Mulk, 23)
Wie in dem Vers mitgeteilt, ist es Gott, Der alle diese Systeme im menschlichen Körper in Harmonie erschaffen hat. Sowohl die zahllosen Details, die wir an unserem eigenen Körper sehen, wie auch die Einzelheiten der Welt legen uns deutlich vor Augen, dass die Macht Gottes, Seine Größe und Sein Wissen alles umgibt. Doch für einige Menschen ist es einfacher, diesen Tatsachen den Rücken zuzukehren, anstatt über sie nachzudenken. Deshalb lädt Gott im Quran die Menschen dazu ein, ihre Umgebung zu beobachten und über Seine Größe nachzudenken.
Gott ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und vor der Erde ebensoviel. Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht über alle Dinge hat und dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. (Sure at-Talaq, 12)
Vergesst ja nicht, dass Gott sehr nahe ist und alles umgibt und einschließt. Gott hat von allem Kenntnis, von dem jetztigen Moment, in dem Sie dieses Buch lesen, von einem Ereignis aus ihrer Kindheit und auch von den Plänen, die sie in einigen Jahren verwirklichen möchten. Diese Herrschaft setzt sich Tag und Nacht ohne Unterbrechung für jedes Wesen fort. Gott teilte im Quran folgendermaßen mit:
Wir erschufen doch den Menschen und wissen was ihm sein Inneres zuflüstert. Und Wir sind ihm näher als (seine) Halsschlagader. (Sure Qaf, 16)
Gott kennt auch von allem die tiefere Bedeutung, die verborgenen Seiten, die Gedanken, die einem Menschen durch den Kopf gehen, und die unmöglich sonst jemand kennen kann, sowie die Geheimnisse, über die niemand spricht. Gott, Der den Menschen völlig einschließt, ist auch stets unser Zeuge bei allen unseren Tätigkeiten und überall dort wo wir uns befinden. Diese Tatsache wurde in einem Vers folgendermaßen mittgeteilt:
Du verfolgst kein Geschäft und trägst nichts aus dem Quran vor und ihr betreibt nichts, ohne dass Wir Zeuge eueres Verhaltens sind. Deinem Herrn bleibt auch nicht das Gewicht eines Stäubchens auf Erden und im Himmel verborgen. Und nichts ist kleiner oder größer als dies, ohne dass es in einem Buch klar verzeichnet stünde. (Sure Yunus, 61)
Trotz dieser Tatsache glauben die Menschen, dass Gott sehr weit von ihnen entfernt ist. Diesen unterbewußten Gedanken zufolge lebe Gott auf einem weit entfernten Planeten und mischt sich äußert selten in die “Angelegenheiten der Welt” ein. Oder Er mischt sich überhaupt nicht ein, Er schuf nur einmal das Universum und überließ es dann ganz sich selbst. Doch dies ist ein klarer Irrtum. Gott ist überall und Seine Existenz umfasst alles. Mit Seiner Existenz umgibt Er alles von Osten nach Westen und von Norden nach Süden.
Und Gottes ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Gott umfasst alle Dinge. (Sure an-Nisa, 126)
Wohin sie auch immer gehen und sei es der entfernteste Winkel der Welt, Gott hat auch dort alles umfasst und umgeben. Auch in diesem Moment hat Er euch vollig umgeben, und ist euch näher als euere Halsschlagader. Immer herrscht Er mit der Vergangenheit und Zukunft von allem über euren Körper, über euer Zimmer, die Stadt in der ihr euch befindet, über jede Ecke eueres Hauses und alle Welten, die ihr nicht mit Augen zu erkennen vermögt. Manche Menschen, die diese offensichtliche Wahrheit vernachlässigen, denken nicht daran, dass sie die Dinge, die ihnen im Kopf herumgehen und all die Vergehen, die sie in unaufrichtiger Weise gegen Gott ausführten, zwar vor den Menschen verbergen, aber niemals vor Gott verstecken können. Doch Gott was bereits mit ihnen, als sie diese Vergehen planten. In einem Vers wird folgendermaßen berichtet:
Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Aber sie erfassen Ihn nicht mit (ihrem) Wissen. (Sure Taha, 110)
Auch wenn ihr vielleich nicht wisst, was ihr als Nächstes tun werdet, Gott weiß es. Deshalb habt ihr nachgegeben und euch selbst an Gott übergeben, ob ihr es nun bemerkt oder nicht.
Für Gott macht es keinen Unterschied, ob ihr euere Inneres verstecken oder offenbart. Denn Gott weiß sowieso alles. Auch ein geflüstertes Wort bleibt für Gott nicht geheim. Denn für Gott gibt es kein Geheimnis, Er weiß das Geheimnis des Geheimnisses.3
Vergesst nicht, jedes Wesen auf der Erde benötigt Gott. Gott jedoch ist erhaben über jeden menschlichen Mangel, er benötigt nichts. Er ist entfernt von jeglicher menschlicher Schwäche wie etwa Schlaf, Hunger, Durst und Müdigkeit. Jeder wird einmal sterben, doch Gott ist derjenige, Der urewig und immerwährend ist, Er ist immer lebendig:
Gott! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt." Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Sure al-Baqara, 255)
Vergesst nicht, dass alles unter der Kontrolle von Gott geschieht. Gott verfügt über endlose Macht; Wie im Quran mitgeteilt wird, fällt kein einziges Blatt ohne die Kontrolle Gottes und alles bewegt sich mit Wissen und unter dem Befehl von Gott. Alle Vorkommnisse am Himmel und auf Erden stehen unter dem Befehl Gottes. Spricht man von allen Vorkommnissen, dann beziehen dies viele Menschen nur auf Naturereignisse, Tod oder Geburt. Doch nicht nur solche Geschehnisse, alles was einem in den Sinn kommt, jedes Vorkommniss, jedes System steht unter dem Befehl Gottes.
Erfindungen auf dem Gebiet der Technik, die Staatsführung von Ländern, die soziale und wirtschaftliche Situation eines jeden Menschen, künstlerische Aktivitäten, kleine und große Unternehmen, deren Tätigkeiten, jeder neue Mensch, der auf die Welt kommt und jede Sekunde im Leben der Menschen vollzieht sich unter der Kontrolle und mit Wissen von Gott, des überlegenen Schöpfers. Jede Entscheidung, sei diese nun klein oder groß, jede Aktivität geschieht mit der Erlaubnis Gottes. Ebenso befinden sich die Tätigkeiten der Trillionen von Zellen unseres Körpers, alle Aufgaben der sich in diesen Zellen befindlichen Organellen, die Systeme, die dies Zellen nähren, sowie alle nicht aufgezählten Details unter der Kontrolle Gottes. Gleichzeitig erfolgen alle Aktivitäten auf der sich drehenden Welt, die von der Ernährung bis zur Fortpflanzung der Ameise alles einschließen, was zu deren Fortbestand erforderlich ist, mit der Erlaubnis Gottes. Diese Wahrheit wird im Quran folgendermaßen ausgedrückt:
Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Sure Hud, 56)
Gott ist derjenige, Dem jeder gehorcht, Der mit Seinem Wissen alles umgibt und umfasst und Der über Wissen verfügt. Es ist Gott, Der vom kleinen Kind bis zum Wissenschaftler einen jeden Wissen lehrt, Der Bescheid weiß über die sichtbaren und die unsichtbaren Welten. Nur Gott legt die Anzahl von allem am Himmel und auf der Erde fest, die Anzahl die Sterne, Bäume, Tiere und Menschen und die Menge des auf die Erde fallenden Regens.
Keiner in den Himmeln und auf Erden nähert sich dem Erbarmer anders denn als Diener. Wahrlich, Er hat sie alle einzeln erfasst und ihre Zahl genau gezahlt. (Sure Maryam, 93-94)
Es ist Gott, Der jedes Ereignis kontrolliert, das sich in irgendeiner Ecke der Welt abspielt. Er hat Nachricht von den geheimen oder offensichtlichen Seiten aller Vorkommnisse. Er weiß nicht nur über uns Bescheid, sondern über alles am Himmel und auf der Erde und in dem dazwischenliegenden Raum. Denn Gott gehören alle Welten. Vergesst niemals, dass nicht das kleinste Ereignis vor Ihm verborgen bleibt und dass alle euere Gedanken und Tätigkeiten oder auch die anderer Menschen von Gott kontrolliert werden. Denn Gott kennt die kleinsten Einzelheiten im Leben eines jeden. Gott ist derjenige, Der über nichts verwundert ist und Der niemals etwas vergisst.
Vergesst nie, dass es Gott ist, Der euch eueren gesamten Besitz verleiht. Blickt euch um, alles wurde sorgfältig und exakt so vorbereitet, dass es euere Bedürfnisse erfüllt und wurde einzeln in eueren Dienst gestellt. Hebt den Kopf, blickt in den Himmel und denkt über euere Umgebung nach. Dann werdet ihr noch besser verstehen, dass es Gott ist, Dem gedankt werden muss und dass Er die sichtbaren und unsichtbaren Wohltaten erwies. Es ist Gott, Der den menschlichen Körper schuf, Der trotz der fortschreitenden Wissenschaft immernoch als Rätsel gilt und Der dafür sorgt, dass alle Organe in hervorragender Harmonie arbeiten; es ist Gott, Der einen Teil der Tiere zahm erschuf und sie in den Dienst des Menschen stellte, damit sie Nahrung, Kleidung und Transportmittel sicherstellen; Er ist es, Der mit dem vom Himmel fallenden Wasser aus ein- und derselben Erde unterschiedliche Früchte wachsen läßt und Er ist es, Der die Galaxien, deren Anzahl Hunderte von Milliarden beträgt in einem beeindruckenden Gleichgewicht bewegt; Er ist es, Der den Tag für die Arbeit und die Nacht zum Ausruhen bestimmt, Der die Sonne um ihre Achse dreht und Der die Meere so erschuf, dass sie dem Menschen als Nahrungsquelle und Transportmittel dienen. Gott teilte diese Wahrheit in den Versen folgendermaßen mit:
Er hat den Menschen aus einem Samentropfen erschaffen. Doch siehe, er ist intelligent und streitsüchtig. Und Er erschuf die Tiere für euch. Sie liefern euch Wärme und anderen Nutzen, und ihrer nährt euch von ihnen. Und ihr erfreut euch an ihrer Schönheit, wenn ihr sie abends eintreibt und morgens austreibt. Und sie tragen euere Lasten in Länder, die ihr sonst nicht ohne größte Mühe hattet erreichen können. Seht, euer Herr ist wahrlich gütig und barmherzig. Und (Er erschuf) die Pferde und die Kamele und die Esel, damit ihr auf ihnen reitet, und zum Schmuck. Und Er wird (manches) erschaffen, wovon ihr (heute) nichts wisst. Und an Gott ist es, den Weg zu zeigen; doch einige weichen von ihm ab. Doch wenn Er gewollt hätte, Er hätte euch wahrlich allesamt rechtgeleitet. Er ist es, Der euch vom Himmel Wasser niedersendet. Davon könnt ihr trinken und davon wachsen die Bäume, unter denen ihr weiden lasst. Dadurch lässt Er euch Getreide und Ölbäume und Palmen und Reben und allerlei Früchte wachsen. Siehe, darin ist wahrlich ein Zeichen für nachdenkliche Leute. Und Er machte euch die Nacht und den Tag dienstbar; die Sonne, der Mond und die Sterne sind (euch) ebenfalls dienstbar, gemäß Seinem Befehl. Siehe, darin ist wahrlich ein Zeichen für einsichtige Leute. Und was Er euch auf Erden erschuf, verschieden an Farbe, darin ist fürwahr ein Zeichen für Leute, die sich ermahnen lassen. Und Er ist es, Der euch das Meer dienstbar machte, damit ihr frisches Fleisch daraus esst und Schmuck daraus hervorholt, um ihn anzulegen. Und du siehst Schiffe es durchpflügen, damit ihr Seine Wohltaten zu erlangen suchen könnt und vielleicht dankbar seid. Und auf der Erde verankerte Er feste Berge, so dass sie nicht mit euch wanken, und Flüsse und Wege zu euerer Orientierung Sowie (andere) Wegmarken; auch durch die Sterne finden sie die Richtung. Ist nun Der, Welcher erschafft, etwa gleich dem, der nichts erschafft? Bedenkt ihr es denn nicht? Und wenn ihr die Gnaden Gottes aufzählen wolltet, ihr könntet sie nicht beziffern. Gott ist wahrlich verzeihend und barmherzig. (Sure an-Nahl, 4-18)
Jede der Wohltaten, die in den Dienst des Menschen gestellt wurden und für deren Aufzählen das Leben des Menschen nicht ausreicht, entstand mit dem Wunsche Unseres Herrn, Der alles organisiert und sich um alles kümmert. In einem Vers erinnert Gott mit folgendem Beispiel daran:
Und wenn alle Bäume auf Erden Schreibfedern wären und das Meer (Tinte) und das Meer hernach von sieben Meeren nachgefüllt würde: Gottes Worte würden nicht erschöpft! Siehe, Gott ist mächtig und weise. (Sure Luqman, 27)
Vergesst ja nicht, dass Gott der wahre Eigentümer von allem Hab und Gut ist, das sie besitzen. Denn alles Gut am Himmel und auf der Erde und des Raumes dazwischen gehört Gott. Doch Gott teilt dem Bittenden so viel zu, wie dieser erbeten hat. Wenn die Zeit gekommen ist und das Leben des Menschen endet, ist Er wiederum der einzige Erbe. Der wahre Eigentümer von allem, von allen Häusern, Autos, Gütern, Waren, Grundstücken und Nahrungsmitteln ist Gott.
Gottes ist das Reich der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen ihnen ist; und Er hat Macht über alle Dinge. (Sure al-Ma’ida, 120)
Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, den Gott ihnen zugeteilt hat, werdet ihr eueren gesamten Besitz, Ämter und private Gegenstände zurücklassen und euer nackter Körper wird, nur in ein paar Meter Tuch gehüllt, in eine Grube geworfen. Allein euere Seele wird zu Gott zurückkehren. Weder euer Amt, das ihr auf Erden innehattet, noch euer Name oder auch euer Reichtum wird dort gültig sein. Auf dieser Erde werdet ihr nur geprüft. Ihr seid nicht der wirkliche Eigentümer, alles, was ihr zu besitzen glauben ist nur vorhanden, weil Gott es euch gewährt. Wenn Gott aus irgendeinem Grund diese wegnimmt, wird euere Kraft niemals dazu ausreichen, es wieder zu gewinnen.
Vergesst nicht, dass euch nichts zustößt, was Gott nicht für euch wünschte. Alle Ereignisse, die euch zustoßen, ob ihr diese nun als gut oder schlecht beurteilt, geschehen mit dem Wissen von Gott, also innerhalb des Laufs der Göttlichen Vorsehung. Niemand weiß, welches Ereignis ihn an einem bestimmten Tag erwartet. So sehr der Mensch auch meint, dass er selbst plant, so wenig laufen die Ereignisse wie geplant ab und er wird mit Vorkommnissen konfrontiert, die ihm niemals in den Sinn gekommen sind. Das einzige, was den Menschen in dieser Unsicherheit Entspannung verschafft ist zu wissen, dass jedes Ereignis für ihn selbst erschaffen wurde und sich voller Vertrauen der Göttlichen Vorsehung zu überliefern. Doch hier ist ein weiterer Punkt zu berücksichtigen: Ungeplante Geschehnisse erfolgen mit Wissen und unter der Kontrolle von Gott, doch in gleicher Weise erfolgen auch geplante Ereignisse unter der Kontrolle von Gott. Im Universum gibt es kein Leben, das unabhängig von Gott ist oder das nicht unter der Kontrolle Unseres Herrn steht. In einem Vers ist die Rede davon, dass die Gläubigen folgendermaßen sprachen:
Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure at-Tauba, 51)
Vergesst nicht, alles was euch zustößt, kommt von Gott und hat einen verborgenen Sinn. Ihr müsst wissen, dass es gegen die von Gott kommenden Ereignisse keinen anderen Weg gibt, als sich Gott zuzuwenden; es gibt keinen anderen Berechtigten, keinen anderen Helfer.
Weißt du nicht, dass Gottes die Herrschaft der Himmel und der Erde ist und dass ihr außer Gott weder Beschützer noch Helfer habt? (Sure al-Baqara, 107)
Wenn wir am Tage Erfolg haben möchten, oder uns mit einer Arbeit abmühen, dann ist es Gott, Der uns behilflich ist. Es ist sogar nur Unser Herr, Der uns diese Arbeit erleichtert, Er ist es, Der diese hervorgerufen hat, und Er ist es, Der diese nach unserem Wunsch in dem von uns gewünschten Moment erledigt. Für einen Menschen, der die Größe Gottes vernachlässigt, ist derjenige, der helfen kann, entweder er selbst, oder ein Arbeitskollege, die Familie oder ein anderer Mensch...
Natürlich können Wissen und Lebenserfahrung dieser Menschen hilfreich sein. Doch sollten wir nicht vergessen, dass dies alles einen Grund hat, denn Gott verbindet die Ergebnisse des irdischen Lebens mit ganz bestimmten Ursachen die vergleichbar sind mit dem Pflanzen, Wässern und Düngen eines Apfelbäumchens bevor man einen Apfel essen kann. Dies sind die Bedingungen, die Gott vorangestellt hat. Nur wenn der Mensch diese Bedingungen erfüllt, kann er von Gott eine reiche Ernte erhoffen.
Vergesst ja nicht, dass das Ergebnis eines jeden Geschehnisses zu Gott gehört und dass ihr mit dem Göttlichen Ratschluß zufrieden sein müsst.
Nur Gott ist es, Der euch vor allen Gefahren, Krankheiten, Bedrängnissen und vor allem Bösen schützt und behütet. Denn es bedarf nur eines kleinen Momentes und der Mensch kann von einem dieser Geschehnisse betroffen sein. Wenn ihr krank ward, könnt ihr denken, dass Arzt oder Medikamente euch gesund machten und es ist nur natürlich, dass sich der Mensch den Wegen zuwendet, die Gott als Mittel erschaffen hat. Doch muss der Mensch am Ende wissen, dass es nur und nur Gott ist, Der ihn vor dieser Krankheit errettete. Wenn der Mensch nicht bittet, nutzen weder der teuerste Arzt, noch die teuersten Medikamente oder das beste Krankenhaus. Es ist Gott, Der Heilung gibt. Ebenso wie Gott nach Wunsch einer Person als Prüfung eine Krankheit auferlegen kann, kann Er eine gewünschte Person ohne Grund heilen. Gott teilte diese Tatsache im Quran mit den Worten des Propheten Ibrahim folgendermaßen mit:
Und Der mich heilt, wenn ich krank bin. (Sure asch-Schu'ara', 80)
Alle Macht liegt nur in Gottes Händen. Wird diese Tatsache vergessen und bindet der Mensch – ohne Berücksichtigung des Wunsches von Gott – seine Hoffnung an Wesen, deren Kraft nicht einmal für eine kleine Hilfestellung ausreicht, dann erlebt er sowohl auf Erden wie auch im Jenseits eine große Enttäuschung. Doch auch die Menschen, von denen Beistand erwartet wird, sind in einer ebenso bedauernswerten Lage; nicht nur, dass sie – ohne Berücksichtigung des Wunsches von Gott – anderen nicht helfen können, sich können sie selbst nicht einmal helfen. In einem Vers befahl Gott folgendermaßen:
Die aber, die ihr neben Ihm anruft, vermögen weder euch zu helfen, noch sich selber. (Sure al-A'raf, 197)
Vergesst nicht, dass ihr nur Gott fürchten und nur Seinen Wohlgefallen suchen müsst. Kein Mensch, den ihr für mächtig oder bedeutend haltet verfügt über auch nur die kleinste Macht. Wenn also jemand vor einem Menschen ebenso Furcht empfindet wie vor Gott oder diesen ebenso liebt wie Gott, dann nennt man dies “diesen Menschen Gott als Partner beigesellen”; Gott teilte im Quran mit, dass die Beigesellung eine große Sünde ist.
Und doch gibt es Leute, die neben Gott Ihm angeblich Gleiche setzen und sie lieben, wie man Gott (nur) lieben soll: Aber die Gläubigen sind stärker in der Liebe zu Gott. Wenn die Frevler nur sehen würden, wenn sie die Strafe sehen, dass alle Kraft Gott gehört und dass Gott streng im Strafen ist (Sure al-Baqara, 165)
Wie in dem obigen Vers mitgeteilt wurde, halten die Menschen den Wohlgefallen Gottes über allem. Dieses Thema ist von großer Bedeutung, denn wenn das Leben eines Menschen auf dieser Basis steht, dann handelt dieser stets in dem Bewußtsein, kein anderes Wesen außer Gott fürchten zu müssen, vor keinem anderen auf der Hut sein, keinen anderen zu brauchen und niemandem gehorchen zu müssen; lebt man mit diesem Bewußtsein, dann erhält man Freiheit im wahrsten Sinne es Wortes, man hat gleichzeitig einen mit endloser Kraft ausgestatteten Besitzer von Macht und wird so zu einer unbesiegbaren Person. Man hofft also, den Wohlgefallen Gottes zu gewinnen, Der die Bedürfnisse von allem Existierenden deckt, Der innere Ruhe und Gelassenheit verleiht, Der denjenigen hilft, die in Bedrängnis und bedürftig sind, und Der einem jedem die vollständige Gegenleistung seiner Taten gibt und einen jeden schützt. Die Bedeutung, die der Wohlgefallen Gottes hat, wird im Quran anhand des folgenden Beispiels erklärt:
Ist nun etwa der besser, der sein Gebäude auf Gottesfurcht und auf Gottes Huld gegründet hat, oder der, welcher sein Gebäude auf den Rand fortgespülten Schwemmsandes gegründet hat, und der mit ihm in das Feuer der Hölle gespült wird? Und Gott leitet nicht die Ungerechten. (Sure at-Tauba, 109)
Einer der größten Irrtümer, von denen die Menschen befallen sind ist der folgende: Menschen gründen ihr gesamtes Leben darauf, Menschen zufrieden zu stellen. Doch jede Sekunde und jede Tätigkeit, die darauf verschwendet wird, den Wohlgefallen der Menschen zu erlangen, anstelle den Wohlgefallen Desjenigen, Der den Menschen selbst erschaffen hat und ihn am Leben erhält, kehrt am Ende als Qual zu diesem Menschen zurück. Hierzu gab Gott im Quran ein weises Beispiel für die Nachdenklichen. In einem Vers befiehlt Er folgendermaßen:
Als Gleichnis stellte Gott einen Mann dar, der mehreren Herren gehört, die miteinander im Zwiespalt stehen, im Vergleich zu einem Mann, der gänzlich seinem einzigen Herren ergeben ist. Sind diese beiden etwa in gleicher Lage? Gelobt sei Gott! Doch die meisten von ihnen verstehen es nicht. (Sure az-Zumar, 29)
Gott läßt diejenigen Seiner Diener, die nach Seinen Wünschen leben, sowohl auf Erden, wie auch im Jenseits in bester Weise leben. Doch diejenigen, die sich nicht an den Wohlgefallen Gottes halten und sich davon entfernen, und Hoffnung von Menschen erwarten, die ebenso wie sie selbst bedürftige Diener sind, oder Hoffnung gar von einem anderen Wesen erbitten, diejenigen befinden sich stets in einer qualvollen Sackgasse ohne Ausweg. Dies teilte Gott in einem Vers folgendermaßen mit:
Siehe, Gott fügt den Menschen kein Unrecht zu, vielmehr fügen die Menschen sich selber Unrecht zu. (Sure Yunus, 44)
Überdies läßt Gott – wie in einem anderen Vers mitgeteilt – diejenigen getadelt, allein und ohne irgendeinen Helfer zurück, die neben Ihm noch über andere Gottheiten verfügen.
Setze Gott keine andere Gottheit zur Seite, damit du nicht mit Schimpf bedeckt und verlassen zurückbleibst. (Sure al-Isra, 22)
Die Tätigkeiten derjenigen werden erschwert, die auf der Erde Gott vergessen und der Sorglosigkeit verfallen; in ihren Herzen wird die Bedrängnis kein Ende nehmen und sie werden ein Leben ohne Glück und Ruhe führen. Doch dies ist eigentlich nur eine gerechte Gegenleistung für die Auffassung, nach der die vollkommenen und fehlerlosen Systeme der Erde durch Zufall entstanden sind. Für deren Undankbarkeit gibt es im Jenseits ein fürchterliches brennendes Feuer.
Vergesst nie, dass die “Furcht vor Gott” die Basis der Religion ist. Gott gibt demjenigen die Fähigkeit, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden, der sich vor Ihm fürchtet und vor Ihm auf der Hut ist; dies ist gleichzeitig eine der größten Wohltaten für den Menschen. Denn nur so wird sowohl das kurze und vorübergehende irdische Leben in der schönsten Weise geformt, wie auch das nach dem Tode beginnende, unendliche Leben:
O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr Gott fürchtet, wird Er euch das Vermögen zur Unterscheidung (von gut und böse) geben und euch euere Missetaten vergeben und euch verzeihen; und Gott ist voll großer Huld. (Sure al-Anfal, 29)
Auf der anderen Seite stößt im Quran auch das Vorhandensein der Menschen auf Interesse, die, obwohl sie von der Existenz Gottes wissen, Diesen nicht wie erforderlich würdigen, Ihn nicht fürchten und auch nicht vor Ihm auf der Hut sind. Einige der Verse lauten folgendermaßen:
Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde her? Oder wer hat Gewalt über Gehör und Gesicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer führt den Befehl?" Wahrlich, sie werden sagen: "Gott!" So sprich: "Wollt ihr Ihn dann nicht fürchten?" Dieser Gott, Das ist euer wahrer Herr. Und was anderes bliebe ohne die Wahrheit als der Irrtum? Wie könnt ihr nur so widersinnig sein? (Sure Yunus, 31-32)
Die in den Versen beschriebenen Menschen wissen von der Existenz Gottes, bestätigen diese auch, fürchten und hüten sich jedoch nicht vor Gott. Wahre Gläubige jedoch haben eine tiefe Furcht vor Unserem Herrn; und weil sie sich eben vor der Stunde des Jenseits und dem Tag der Abrechnung fürchten, gehören sie, wie Gott in einem anderen Vers mitteilt, zu denjenigen deren “Inneres zittert”.
Der Mensch kann tun und lassen was er will; er kann im Gedenken an diejenigen, die ihn erinnerten zum Diener werden, er kann aber auch alle guten Ratschläge in den Wind schlagen; als Ergebnis wird er sich rasend schnell dem Tag nähern, an dem er zu Gott zurückkehrt. Den Menschen wurde diese Tatsache in einem Vers folgendermaßen nahegebracht:
O Mensch, du bemühst dich mühsam um deinen Herrn. Und du wirst Ihm wirklich begegnen! (Sure al-lnschiqaq, 6)
Vergesst auf keinen Fall, dass es keine andere Macht außer Gott gibt. Gott ist der Besitzer der allergrößten Macht. Diejenigen, die sich dieser Tatsache nicht bewußt sind, stellen Partner und Teilhaber neben Gott und fürchten diese ebenso wie Gott. Doch keine Menschen und keine Gesellschaft verfügt über Macht, die unabhängig und frei von Gott ist. Alle Wesen unterwerfen sich Gott. Wohl oder übel liefert sich so alles, was sich an den Himmeln und auf der Erde befindet Gott aus. Von der einzelnen Zelle bis zu den Milliarden von Galaxien, von den Menschen bis zu den Tieren, von den Bergen bis zum Wind überliefert sich die Welt von allem Existierenden Gott aus. Dann allerdings vergesst nicht, Gott in der Weise zu danken, die in dem folgenden Vers beschreiben ist:
So dass ihr fest auf ihren Rücken sitzt und der Gnade eueres Herrn gedenkt, wenn ihr darauf sitzt, und sagt: "Preis sei Dein, Der uns all dies verfügbar gemacht hat! Wir wären hierzu nicht imstande gewesen. (Sure az-Zukhruf, 13)
Niemand handelt außerhalb der Kontrolle und ohne den Wunsch Gottes, nicht einmal ein einziges Wort kann ausgesprochen werden. Aus diesem Grund kommt jedes der Worte, das ihr aussprecht und jedes Ereignis, das euch zustößt von Gott, also von euerem Vormund, euerem wahren und einzigen Freund… Wenn ihr ein Gläubiger sind, dann verbirgt sich für euch hinter einem übel erscheinenden Ereignis mit Sicherheit Glück oder etwas Schönes; Gott weiß dies, euch jedoch ist es unmöglich zu wissen. Denkt also immer an diese Tatsache, unabhängig davon, welches Ereignis euch zustößt.
Vergesst nie, dass Gott stets verzeiht und es für euch immer eine Möglichkeit zur Reue gibt. Welcher Fehler euch auch immer unterlaufen ist, ihr findet Gott stets bereit, Reue anzunehmen und zu vergeben, solange ihr euch mit aufrichtiger Reue und der Absicht, den Fehler nicht mehr zu wiederholen an Gott wendet. Folgendermaßen teilt Gott seinen Dienern mit, dass Er jeden Fehler, von dem aufrichtig Abstand genommen wird, entschuldigt und auch jede Sünde:
Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; seht, Gott verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure az-Zumar, 53)
Für jeden Fehler und jede Sünde gibt es auf der Erde eine Möglichkeit zur Umkehr, zur Reue und zur Hoffnung auf Verzeihen. In der Religion Gottes muss ein Mensch nicht die Last der Taten der Vergangenheit auf seinem Rücken tragen. Bittet man jedoch um Vergebung und wendet sich Ihm von ganzem Herzen zu, dann wird man von dieser Last befreit und nur der letzte Zustand der Person erhält Bedeutung. Doch vergesst nicht, dass Gott nur dann euere Reue akzeptiert, wenn diese aufrichtig gemeint ist und nicht, wenn diese mit dem Tod zusammentrifft.
Im Quran wird mitgeteilt, dass sogar der Pharao, der bekannt war durch seine ungezügeltes und großsprecherisches Wesen Gott gegenüber, anfing zu bereuen, als er verstand, dass er ertrinken würde. In den Versen berichtet Gott folgendermaßen von der Wirksamkeit der Reue im Moment des Todes:
Vergebung haben bei Gott nur diejenigen zu erwarten, welche Übles in Unwissenheit taten und (recht)zeitig bereuten; diesen vergibt Gott; und Gott ist wissend und weise. Keine Vergebung haben aber jene zu gewärtigen, welche Übles taten bis, wenn der Tod sie ereilt, sie sprechen: "Siehe, jetzt bekehre ich mich!", und auch nicht jene, die als Ungläubige sterben. Für jene bereiten Wir schmerzliche Strafe. (Sure an-Nisa, 17-18)
Vergesst nicht, dass Gott unendliche Geduld besitzt. Gott räumt den Menschen bei ihren Fehlern einen bestimmten Aufschub ein. Also sollen sich keinesfalls die Menschen täuschen, die nicht sofort die Gegenleistung für eine Sünde erhalten. Denn Gott weist diesen einen Aufschub bei den Tyranneien der Diener zu. Ist sich eine Person dessen bewußt und bittet um Verzeihung, dann ist Gott bereit zu vergeben. Beharrt jedoch eine Person auf ihrem Verhalten und wendet sich von den Befehlen Gottes ab, dann wird sie auf jeden Fall das Ergebnis des Schlechten zu schmecken bekommen:
Wenn Gott die Menschen für alle ihre Sünden strafen würde, würde Er nichts, was sich regt, auf Erden belassen. Jedoch Er gewährt ihnen bis zu einem bestimmten Termin Aufschub. Doch wenn ihr Termin gekommen ist, können sie ihn weder um eine Stunde verschieben noch beschleunigen. (Sure an-Nahl, 61)
Vergesst nicht, dass es keinen anderen Weg gibt als Gott zu dienen. Denn Gott teilt den Menschen in einem Vers folgendermaßen mit, dass sie erschaffen wurden um Ihm zu dienen:
Und die Dschinn und die Menschen habe Ich nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen. (Sure adh-Dhariyat, 56)
Wenn wir uns jedoch an Unseren Herrn überliefern, Der uns unseren gesamten Besitz gab, Der uns erschuf, Der uns am Leben erhält und Der dann nach Wunsch unser Leben beendet und uns ein Leben nach Seinem Wunsche führen läßt, dann ist dies wie ein Leben mit einem niemals zerbrechenden Halt.
Wer aber sein ganzes Wesen Gott hingibt und rechtschaffen handelt, der hat den festesten Halt erfasst. Und letztendlich führen alle Dinge zu Gott. (Sure Luqman, 22)
Wenn dies so ist, dann vergesst keinesfalls
“Gott, der Unser Herr ist”...
Derart ist Gott, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. Kein Blick erfasst Ihn. Er aber erfasst alle Blicke. Und Er ist der Unfassbare, der Kundige. (Sure al-An'am, 102-103)
Vergesst NIcht, Dass Der Quran
Unser WegweIser Ist
A. L. R. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit deines Herrn Erlaubnis aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen. (Sure Ibrahim, 1)
Der Quran ist ein Buch, das von Gottes Würden gesandt wurde, damit die Menschen Gott kennenlernen, wissen, dass Er die einzige Gottheit ist, lernen, wie sie Unserem Herrn dienen und damit als verstandesbegabte Menschen Ratschläge annehmen und nachdenken. In unserem Wegweiser, dem Quran, erklärt uns Gott alles, was wissensnotwendig ist, Er zeigt uns die Wege, wie wir Ihn zufrieden stellen und Er überbringt uns die Freudenbotschaft über das schöne Ende der Dienerschaft an Ihn.
... denn Wir sandten das Buch auf dich herab als eine Erklärung aller Dinge und eine Rechtleitung, eine Barmherzigkeit und Heilsbotschaft für alle, die bereit sind, sich Gott hinzugeben. (Sure an-Nahl, 89)
Der Quran ist das Rechte Buch, das Gott Seinen Dienern sandte. Für die Gläubigen ist es Ratschlag, Heil und Gnade. Die Gläubigen, die diese wichtige Tatsache verstehen können, denken über jeden Vers des Quran ausführlich nach und leben ihr gesamtes Leben danach. Gott beantwortet im Quran jede Frage, die die Gläubigen in ihrem Gewissen suchen:
Und Wir hatten ihnen doch ein Buch gebracht und es mit vollem Wissen als eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für gläubige Menschen erklärt. (Sure al-A'raf, 52)
Im Quran ist die Sitte beschrieben, die Gott freut. Deswegen ist jeder Mensch verpflichtet, mit dem Quran zu leben, das heißt also, dessen Bestimmungen auszuführen. Die Menschen erfragen den Tag vom Quran, an dem sie über ihre Taten im irdischen Leben Rechnung ablegen werden. Ihr solltet deshalb nie vergessen, dass euer gesamtes Verhalten, euere Gedanken und Entscheidungen, also euer gesamtes Leben nicht der Mehrheit der Gesellschaft, sondern dem Quran entsprechen muss. Ein Leben gemäß dem Quran ist der einige Weg, der die Menschen zur Rettung führt.
Doch damit die Religion auch wirklich dem Quran entsprechend gelebt werden kann, muss dieser gelesen und verstanden werden, was die Menschen euerer Umgebung vielleicht nicht praktizieren. Denn viele Menschen kennen die Verse des Quran nicht, und diejenigen die sie kennen, haben oft nur die arabische Lesung auswendig gelernt, ohne an die Bedeutung zu denken. Andere wiederum legen den Quran mit ihrem eigenen Aberglauben aus (Gott ist unfehlbar) und betrachten diesen als eine Art Talisman in Buchform, der nur im Schrank liegt. Wollt ihr von dieser Mehrheit gerettet werden, dann folgt dieser Mehrheit nicht, sondern dem Befehl Unseres Herrn. Lest den Quran, der von Gott als guter Ratschlag und als Warnung herabgesandt wurde und lernt dessen Bestimmungen. Denn Gott teilte uns in den Versen folgendermaßen die Gründe für das Senden des Quran an die Menschen mit:
Dies ist eine Botschaft für die Menschen als Warnung für sie. Sie sollen hieraus erkennen, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Und alle Verständigen mögen dies bedenken. (Sure Ibrahim, 52)
Ein segensreiches Buch sandten Wir auf dich herab, damit sie seine Verse bedenken, und damit die Verständigen sich ermahnen lassen. (Sure Sad, 29)
Wie den obigen Versen zu entnehmen ist, teilte Gott mit, dass nur diejenigen einen Ratschlag erhalten können, deren Glauben dem Quran entspricht und die über einen reinen Verstand verfügen. Vergesst auch nicht, dass der Quran das Nachdenken und Ziehen von Schlußfolgerungen leicht macht. In den Versen befahl Er folgendermaßen:
Soll ich einen anderen Richter als Gott suchen, wo Er es doch ist, Der das deutliche Buch zu euch hinabgesandt hat? Und diejenigen, denen Wir das Buch gaben, wissen, dass es in Wahrheit von deinem Herrn hinabgesandt wurde. So sei keiner der Zweifler. (Sure al-An'am, 114)
Und so haben Wir ihn als deutliche Botschaft hinabgesandt. Und Gott leitet, wen Er will. (Sure al-Hadsch, 16)
Gleichzeitig gibt es eine weitere Tatsache, die keinesfalls vergessen werden darf: Ebenso wie der Quran für die Glaubenden ein Wegweiser für den rechten Weg ist, kann er die Leugner in die Irre führen. Ein Mensch, der nicht glaubt, dass er am Tag der Abrechnung vor Gott hintreten wird und der nicht begreift, dass der Quran das Rechte Buch ist, das Unser Herr für alle Menschen herabsandte, derjenige kann auch den verborgenen Sinn der Verse nicht verstehen. Sie benehmen sich wie taub und blind wenn sie den Versen begegnen. Der Quran berichtet folgendermaßen von der Situation, in der sich diese Menschen befinden:
Wenn du den Quran verliest, legen Wir zwischen dich und die, die nicht an das Jenseits glauben, einen unsichtbaren Vorhang. Und auf ihre Herzen legen Wir Decken, so dass sie ihn nicht verstehen, und machen ihre Ohren schwerhörig. Und wenn du deinen Herrn im Quran als den Einzigen erwähnst, wenden sie ihren Rücken voll Abneigung. (Sure al-Isra, 45-46)
Die Lage der Leugner resultiert zweifellos aus ihrer Unaufrichtigkeit und aus einem Leben nach ihren eigenen Leidenschaften und Wünschen; dies ließ sie die Befehle Gottes vergessen. Da die Leugner nur mangelhaft begreifen, führen sie die folgenden Beispiele an:
Und zu Wächtern des Feuers setzten Wir allein Engel ein. Und Wir machten ihre Anzahl lediglich zu einer Versuchung für die Ungläubigen, damit diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, gewiss würden und die Gläubigen damit an Glauben zunähmen; und damit diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, und die Gläubigen nicht zweifeln; und damit diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sowie die Ungläubigen sich fragen: "Was meint Gott denn mit diesem Gleichnis?" So lässt Gott irregehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Denn die Heerscharen deines Herrn kennt nur Er. Und dies ist nur eine Mahnung für die Menschen. (Sure al-Muddaththir, 31)
Die Glaubenden befinden sich jedoch in einem ganz anderen Seelenzustand. Wenn sie den von Gott herabgesandten Versen gelauscht haben, passen sie sich in bester Weise dem Wort an und erlangen so Rettung auf Erden und im Jenseits. Ihr beispielhaftes Verhalten bezüglich der Verse wird im Quran folgendermaßen mitgeteilt:
Gott hat die schönste Botschaft hinabgesandt: ein Buch, in Einklang mit sich selbst, voll Wiederholung. Vor ihm erschauert die Haut derer, die ihren Herrn fürchten. Dann aber erweichen Haut und Herz in (ihrem) Gedenken an Gott. Das ist Gottes Rechtleitung! Er leitet, wen Er will. Und wen Gott irreführt, der hat keinen Führer. (Sure az-Zumar, 23)
Auch wenn ihr euch vor Gott fürchtet und vor Ihm auf der Hut seid, sollt ihr nicht vergessen, dass euer Herz weich und ruhig werden muss, wenn ihr Seine Verse hört. Denn Gott teilte uns mit, dass diejenigen, die aufrichtig glauben, verstehen werden, dass der Quran das Rechte ist und diejenigen Leugner sind, die daran zweifeln. Gott befahl in den Versen folgendermaßen:
Und (so verläuft es,) damit diejenigen, denen das Wissen gegeben ist, erkennen, dass er die Wahrheit von deinem Herrn ist, so dass sie an Ihn glauben und ihre Herzen sich Ihm demütig beugen. Denn Gott leitet die Gläubigen gewiss auf den geraden Weg. Aber die Ungläubigen hören nicht auf, daran zu zweifeln, bis die Stunde plötzlich über sie kommt oder die Strafe eines unheilvollen Tages. (Sure al-Hadsch, 54-55)
Vergesst nicht, dass ihr am Tag der Abrechnung über den Quran gefragt werdet. Das Interesse an dieser Tatsache erweckte Gott mit folgendem Vers:
Halte daher an dem fest, was dir geoffenbart wurde. Du bist fürwahr auf dem rechten Weg. Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden. (Sure az-Zukhruf, 43-44)
Laßt euch keinesfalls davon beirren, dass sich die Mehrheit der Menschen vom Quran entfernt, und diesen eigentlich bereits verlassen hat. Denn vielen Menschen erscheint ein Leben bis ins Alter von 60 oder 70 Jahren als garantiert und sie meinen, das Lesen und Lernen des Quran sei passender im Alter. Sie glauben, dass ein Leben nach der Religion sie in jungen Jahren viele Dinge versäumen läßt. Doch mit dieser unaufrichtigen Logik bereiten sie sich selbst ein böses Ende.
Der Quran ist ein Buch, in dem erklärt wird, wie man Gott dient und gleichzeitig der einzige Wegweiser. Sie müssen ihr gesamtes Leben entsprechend den Bestimmungen des Quran und dem maßgeblichen Vorbild des Propheten (s.a.w.s) einrichten. Denn ein jeder, ob glaubend oder nicht, wird am Tag der Abrechnung über den Quran gefragt. Vergesst nicht, dass ihr nur dann hoffen könnt, vor der endlosen Qual Rettung zu finden und das Paradies zu erreichen, wenn sie aufrichtig dessen Bestimmungen Folge geleistet habt.
Vergesst NIcht, Dass Das Erlebte
Stets GöttlIche Vorsehung Ist
Siehe, alle Dinge erschufen Wir nach Maß und Plan. (Sure al-Qamar, 49)
Wie in dem oben genannten Vers mitgeteilt, ist alles Vorhandene an die von Gott festgelegte Vorsehung gebunden, Der über unendliche Intelligenz und Wissen verfügt. Gott, Der mit dem Wort “Sei!” alles mit einem Male entstehen lässt, hat nicht nur den Plan für die Menschen bestimmt, sondern auch den für alle Wesen. Diejenigen, die dieser unbedingten Tatsache vertrauen, überliefern sich mit vollem Herzen der Bestimmung, die Gott mit Seiner endlosen Weisheit beschlossen hat. Vergesst nicht, alles geschieht unter Seiner Kontrolle und alles unterwirft sich – willentlich oder auch nicht – Gott.
Doch die Bevölkerung hat zahlreiche falsche Ansichten über die Göttliche Vorsehung und aufgrund von mangelnder Bildung spricht ein jeder ohne nachzudenken. Dabei wird oft vernachlässigt, dass dies ein Verhalten ist, das Gott nicht gefällt und im Alltagsgespräch, in Liedern und Gedichten werden – bemerkt oder auch unbemerkt – Ausdrücke benutzt, die sich in ihrer Bedeutung gegen die Göttliche Vorsehung auflehnen. Zahlreiche falsche Ausdrucksweisen, wie “das Schicksal besiegen”, oder “die Vorsehung ändern”, die aus dieser falschen Logik resultieren, sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Menschen, die sich diese Denkweise zu eigen machen, nennen ihre Erwartungen und Einschätzungen “Vorsehung” und glauben, wenn diese nicht eintreffen, dass sich die Vorsehung nicht wie erwartet verhält, sondern sich geändert hat. Diese inkonsequente Logik resultiert daraus, dass sie nicht ganz begriffen haben, was der Ausdruck “Vorsehung” bedeutet.
Das Wort “Vorsehung” meint, dass Gott in einer zeitlosen Dimension über Wissen und Erschaffen aller Ereignisse in Gegenwart und Vergangenheit verfügt; Gott, Der die Begriffe von Zeit und Raum aus dem Nichts erschuf, Der diese völlig unter Seiner Kontrolle hat, und Der nicht an Raum und Zeit gebunden ist. Die Kette aller erlebten und noch zu erlebenden Ereignisse wurde für jeden Moment und ganz detailliert von Gott geplant und erschaffen.
Vergesst nicht, dass Gott die Zeit erschuf, dass aus diesem Grund Unser Herr nicht an die Zeit gebunden ist und dass deshalb die von Ihm erschaffenen Ereignisse zusammen mit den erschaffenen Wesen nicht beobachtet werden, und auch die daraus resultierenden Ergebnisse nicht beobachtet werden können.
Für Gott sind Anfang und Ende von allem ebenso klar wie deren Platz auf der Bahn der Ewigkeit. Alles ist bereits fertig. Aus diesem Grund haben die Menschen keine Macht und Möglichkeit die Vorsehung zu ändern. Denn die Vorsehung ist ganz im Gegenteil ein determiniertes und wirkungsvolles Element. Der Mensch, der mit allem ein Teil der Vorsehung ist, kann nicht unabhängig von der Vorsehung handeln. Auch kann er nicht die Vorsehung umgehen, um sie zu ändern. Dies würde einem Schauspieler ähneln, der förmlich aus der Videoaufnahme heraussteigt, sich materialisiert und beim Betrachten seines eigenen Schauspiels Änderungen und Zusätze vornimmt; ein solches Vorgehen ist aber unmöglich.
Aus diesem Grunde gibt es auch kein “Besiegen der Vorsehung” und auch kein “Ändern des Flusses des Vorsehung”. Solche Ausdrucksweisen sind völliger Trugschluß. Vergesst niemals, dass ein Mensch, der sagt “ich habe mein Schicksal geändert” eigentlich eine Satz ausspricht, der von der Vorsehung bereits festgelegt ist.
So kann ein Mensch tagelang im Koma liegen und seine Rückkehr ins Leben mag unmöglich erscheinen. Doch wenn der gleiche Mensch ganz unerwartet seine Gesundheit zurückerlangt, bedeutet dies nicht, dass er “sein Schicksal besiegte”, oder dass die Ärzte sein “Schicksal änderten”. Die Rettung zeigt nur, dass die Zeitspanne in der Vorsehung dieses Menschen noch nicht abgelaufen war. Dies ist jedoch nichts anderes als eine Teil der gleichen Vorsehung. Alles ist ebenso wie ein Erwachen aus dem Koma von Gott geschrieben und festgelegt:
… Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Gott ein leichtes. (Sure al-Fatir, 11)
Und niemand stirbt ohne Gottes Erlaubnis, zu einem im Buch festgesetzten Termine... (Sure Al Imran, 145)
Da wir jedoch an Ort und Zeit gebunden sind, ist es uns unmöglich, die Göttliche Vorsehung zu kennen, die von Gott erschaffen wurde, Der uns erschuf und Der unabhängig von allem ist. Wir müssen daran glauben, dass Gott von Zeit und Raum vollkommen frei ist.
Doch vergesst nicht, dass Gott alle Ereignisse im Interesse der Lebenden und zum Nutzen für das Jenseits des Gläubigen plante. In einer solchen Situation ist es einen Glaubenden unmöglich, sich bei Geschehnissen ohne Ergebung in die Vorsehung zu zeigen. So zählen zu den größten Ungerechtigkeiten, die ein Mensch sich selbst antun kann, zu vergessen und zu vernachlässigen, dass jede Situation auf einer Vorsehung beruht und mit dem Befehl Gottes erschaffen wurde. Denn der Mensch wird als Ergebnis dieses Vergessens von einem unbarmherzigen Unruhe erfasst. Außerdem ändert das Nicht-Akzeptieren dieser Tatsache überhaupt nichts an den Ereignissen. Ob der Mensch nun glaubt und sich ergibt oder auch nicht, alle Vorkommnisse geschehen innerhalb der Vorsehung, die Gott für jeden Menschen einzeln festgelegt hat. Diese Tatsache betonte Gott in dem folgenden Vers:
Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch selbst, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es geschehen lassen. Das ist Gott fürwahr ein leichtes. (Sure al-Hadid, 22)
Wie in diesem Vers zu erkennen ist, ist alles, was dem Menschen zustößt – ob er nun glaubt oder nicht – von Gott vorher festgelegt. Seit Anbeginn der Welt geschehen alle Tätigkeiten der Menschen, einschließlich ihrer Geburten und ihres Sterbens, mit der Erlaubnis Unseres Herrn und genau zu der von Gott festgelegten Zeit, also keinen Moment früher und keinen Moment später.
Er ist es, der euch aus Ton erschuf; dann bestimmte Er einen Termin. Und ein bestimmter Termin ist bei Ihm. Ihr aber zweifelt daran. (Sure al-An'am, 2)
Da sich jede Situation auf Erden und in der Seele der Menschen nur mit dem Wunsch Gottes ereignet, ist Vertrauen das Verhalten, das Gott von seinen Dienern wünscht und das geeignetste Verhalten für die Schöpfung des Menschen. In einem Vers wird folgendermaßen davon berichtet, was die Gläubigen sagten:
Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure at-Tauba, 51)
Wie Gott in dem Vers “Ein jeder wird den Tod erleiden. Und Wir stellen euch auf die Probe, mit Bösem und mit Gutem. Und zu Uns kehrt ihr zurück.” (Sure al-Anbiya, 35) mitteilte, prüft Er die Gläubigen in einer bestimmten Weise. Deshalb können den Gläubigen neben positiven Ereignissen auch manche negativ erscheinende Ereignisse begegnen. Doch vergesst nicht, für die Gläubigen resultiert daraus nur das günstigste Ergebnis, da alles mit dem Wunsch von Gott erschaffen wurde:
Aber vielleicht verabscheut ihr etwas, das gut für euch ist. Und vielleicht liebt ihr etwas, das schlecht für euch ist. Gott weiß, ihr aber wisst (es) nicht. (Sure al-Baqara, 216)
Diejenigen, die an Gott glauben und Seinen rechten Weg befolgen, erleben jederzeit die Ruhe und Behaglichkeit ihrer Bindung an die Vorsehung. Denn für eine Person, die sich gänzlich der Vorsehung hingibt, gibt es kein Ereignis, das gefürchtet werden muss oder das bestürzt. Gott läßt seine glaubenden Diener sowohl auf Erden wie im Jenseits das beste Leben leben und Er wird sie für die Zeitdauer schützen, während sie Seinen Wohlgefallen erreichen. Außerdem braucht Gott die positive Seite eines Ereignisses nicht unbedingt auf Erden zeigen. Auch ein Ereignis, das dem Gläubigen auf Erden böse erscheint, kann Anlaß dafür sein, diesen im Jenseits in die höchste Klasse zu bringen. Ein Gläubiger zum Beipiel, der unter einer schwer zu behandelnden Krankheit leidet, wird sich nicht auflehnen; ganz im Gegenteil wird er die Krankheit als eine Gelegenheit betrachten, die ihn Gott näherbringt. Denn am Ende darf nicht vergessen werden, dass Gott alle Ereignisse so plante, dass die aufrichtigen Diener geschützt und für das Jenseits gewonnen werden.
Seht, mein Beschützer ist Gott, Der das Buch hinabgesandt hat; und Er beschützt die Rechtschaffenen. (Sure al-A’raf, 196)
Diejenigen, die sich ohne zu vergessen so verhalten, dass jedes ihnen zustoßende Ereignis eine Weisheit enthält, die werden bei jedem ihrer Schritte den Schutz Gottes fühlen. Deshalb vergessen sie auch niemals – womit sie sich auch immer beschäftigen und wo sie sich auch immer befinden mögen – dass Gott sich sehr genau Seines Tuns bewußt ist.
Als Ergebnis wollen wir also nicht vergessen, dass Gott das Vorher und Nachher von allem sehr genau verzeichnet, dass niemand etwas außer dem von Gott vorgeschriebenen erreicht, dass Er alles, was wir tun – wo und bei welcher Tätigkeit wir uns auch gerade befinden – sehr genau weiß und wir an eine Vorsehung gebunden sind, die eine endlose Intelligenz plante.
Vergesst NIcht DIe ExIstenz des Teufels, der Euch MIt Aller Kraft
Vom Rechten Weg AbbrIngt
Habe Ich euch nicht befohlen, o ihr Kinder Adams: "Dient nicht dem Satan. - siehe, er ist euch ein offenkundiger Feind - Sündern dient Mir, das ist der rechte Weg!"? Und doch führte er eine große Schar von euch irre. Hattet ihr denn keine Einsicht? (Sure Ya Sin, 60-62)
Vergesst niemals, dass es einen Feind gibt, der kein anderes Ziel hat, als euch von Seiner Religion und vom Quran zu entfernen. Dieser vergisst euch keinen Moment, wartet im Hinterhalt und benutzt jede Gelegenheit seine Aufgabe zu erfüllen. Er erkennt euch dort, wo ihr ihn nicht seht und sucht Tausend Wege euch in die Falle zu locken. Eine seiner größten Eigenheiten ist die Gemeinheit. Ebenso wie sich seine Methoden, Taktiken und Spielchen von Mensch zu Mensch ändern, ebenso können den Umgebungsbedingungen entsprechend Unterschiede auftreten. Eben dieser Feind ist der Teufel, der aus der Umgebung Gottes vertrieben wurde.
Satan ist nicht, wie viele Menschen glauben, eine Phantasiegestalt. Ständig muss man den Tätigkeiten des Teufels Aufmerksamkeit schenken, der eine Tatsache der weltlichen Prüfung ist. Denn der Teufel hatte sich gegen Gott aufgelehnt und geschworen, Seine Diener vom rechten Weg abzubringen. Diese Auflehnung des Teufels wird im Quran folgendemaßen beschrieben:
Und wahrlich, Wir erschufen euch und formten euch dann. Dann sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder!" Und sie warfen sich nieder, außer Iblis. Er war nicht bei denen, die sich niederwarfen. Er sprach: "Was hinderte dich, dich niederzuwerfen, als Ich es dir befahl?" Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Ton." Er sprach: "Weg und hinab mit dir! Es geziemt dir nicht, hier hochmütig zu sein. Darum hinaus mit dir, siehe, du bist einer der Gedemütigten." Er sagte: "Gib mir eine Frist bis zum Tag der Auferstehung." Er sprach: "Fürwahr, die Frist ist dir gewährt." Er sagte: "Wie Du mich in die Irre gehen ließest, werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. Dann will ich von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken über sie kommen, und Du wirst die Mehrzahl von ihnen undankbar finden." Er sprach: "Weg von hier, verachtet und verstoßen! Wahrlich, wer von ihnen dir folgt, mit euch allesamt fülle ich die Hölle!" (Sure A’raf, 11-18)
Wie die obigen Verse deutlich zu verstehen geben, ist der Teufel der offene Feind des Menschen. Dieses Wesen, das der gesamten Menschheit feindlich gesinnt ist, bemüht sich, euch zu versuchen und in Besorgnis zu versetzen und euch so vom rechten Weg abzubringen. Doch gibt es hier einen wichtigen Punkt zu bemerken. Das Ziel Satans ist – wie in den obigen Versen dargestellt – euch und alle anderen Menschen auf seinen eigenen Weg einzuschwören. Der vertriebene Teufel wird erst dann Ruhe geben, wenn er euch in die Hölle gebracht hat. Deshalb müsst ihr ihm gegenüber stets gegenwärtig sein und dürft niemals auch nur einen Moment seinem Ruf folgen.
Doch noch etwas weiteres ist von großer Bedeutung: Der Teufel ist keine von Gott unabhängige Macht. Es ist Gott, der den Teufel schuf und ihn unter Kontrolle hält. Auch er ist ein von Gott erschaffenes Wesen und setzt seine Tätigkeit nur mit der Erlaubnis Gottes fort. Er wurde damit beauftragt, während der Prüfung auf Erden die Glaubenden von den Nichtglaubenden zu trennen. Der Teufel ist nur im Ermessens und mit der Erlaubnis Gottes tätig. Wenn die ihm zugebilligte Zeit abgelaufen ist, wird auch er zusammen mit den Menschen, die er vom rechten Weg abgebracht hat in die Hölle geworfen:
Er sprach: "So steht es in Wahrheit, und Ich spreche die Wahrheit: Wahrlich, Ich werde die Hölle füllen - mit dir und mit denen, die dir folgen, allesamt. (Sure Sad, 85)
Vergesst nicht, dass der Teufel über keinerlei Kraft gegenüber den Gläubigen verfügt. Wie in dem Vers mitgeteilt ist, hat der Teufel nur Macht über Menschen, die nicht aufrichtig glauben:
Er sprach: "Mein Herr! Du hast mich abirren lassen; so will ich ihnen jetzt auf Erden (das Böse) anziehend machen und sie allesamt verführen, Außer Deinen auserwählten Dienern unter ihnen." (Sure al-Hidschr, 39-40)
Der Teufel kann keinen einzigen Diener Gottes vom rechten Weg abbringen, den Er als Gläubigen erschaffen hat. Aber natürlich können Gläubige Fehler machen. Doch gebt niemals die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes auf. Habt ihr den Einfluß des Teufels bemerkt, dann sucht sofort Zuflucht bei Gott und bereut. Im Quran wird folgendermaßen erklärt, wer unter dem schlechten Einfluß des Teufels steht:
Siehe, er hat keine Macht über die, welche gläubig sind und auf ihren Herrn vertrauen; Denn seine Macht reicht nur über die, welche seinen Beistand suchen und Ihm Gefährten geben. (Sure an-Nahl, 99-100)
Vergesst nicht, auch der Teufel wünscht, dass ihr euch Gott gegenüber frech, ohne Achtung und Gehorsam und hochmütig benehmt. Er befiehlt euch schlechte Sitte anzunehmen, alle Arten von Verhaltensweisen zu zeigen, die nicht den Wohlgefallen Gottes finden und Ihm gegenüber alle möglichen Anschuldigungen vorzubringen; Er versucht zu verhindern, dass ihr Ihn Seiner Macht und Größe entsprechend würdigt. Gott lenkte im Quran das Interesse vor allem auf diese Eigenheit:
O ihr Menschen! Esst von dem, was auf Erden erlaubt und gut ist, und folgt nicht den Fußstapfen Satans; siehe, er ist euch ein offenkundiger Feind. Er empfiehlt euch nur Übles und Schändliches und dass ihr über Gott aussagt, was ihr nicht wisst. (Sure al-Baqara, 168-169)
Er bemüht sich, die Menschen ein ganzes Leben lang in der Sorge über die Zukunft leben zu lassen, die er erfolgreich dazu brachte, das Jenseits zu vergessen. Menschen, die so leben, haben aber keine Ahnung davon, dass dies alles unter der Kontrolle von Gott geschieht. Sie denken nicht daran, dass sie niemand daran hindern kann, sich von Gott etwas für sich selbst zu wünschen. Die Sorglosigkeit, in der sie sich befinden, veranlasst sie alle Arten von Vergehen gegen Gott zu begehen:
Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schändliches. Gott aber verheißt euch Seine Vergebung und Huld. Und Gott ist allumfassend und wissend. (Sure al-Baqara, 268)
Die wichtigste Taktik Satans ist dabei die hinterlistige Annäherung. Gott teilte im Quran folgendes über den Teufel mit “Vor dem Übel des sich ein- und ausschleichenden Einflüsterers, Der in die Herzen der Menschen einflüstert.“ (Sure an-Nas, 4-5) Wie es in dem Vers offen dargelegt ist, stellt der Teufel die begangenen schlechten Taten anziehend und voller Schmuck das, der sich den Menschen hinterlistig annähert und sie mit inhalts- und ziellosen Tätigkeiten beschäftigt:
Hätten sie sich nur gedemütigt, als Unsere Not zu ihnen kam! Jedoch, ihre Herzen wären verhärtet, und Satan hatte ihnen ihr Tun im besten Licht gezeigt. (Sure al-An’am, 43)
Am wichtigsten ist jedoch, dass sich die Menschen immer mehr von den Versen Gottes entfernen, ihre Herzen versteinern und die glauben, gute Taten zu vollbringen, obwohl sie vom rechten Weg abgekommen sind. Sie vergessen Unseren Herrn, schließen Freundschaft mit dem Teufel, laufen hinter ihm her und werden immer zügelloser. Gott ermahnte die Menschen deshalb folgendermaßen:
Und verlies ihnen die Geschichte dessen, dem Wir Unsere Botschaft gaben, der jedoch daran vorbeiging, so dass ihm der Satan folgte und er einer der Verführten war. (Sure A’raf, 175)
Vergesst nicht, dass der Satan für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Taktiken bereithält und versucht, auch euch an euerem wunden Punkt zu erwischen.
In der Geschichte der Menschheit näherte sich der Teufel einem jeden von einer anderen Seite. Er benutzt Methoden um einen Menschen, der sich bereits von der Religion entfernt hat, noch weiter zu entfernen und diesen völlig auf das weltliche Leben zu konzentrieren. Er macht den Tag vergessen an dem er vor Gott Rechnung ablegen wird und hält ihn so ein Leben lang von der Religion entfernt.
Gleichzeitig setzt er seine Aktivitäten gegen die Gläubigen fort. Er bemüht sich, die Gläubigen am aufrichtigen Beten zu hindern und versucht, jede Tätigkeit zu erschweren. Er arbeitet mit ganzer Kraft daran, eine Person in kleinen Schritten von der Religion abzubringen. Hochmut, Egoismus, Vergesslichkeit, Unaufmerksamkeit, Selbstgefälligkeit, Wut und Stolz, also alle die Eigenschaften, für die das Selbst empfänglich sein kann, werden den Gläubigen mit den verschiedensten Begründungen zum Praktizierung vorgelegt.
Der Teufel verführt den Menschen auch zu langfristigen Planungen und bemüht sich so, diesen zu beschäftigen; diese übermäßige Beschäftigung mit Alltäglichem und die verschiedensten Vorwände sorgen dafür, dass das Nachdenken des Menschen und auch sein tätiges Gedenken an Gott behindert wird.
Die Gläubigen jedoch, die sich an Gott überliefert haben, die Ihm morgens und abends gedenken, die wissen, dass alle Ereignisse auf der Erde unter der Kontrolle von Gott stehen und die sich Unserem Herrn aufrichtig zuwenden, sind stark gegenüber den Einwirkungen des Satans. Der Teufel jedoch weiß auch dies und ist darum bemüht den Menschen Gott vergessen zu machen. Dies wirkt bei all denen, die sich nicht vor Gott fürchten und die nicht vor Ihm auf der Hut sind:
Der Teufel ist in sie gefahren und hat sie das Denken an Gott vergessen lassen. Sie sind Satans Verbündete, und Satans Verbündete sind gewiss verloren. (Sure al-Mudschadala, 19)
Vergesst nicht, dass es immer der Teufel ist, der Haß und Feindschaft unter den Menschen sät und der sie streiten läßt. Seit dem Bestehen der Welt steckt “die Hetze des Satans” hinter allen Kriegen, Streitereien, normal erscheinenden Debatten und jeder Art von Feindschaft. Gott teilte in einem Vers folgendermaßen den Menschen die Aufwiegelung des Teufels mit:
Siehst du nicht, dass Wir die Satane gegen die Ungläubigen entsenden, um sie aufzureizen? (Sure Maryam, 83)
Natürlich sind die Leugner Menschen, die sich den Satan zum Freunde nehmen und sein System übernommen haben. So ist es nur natürlich, dass sie sich ihm anpassen und für einander Hass und Feindschaft empfinden. Doch Satan verfügt über eine weitere Eigenschaft: sie besteht darin, unter denjenigen Hass und Zwietracht zu säen, die an Gott glauben. Auf diese Weise glaubt er, die Menschen schwächen zu können und ihren Gehorsam gegen Gott zu behindern. Doch Gott warnte seine Diener vor dieser Gefahr und verwies auf Wege der Lösung. In einem Vers befiehlt Er folgendermaßen:
Und sage Meinen Dienern, sie sollen stets freundlich sprechen. Denn der Satan sucht unter ihnen Streit zu stiften. Fürwahr, der Satan ist ein offenkundiger Feind der Menschen. (Sure al-Isra, 53)
Vergesst nicht, dass sich der Teufel zu jeder Zeit bemüht, euch heimtückisch einzuflüstern. Der Satan ist nicht, wie oft angenommen wird, ein Wesen, das von Zeit zu Zeit auftitt. Sein heimtückischer Kampf geht während euerer gesamten Lebenszeit unvermindert weiter, unabhängig davon, wohin ihr geht und was ihr unternehmt.
Ein Mensch, der das Vorhandensein Satans vergisst mag glauben, dass dessen Einflüsterungen Gedanken sind, die ihm selbst durch den Kopf gehen. Er kann vielleicht nicht begreifen, dass die Stimme in seinem Inneren, die beständig aufbegehrt und Böses einflüstert, die Stimme des Teufels ist. Doch die aufrichtigen Diener Gottes können leicht feststellen, ob diese Stimme dem Teufel gehört oder dem eigenen Gewissen, denn sie verfügen über Verstand und Verständnis. Gott benachrichtigte sie folgendermaßen von den Einflüsterungen des Teufels und von den Wegen, sich davor zu schützen:
Die Gottesfürchtigen erinnern sich gewiss (an Gott), wenn sie eine üble Anregung Satans erreicht; und siehe, dann werden sie hellsichtig. Doch ihre (gottlosen) Brüder bestärken sie im Irrtum und lassen dann nicht davon ab. (Sure al-A’raf, 201-202)
Vergesst nicht, dass Satan euch auch das vergessen lassen will, was ihr niemals vergessen dürft. Eine der häufig angewendeten Methoden, die der Teufel benutzt um Einfluß auf die Menschen zu erlangen, ist die Methode des “Vergessen lassens”. Deshalb versucht der Teufel, den Menschen all die Themen vergessen zu lassen, bei denen der Mensch Gott gegenüber verpflichtet ist. Er hindert uns an der Ausführung guter Taten dadurch, dass er uns vergessen läßt, dass uns Gott von allen Seiten umschlossen und umgeben hat, dass wir an die Göttliche Vorsehung gebunden sind und dass wir sterben und vor Gott Rechnung ablegen werden. So möchte Satan zum Beispiel nicht, dass die Menschen Gott danken. Deshalb versucht er vergessen zu machen, dass alles um uns eine Gunst von Gott ist. Er versucht das Jenseits vergessen zu machen und die Menschen zu betrügen, indem er des weltliche Leben anziehend und voller Schmuck darstellt. Vor allem bei plötzlichen Geschehnissen bemüht er sich, den Sinn eines jeden Ereignisses, das Gottvertrauen und die Göttliche Vorsehung vergessen zu machen.
Gott lenkte im Quran mehrmals die Aufmerksamkeit darauf, dass Satan Einfluß auf den Verstand des Menschen nimmt und diesen veranlasst, manche Dinge zu vergessen:
Und wenn du jene siehst, welche über Unsere Botschaft spöttisch reden, dann kehre dich von ihnen ab, bis sie ein anderes Gespräch beginnen. Und falls Satan dich dies vergessen lässt, bleibe nicht bei dem Volk der Sünder sitzen, sobald du dich daran erinnerst. (Sure al-An'am, 68)
... nur der Satan ließ mich ihn vergessen, so dass ich auf ihn keine Acht gab! - und er fand seltsamerweise seinen Weg ins Meer." (Sure al-Kahf, 63)
... Aber Satan ließ ihn vergessen, ihn bei seinem Herrn zu erwähnen, so dass er noch einige Jahre im Gefängnis blieb. (Yusuf Sure, 42)
Trotz aller dieser Einflüsse dürfen sie nicht vergessen, dass Satan ein Wesen ist, das völlig unter der Kontrolle Gottes steht und keinerlei Wirkung auf die aufrichtigen Diener hat. Im Endergebnis wurde auch der Teufel von Gott geschaffen und ist ein Wesen das Ihm gehorchen muss ob er will oder nicht. Alle seine Unternehmungen kann er nur mit Seiner Erlaubnis ausführen. Wenn Gott nicht die Erlaubnis erteilt, dann reicht die Macht des Satans zu überhaupt nichts aus. Was der Teufel auch unternimmt, er kann nur die Leugner vom rechten Weg abbringen, denn der Glaube derjenigen, die an Gott glauben, steigt nur mit seinen Unternehmungen. Diese Tatsache wird im Quran deutlich dargestellt. Die Verse besagen folgendes:
(Er lässt dies zu) um des Satans Einschiebungen zu einer Versuchung für die zu machen, in deren Herzen Krankheit ist, und für die, deren Herzen verhärtet sind. Und wahrlich, die Sünder sind in tiefem Irrtum. Und (so verläuft es,) damit diejenigen, denen das Wissen gegeben ist, erkennen, dass er die Wahrheit von deinem Herrn ist, so dass sie an Ihn glauben und ihre Herzen sich Ihm demütig beugen. Denn Gott leitet die Gläubigen gewiss auf den geraden Weg. (Sure al-Hadsch, 53-54)
So fand Iblis seine Meinung von ihnen bestätigt; sie folgten ihm alle, mit Ausnahme eines Teils der Gläubigen. Doch er hatte keine Macht über sie. Wir wollten nur unterscheiden, wer an das Jenseits glaubt und wer darüber in Zweifel ist. Und Dein Herr wacht über alle Dinge. (Sure Saba’, 20-21)
Wie den Glaubenden befohlen ist “Und wenn dich Satan (zum Bösen) anstachelt, dann nimm deine Zuflucht zu Gott. Er ist fürwahr der Hörende, der Wissende.” (Sure Fussilat, 36) schenken sie Satan kein Gehör und flüchten sofort zu Gott. Denn sie wissen ganz genau, wenn sie sich vor der Zwietracht nicht zu Gott retten und Satan den Weg versperren, dann kann der Mensch allen teuflischen Einflüsterungen erliegen. Auf diese Weise schließt Satan Freundschaft mit denjenigen, die sich ihm anpassen und diese Menschen entfernen sich dann völlig vom Gedenken an Gott:
Wer von der Ermahnung des Erbarmers nichts wissen will, dem gesellen Wir einen Satan bei, der sein Begleiter sein wird. (Sure az-Zukhruf, 36)
Doch wie wir bereits anfangs mitteilten, brauchen sich diejenigen nicht vor der Wirkung des Teufels fürchten, die Gott mit festem Glauben verbunden sind. Sicherlich muss man seinem Einfluß gegenüber immer noch aufmerksam sein, doch Gott übermittelte uns die Freudenbotschaft eines Geheimnisses: Satan verfügt bei denjenigen über keinerlei zwingender Macht, die sich der Göttlichen Fügung anvertrauen:
"Über Meine Diener hast du gewiss keine Gewalt!" Und dein Herr genügt als Beschützer. (Sure al-Isra, 65)
Vergesst nicht, dass der Teufel einen äußerst unzuverlässigen Charakter hat und euch am Tag der Abrechnung ganz alleine läßt.
Im Quran ist deutlich gemacht, wie der Teufel diejenigen ihrem Schicksal überlies und betrog, die sich ihm unterwarfen:
Und wenn das Urteil gefällt ist, wird Satan sprechen: "Seht, Gott gab euch ein wahres Versprechen. Ich versprach euch auch (manches), aber hinterging euch. Doch Gewalt hatte ich über euch nicht, sondern rief euch nur, und ihr habt auf mich gehört. Tadelt mich deshalb nicht, sondern tadelt euch selber. Ich kann euch keine Hilfe bringen, und ihr könnt mir nicht helfen. Siehe, ich hatte stets geleugnet, Gott gleich zu sein, Dem ihr mich beigesellt hattet." Siehe, die, welche Unrecht begehen, tıiftt schmerzliche Strafe. (Sure Ibrahim, 22)
Am Tag der Abrechnung werden auch diejenigen verstehen welchem Irrtum sie aufgesessen sind, die dem wankelmütigem Charakter des Teufels Glauben schenkten. Sie werden große Reue darüber empfinden, dass sie Gott in ihrem irdischen Leben vergaßen und nicht dem Weg gefolgt sind, den Er zeigte. Doch dann ist es entgültig zu spät und Satan wird diese Menschen ganz sich selbst überlassen haben:
Denn an diesem Tage wird der Sünder sich in die Hände beißen und rufen: "O hätte ich doch nur den Weg mit dem Gesandten genommen! O weh, hätte ich mir doch keinen solchen zum Freund genommen! Wahrlich, er führte mich in die Irre, weg von der Ermahnung, nachdem sie an mich ergangen war!" In der Tat, der Satan ist des Menschen Verräter." (Sure al-Furqan, 27-29)
Vergesst niemals, dass der Platz diejenigen, die auf der Erde dem Teufel hinterherlaufen im Jenseits in der Hölle sein wird. Wenn diejenigen, die sich dem Teufel unterwarfen am Tag der Abrechnung vor Gott hintreten, werden sie ... “O wenn zwischen mir und dir doch nur der Abstand wie zwischen Osten und Westen wäre!" Was für ein schlimmer Begleiter!” (Sure az-Zukhruf, 38) rufen und einander laut verfluchen. An diesem Tag wird der Mensch endlich verstehen, dass der Teufel sein Feind ist. Doch wie wir eingangs darlegten, wird es dann zu spät sein und diese Einsicht wird niemanden vor den endlosen Qualen der Hölle retten. Mit Sicherheit werden er und seine Parteigänger einzeln Rechnung für ihre Taten ablegen müssen:
Bei deinem Herrn! Wir werden sie gewiss versammeln, und die Satane ebenfalls. Dann werden Wir sie auf ihren Knieen rund um die Hölle zusammenbringen. (Sure Maryam, 68)
Satan ist wirklich euer Feind. So betrachtet ihn auch als Feind. Er lädt ja seine Anhänger dazu ein, Gefährten der Feuersglut zu werden. (Sure al-Fatir, 6)
Vergesst nicht, dass auch ihr einen Feind habt, der euch alle Arten von Folter und Bedrängnis wünscht und der wünscht, dass ihr euer endloses Leben in der Hölle verbringt; vergesst nicht, dass ihr sogar in dem Moment beobachtet werdet, in dem ihr dieses Buch lest, und sogar dann, wenn ihr aufrichtig glaubt; ihr müsst bei Gott Zuflucht suchen, wenn ihr vor dessen Einfluß gerettet werden wollt.
Vergesst NIcht, Dass DIe Welt der Ort der Vorübergehenden Prüfung Ist
Dieses irdische Leben ist ja nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel: Die jenseitige Wohnung aber ist das (wahre) Leben! Wenn sie es doch nur wüssten! (Sure al-'Ankabut, 64)
Vergesst nicht, dass alles auf der Erde zu einem bestimmten Zweck erschaffen wurde. Es ist klar und deutlich, dass alles in euerer Umgebung einen Grund für seine Entstehung enthält. In gleicher Weise besteht für euch und alle Menschen ein Grund für euer Dasein auf Erden:
Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der Erhabene, der Verzeihende. (Sure al-Mulk, 2)
Wie dem obigen Vers zu entnehmen ist, schuf Gott die Menschen zum Leben und um sie zu prüfen; so siedelte er sie vorübergehend auf der Erde an. Das Leben setzt sich fort um die Leugner zu entlarven, die Menschen von dem Bösen zu bewahren und sie der Sitte des Paradieses zuzuführen. Das bedeutet also, dass die Erde ein Ort ist, an dem wir die Zufriedenheit Gottes gewinnen und ein Platz der Erziehung und Prüfung.
Gott machte deutlich, welche Grenzen die Menschen einzuhalten haben, welche Verhaltensweisen Ihn zufriedenstellen und was Ihn alles erfreut. Aufgrund seiner irdischen Verhaltensweisen wird der Mensch dementsprechend im ewigen Leben bestraft oder aber belohnt. So bringt uns also jede Sekunde unsers Lebens entweder dem Paradies oder der Hölle näher. Vergesst niemals, dass ihr auch in diesem Moment geprüft werdet, dass als Ergebnis dieser Prüfung euer unendliches Leben festgelegt wird und dass das Ende sehr nahe ist. Gott erinnerte Seine Diener in zahlreichen Versen an diese Tatsache und warnte sie folgendermaßen vor diesem Tag:
O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Gott! Und eine jede Seele habe auf das acht, was sie für morgen vorausschickt. Und fürchtet Gott! Gott weiß sehr wohl, was ihr tut. (Sure al-Haschr, 18)
Gott schützt die Menschen davor, sich dem flüchtigen und betrügerischen irdischen Schmuck zu verbinden. Denn weder Besitz noch Schönheit und Würde, also keinerlei irdisches Eigentum – solange es nicht zum Wohlgefallen Gottes verwendet wird – wird einem im Jenseits von Nutzen sein. Der Mensch wird in das Jenseits eingehen und alles, einschließlich seinen Körper, auf Erden zurücklassen. Der Körper in der Erde wird zerfallen, Eigentum und Wert mit der Zeit schwinden. Der Mensch selbst jedoch wird, ebenso wie alle anderen Menschen, ganz allein zur Befragung vor Unseren Herrn hintreten. Doch trotz dieser deutlich erkennbaren Tatsache taucht die großer Teil der Menschen in das Alltagsgeschehen ein und vergisst dabei Tod und Jenseits; sie glauben, dass das irdische Leben ihr gesamtes Leben darstellt. Im Quran wird die Psychologie dieser Menschen folgendermaßen aufgezeigt:
Sie aber sagen: "Es gibt nur unser irdisches Leben. Wir sterben und wir leben und nur der Zeitablauf macht uns zunichte." Sie haben davon aber kein Wissen; sie vermuten nur. (Sure al-Dschathiya, 24)
Doch es gibt eine wichtige Tatsache, die die Menschen stets vergessen; das irdische Leben ist sehr kurz. Stellen wir uns einen Menschen vor, der im Moment 30 Jahre alt ist. Fragen wir ihn, wie die 30 Jahre vergangen sind, wird er sagen “ich kann überhaupt nicht begreifen, wie schnell die Zeit verging”. Möchten wir, dass er von dem berichtet, was er in seinem Leben tat, dann wird er 30 Jahre höchstens auf ein paar Stunden zusammenfassen. Vor diesem Menschen liegen ebenfalls noch höchstens 30 Jahre und auch diese Zeit wird ebenso schnell vergehen, wie die Vergangenheit. Gott lenkte in zahlreichen Versen die Aufmerksamkeit auf die Kürze des irdischen Lebens und teilte mit, dass dies die Menschen im Jenseits offen eingestehen werden. Einige dieser Verse lauten folgendermaßen:
Und an dem Tage, an dem Er sie versammelt, wird es ihnen sein, als hätten sie nur eine Stunde des Tages verweilt und als kennten sich alle. Dann werden die verloren sein, welche die Begegnung mit Gott geleugnet hatten und nicht rechtgeleitet wären. (Sure Yunus, 45)
Und an dem Tage, an dem sich die (Letzte) Stunde einstellt, werden die Sünder schwören, dass sie nur eine Stunde (auf Erden) verweilten. So sind sie an (Selbst)täuschung gewöhnt. (Sure ar-Rum, 55)
Damit sich die Menschen nicht voll Begierde an die Welt binden, schuf Gott neben den irdischen Schönheiten auch zahlreiche Abscheulichkeiten und breitete die Endlichkeit der Welt wieder und wieder vor deren Augen aus. Dies ist eines der Themen, über das ausführlich nachzudenken ist. Stellt euch folgendes vor: die schönsten Dinge und alles, was euch wertvoll erscheint, schwindet in kurzer Zeit, alle die, die ihr liebt, sterben nach und nach, die ansehnlichsten Menschen euerer Umgebung werden alt und eine Krankheit nach der anderen beginnt. Die glücklichsten Momente eueres Lebens, die Augenblicke, auf deren Eintreffen ihr ungeduldig gewartet habt, und auch die Momente großer Sorge gehören alle der Vergangenheit an und sind Geschichte. Dies wird auch in Zukunft so ablaufen und ihr werdet stets für die Zeitdauer eines Augenaufschlags geprüft werden. Diese Prüfung wird ich fortsetzen bis euch der Tod findet… Dann jedoch werdet ihr, ebenso wie alle Menschen, die jemals existiert haben, die vollkommene Gegenleistung für alle euere Taten erhalten und das endlose Leben wird dementprechend beginnen.
Doch der Mensch möchte nicht, dass die Momente von Glücks und Schönheit vorübergehen. Dies aber ist unmöglich, wie sehr man sich auf dieser rasenden Welt auch darum bemüht. Wie also erhaltet ihr das Begehrte? Das Paradies ist der einzige Ort, an dem der Mensch endlich mehr als das Erwünschte erhalten wird.
Vergesst nicht, dass der Ort, an dem ihr euere Wünsche ausleben werdet nicht die Welt ist; wenn ihr nämlich wirklich endlose Gottesgaben erleben möchtet, dann denkt daran, nicht im irdischen Leben hinter diesen herzulaufen, sondern euch ganz im Gegenteil für das Jenseits vorzubereiten.
Die Leugner, die sich nicht um diese Tatsachen sorgen, haben den abgeirrten Glaubens, dass das Leben mit dem Tod endet und bemühen sich darum, alle ihre Ziele in die kurze Zeit des Erdenlebens zu pressen. Sie versuchen alle Annehmlichkeiten und Freuden auf Erden zu erreichen. Die Sorge, mit dem Tode von allem beraubt zu sein, führt dazu, dass sie so weit wie möglich aus dem irdischen Leben Nutzen ziehen wollen. Doch dieser Eifer ist umsonst, die Welt ist in höchstem Maße mangelhaft. Nur im Paradies gibt es das unendliche Fließen des Schöneren; doch diese Gaben sind nur für die aufrechten Gläubigen, die Gott dienen. Die Leugner aber sehen von den Gaben nur das iridische Maß. Gott teilte folgendermaßen mit, dass diese Menschen im Jenseits dem Feuer übergeben werden:
Eines Tages aber werden die Ungläubigen dein Feuer ausgesetzt werden: "Ihr habt euer Guthaben in euerem irdischen Leben aufgezehrt und genossen. Heute werdet ihr für eueren grundlosen Stolz auf Erden mit der Strafe der Schmach belohnt und auch dafür, dass ihr Frevler wart." (Sure al-Ahqaf, 20)
Wie zu erkennen ist, ist keine Tätigkeit auf Erden von so großer Bedeutung wie die Rettung vor der Hölle. Ein Schüler arbeitet mit ganzer Kraft für den Schulabschluß, ein anderer um Geld zu verdienen und reich zu werden, und wieder ein anderer für Amt und Würden. Doch darf nicht vergessen werden, dass der Mensch den Tag des Schulabschlusses vielleicht nicht erlebt, oder stirbt bevor er das Geld ausgeben kann. Doch es gibt eine absolute Wahrheit, nämlich die, dass der Mensch am Tage der Religion vor Gott Rechnung ablegt.
Doch diejenigen, welche nicht erwarten, Uns zu begegnen, und die mit dem irdischen Leben zufrieden sind und sich darin aufgehoben fühlen und Unsere Botschaft nicht beachten - Ihre Herberge ist das Feuer, wegen dessen, was sie getan haben. (Sure Yunus, 7-8)
Gott setzt den Menschen Ereignissen wie Krankheit, Unfall und Altern aus, damit sie einen Grund zur häufigen Reue haben, Ratschläge annehmen und nachdenken; So zeigt Er für die Nachdenkenden, dass die Erde mit Mängeln behaftet erschaffen wurde und kein Ort ist, an den man sich bindet:
Sehen sie denn nicht, dass sie jedes Jahr einmal oder zweimal auf die Probe gestellt werden? Dennoch bereuen sie nicht und lassen sich nicht ermahnen. (Sure at-Tauba, 126)
Wie in der Sure “… Ihr wollt die Güter dieser Welt, Gott aber will (für euch) das Jenseits…” (Sure al-Anfal, 67) mitgeteilt ist, erinnert Gott seine Diener daran, dass die Welt voller Mängel ist, um diese im Jenseits zu den schönsten Würden zu führen.
Vernachlässigt diese Ermahnungen nicht und vergesst auch nicht, dass es die unendliche Glückseligkeit erfordert, Gott zufrieden zu stellen. In einem Vers teilte Gott folgendermaßen mit, dass diejenigen das immerwährende Leben verlieren, die sich an das kurze irdische Leben binden:
Wer für das Jenseits säen will, dem wollen Wir seine Ernte mehren. Und wer für die Ernte der Welt säen will, dem geben Wir von ihr, doch am Jenseits soll er keinen Anteil haben. (Sure asch-Schura, 20)
Und hefte deine Blicke nicht auf das, was Wir einigen von ihnen gewährten- den Glanz des irdischen Lebens - um sie damit zu prüfen; denn deines Herrn Versorgung ist besser und bleibender. (Sure Taha, 131)
Gleichzeitig vergesst jedoch nicht, dass Gott die aufrichtigen Glaubenden, die von Ihm das Jenseits erbitten, auch auf Erden das schönste Leben leben läßt. Die Gläubigen erlangen sowohl auf Erden wie auch im Jenseits die Schönsten der Gaben:
Ihnen gilt die frohe Botschaft im irdischen Leben und im Jenseits. Gottes Verheißungen sind unabänderlich. Das ist die große Glückseligkeit! (Sure Yunus, 64)
Vergesst NIcht, Dass Ihr Jeden AugenblIck Sterben Könnt
Sprich: "Der Tod vor dem ihr flieht wird euch bestimmt einholen. Dann müsst ihr zu Dem zurück Der das Verborgene und das Offenbare kennt Und Er wird euch vorhalten, was ihr getan habt." (Sure al-Dschumu'a, 8)
Seht euch in eurer Umgebung um, und ihr werdet erkennen, dass alle Menschen, euere Freunde und Verwandten, also jeder auf der Erde lebende Mensch ebenso sterben wird, wie der Mensch, der vor Milliarden von Jahren gelebt hat. Gott teilte diese Tatsache in dem Vers “Ein jeder wird den Tod erleiden.” (Enbiya Sure, 35) mit. Das Vergessen dieser Tatsache ist eine der größten Sorglosigkeiten, denen der Mensch verfallen kann. Niemals wird der Mensch über die Macht verfügen den Tod in die Ferne zu rücken und er wird zu unbekannter Zeit, an einem ihm unbekannten Ort aus irgendeinem Grund sterben.
Vergesst nicht, weder Jugend noch Alter, Schönheit oder Häßlichkeit, Reichtum oder Armut, weder Berühmtheit oder Würde konnten den Menschen bis heute vor dem Tod schützen.
Obwohl die Menschen dies sehr genau wissen, bemühen sie sich, möglichst wenig an den Tod zu denken, diesen zu vergessen und die gesamte Tatsache zu vernachlässigen. Doch dies ist nichts anderes als Selbstbetrug. Ob der Mensch nun daran denkt oder nicht, wir werden diese unabwendbaren Ereignisse immer erleben:
Und mit dem Todeskampf kommt die Wahrheit: "Das ist es, dem du stets entrinnen wolltest!" (Sure Qaf, 19)
Beim Lesen dieser Zeilen könnt ihr vielleicht denken, dass der Tod nahe ist. Doch denkt einmal genauer über dieses unabwendbar stattfindende Ereignis nach; vielleicht wird euch der Tod antreffen noch bevor ihr das Buch in euerer Hand zu Ende gelesen habt. In diesem Fall vergesst niemals, dass der Tod euch näher ist als alle anderen Menschen.
Doch dem Tod muss nicht unbedingt eine Kette von Ereignissen vorausgehen. Gott schickt den Todesengel dem Menschen, dessen Todeszeit gekommen ist, und nimmt in diesem Augenblick dessen Seele. Dies kann geschehen noch bevor ihr von dem Stuhl aufsteht, auf dem ihr gerade sitzt. Ihr könnt auch dem Todesengel in dem Raum begegnen, in dem ihr euch gerade aufhaltet. Doch daran können auch euere Freunde oder die Familie, mit der ihr die Zeit verbringt, nichts ändern, sie können euch nicht vor dem Tod schützen. Vergesst nicht, dass Gott das Leben eines jeden Menschen, dem Er den Todesengel schickt, beenden kann, und diesen so zu Sich zurückholt.
Vielleicht besteht keine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ihr gleich nach dem Lesen dieser Zeilen sterben werdet und der Gedanke an noch unbeendete Tätigkeiten gibt euch das Gefühl, dass der Tod für euch früh und unzeitgemäß ist. Doch es ist Gott, Der die Todeszeit festlegt, und der Mensch, dessen Todesstunde gekommen ist, begegnet diesem Ende, das in der Göttlichen Vorsehung festgelegt ist, zu der günstigsten Stunde und ohne auch nur eine Sekunde Verzögerung:
Aber Gott gewährt einer Seele niemals Aufschub, wenn ihr Termin gekommen ist. Und Gott ist mit dem, was ihr tut, wohlvertraut. (Sure al-Munafiqun, 11)
Habt ihr nie darüber nachgedacht, wie sich euer
Körper nach euerem Tod verändern wird?
Ohne Rücksichtnahme auf euere Schonheit oder eueren Reichtum wird euer steifer Körper in einem Raum eueres Hauses oder dem Leichenschauhaus aufbewahrt, dann in ein Leichentuch gewickelt und in einem engen Sarg im Leichenwagen zum Grab gebracht. Danach wird euer Körper auf den Grund einer Grube gelassen, die für euch geöffnet wurde und gut mit Erde zugedeckt. Euer Körper, der ein Haufen Knochen und Fleisch ist, wird nach kurzer Zeit zu verfaulen beginnen und riechen und zum Schluß wird nur ein Skelett als Knochenhaufen zurückbleiben. Vergesst nicht, dieser Tag wird sich ereignen und früher oder später wird euer Körper alleine unter der Erde zu liegen kommen.
Der Zustand des menschlichen Körpers nach dem Tod ist wahrlich ein abschreckendes Beipiel. Die Vorstellung von einem solchen Anblick – und sei es nur für ein paar Sekunden – ist für einen Menschen nahezu unerträglich. Habt ihr noch nie darüber nachgedacht, weshalb der menschliche Körper, der zu Lebzeiten stets ordentlich aussieht, nach dem Tod in einen solchen Zustand gerät? Dies ist ein nachdenkenswertes Thema. Denn die Tatsache, dass euer eigener Körper und auch derjenige der Menschen, die euch stets wertvoll waren, eines Tages verfault und riecht, wird euch sicherlich für einige Zeit daran hindern an die Welt zu binden und das Jenseits zu vergessen.
Doch trotz aller dieser Tatsachen berechnen die meisten Menschen in allen Einzelheiten ihren Gewinn an jedem irdischen Ereignis und vergessen dabei ganz, der Rechnung den Tod hinzuzufügen, die wichtigste Realität für sie selbst. Doch dies ist ein großer Irrtum. Bereitet man sich nämlich aufgrund dieses Irrtums nicht auf die Zeit nach dem Tode vor, dann ist dies Anlaß für endlose Qualen. Was der Mensch aber eigentlich zu tun hat, ist, niemals seine Sterblichkeit zu vergessen, und auf Erden Tätigkeiten zu unternehmen, die Gott wohlgefallen. Unser Herr, Der von endloser Gerechtigkeit und Liebe ist, teilte jedem eine Zeit zu, in der er Ratschläge erhalten kann. Diese Zeitspanne ist jedoch auf das irdische Leben begrenzt. Das bedeutet also, dass das aufrichtige Wiedergutmachen von Fehlern nur auf der Erde möglich ist. Mit dem Tode verschwindet die Möglichkeit der Wiedergutmachung und die endlose Reue beginnt:
Und darin werden sie schreien: "O unser Herr! Nimm uns heraus! Wir wollen rechtschaffen handeln, nicht wie wir zuvor gehandelt hatten." Gewährten Wir euch denn kein langes Leben, so dass jeder, der sich ermahnen lassen wollte, sich hätte besinnen können? Und der Warner kam (doch auch) zu euch. So kostet (die Strafe); denn die Missetäter haben keinen Helfer. (Sure al-Fatir, 37)
Vergesst nicht, dass es sich bei dem Tod niemals um ein Verschwinden handelt; mit dem Tod endet nicht alles, wie oft angenommen wird. Ignoranz besteht nicht, wie viele Menschen denken, aus einem süßen und enlosen Schlaf. Mit dem Tod beginnt das eigentlich und unendliche Leben einer Person, also ein Leben, das entsprechend dem irdischen Leben geformt und unmöglich geändert werden kann. Der Tod ist für diejenigen Glück und Rettung, die ihr Leben entsprechen dem Wohlgefallen Gottes gestalteten. Für diejenigen jedoch, die sich von Gott abwandten ist es der Beginn der absoluten Zerstörung und der Katastrophe.
Auf der Erde läßt Gott die Menschen viele Ereignisse erleben, die diesen über den Tod und das Jenseits nachdenken lassen. Für Menschen, die Ratschläge annehmen können, sind diese Erinnerungen ein Grund dafür, über ihr Leben und die Ereignisse in der Umgebung ernsthaft nachzudenken und unter verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten. Gleichzeitig ist es aber ein großer Verlust, diese Warnungen Gottes zu übersehen. Auch darf nicht vergessen werden, dass diejenigen, die vor einem starben - genauso wie alle Menschen - in einem unerwarteten Moment dem Tode begegneten, als sie vielleicht gerade aßen oder überlegten, wohin sie am nächsten Tag gehen sollten.
Wenn dem so ist, dann vergesst nicht, dass ihr euch mit aller Kraft um das Jenseits bemühen müsst, bevor ihr den Moment des Todes erlebt.
Gott teilt uns im Quran folgendermaßen mit, dass der Tod nicht hinausgezögert werden kann und berichtet von der Reue eines Menschen, dessen Todesstunde gekommen ist:
Und spendet von dem, was Wir euch gaben, bevor zu einem von euch der Tod kommt und er ruft: "O mein Herr! Wenn Du mir nur für eine kleine Weile Aufschub gewähren wolltest, so würde ich Almosen geben und so zu einem der Rechtschaffenen werden!" Aber Gott gewährt einer Seele niemals Aufschub, wenn ihr Termin gekommen ist. Und Gott ist mit dem, was ihr tut, wohlvertraut. (Sure al-Munafiqun, 10-11)
Vergesst NIcht, Dass Der Jüngste
Tag Und der Tag Der Abrechnung
StattfInden WIrd
Und weil die Stunde zweifellos kommt, und weil Gott alle in den Gräbern auferweckt. (Sure al-Hadsch, 7)
Haltet einen Augenblick inne und blickt auf euere Armbanduhr; jede vergangene Sekunde bringt euch jenem Tag näher, an dem ihr vor Gott hintreten und Rechnung ablegen werdet. Dabei wisst ihr nicht, wieviel Zeit euch noch auf Erden bleibt. Doch die für euch festgelegte Zeit wird sehr wohl kommen und mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Engel euere Seele genau dann holen, wenn ihr es nicht erwartet; dann werdet ihr euch dem Jüngsten Tag gegenübersehen. Von einem Moment auf den anderen werden alle euere Tätigkeiten auf Erden bedeutungslos und ihr erkennt, dass nur Frömmigkeit und der Wohlgefallen Gottes von Bedeutung sind.
Wenn dem nun so ist, dann vergesst nicht – solange ihr noch Gelegenheit dazu habt – euch darauf vorzubereiten, dass alle irdischen Güter bedeutungslos werden, und dass alle Menschen, die bis heute geschaffen wurden, von ihren angestammten Orten weggenommen und eingesammelt wurden um vor Gott Rechnung abzulegen.
An jenem Tag werden die Taten eines jeden, der gelebt hatte dargelegt, ohne dass etwas ausgelassen wird; diejenigen, die Gutes taten, werden die vollkommene Gegenleistung erhalten, diejenigen jedoch, die Schlechtes begingen, werden sich weit weg von ihren bösen Taten wünschen. Die Menschen werden einzeln und alleine vor Gott hintreten und ohne die geringste Ungerechtigkeit ihr Urteil erfahren.
Es ist eine große Sorglosigkeit, wenn diejenigen, die für ihre eigenen Interessen leben, die Erinnerung an den rasch näherkommenden Tag der Rechenschaft weit von sich schieben. Im Quran wird diese Tatsache folgendermaßen mitgeteilt:
Die Zeit ihrer Abrechnung nähert sich den Menschen, aber in ihrer Achtlosigkeit wenden sie sich davon ab. Keine Ermahnung ihres Herrn erreicht sie je, ohne dass sie sie nur voll Spott anhören. (Sure al-Anbiya, 1-2)
Vergesst ja nicht, dass jener große Tag der Rechenschaft näher kommt und ihr vor Gott vernommen werdet.
An jenem Tag werden – ohne etwas auszulassen – alle einzelnen Taten des Menschen vorgelegt. Dank seines endlosen Erinnerungsvermögen wird Gott den Menschen mit jeder Verhaltensweise und jedem Gedanken konfrontieren, auch den, den der Mensch bereits vergessen hat. Der Quran teilt schließlich auch mit, dass alle Taten des Menschen schriftlich aufbewahrt werden:
Und alles, was sie tun, ist in Büchern festgehalten. Und alles, ob klein oder groß, ist aufgezeichnet. (Sure al-Qamar, 52-53)
Die Menschen sind vergesslich, doch Gott vergisst nie und irrt niemals; aus diesem Grund können diejenigen nicht entkommen, die auf der Welt Böses verursachten. Ein Mensch mag sich nicht daran erinnern, dass er vor 10 Jahren ein Wort aussprach, das Gott nicht gefiel, oder ihm ein aufrührerischer Gedanke durch den Kopf ging. Doch am Tag der Abrechnung wird ihn Gott diesem Wort und diesem Gedanken gegenüberstellen:
Sprich: "Ob ihr verbergt, was in eueren Brüsten ist oder es kundtut, Gott weiß es. Er weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Gott hat Macht über alle Dinge." An dem Tage, an dem jede Seele vorfinden wird, was sie an Gutem und was sie an Bösem getan hat, wird sie wünschen, dass zwischen ihr und ihm eine große (zeitliche) Entfernung wäre. Und Gott warnt euch vor Sich Selber. Doch Gott ist überaus gütig gegen Seine Diener. (Sure Al Imran, 29-30)
An dem Tage, an welchem Gott alle auferweckt und ihnen vorhält, was sie getan haben. Gott hat darüber Rechnung geführt, wenn sie es auch vergaßen; denn Gott ist Zeuge aller Dinge. (Sure al-Mudschadala, 6)
Vergesst nicht, dass Gott, der Zeuge von allem ist, Der niemals vergisst und Der sich niemals irrt, an jenem Tag alle unsere Taten aufzeigt.
Sicherlich empfindet der Mensch ein Entbehren-müssen und eine nicht wieder gut zu machende Reue bei all den Verhaltensweisen, die er sein Leben lang an den Tag legte und dabei vergaß, dass er vor Gott Rechnung ablegen wird. Ohne Zweifel wiegt kein Vergessen so schwer und ist so gefährlich. Vergesst auch ihr niemals diese Tatsache, die das endlose Leben des Menschen so sehr gefährdet. Denn dies ist der größte Fehler, der dem Menschen gegenüber Unserem Herrn unterläuft. In einem Vers befahl Gott folgendermaßen:
... Denjenigen aber, welche von Gottes Weg abirren, wird strenge Strafe zuteil, weil sie den Tag der Abrechnung vergaßen. (Sure Sad, 26)
Damit die Menschen auf der Hut sind befinden sich im Quran zahlreiche datailierte Beschreibungen zur Erinnerung an jenen schweren Tag des Jüngsten Gerichtes. Der Tag des Jüngsten Gerichtes ist der Tag, an dem jegliche materielle Existenz vergeht und vernichtet wird. Gott teilte mit “Dieser Tag wird ein schwerer Tag sein, Kein leichter für die Ungläubigen!” (Sure al-Muddaththir, 9-10)
Der Jüngste Tag beginnt mit dem Moment des ersten Einblasens des Bewußtseins. Die Menschen, die gleich beim ersten Erdbeben auf der Straße übernachten, werden sich einer Erschütterung gegenüber sehen, die auch unbewegte Berge in Stücke zerfallen läßt. Jenen Tag beschreibt Gott im 6. Vers der Qamar Sure folgendermaßen: “... An dem Tage, an dem der Rufer zu etwas Unvorstellbarem ruft”
An diesem Tag wird ein nie gesehener und nie gehörter Schrecken herrschen, der alles und alle umfasst. Die Meere werden nicht benutzbar sein (Sure at-Takwir, 6), der Himmel wird wie geschmolzenes Metall (Mearic Sure, 8), die Sterne werden bedeckt und das Licht verloschen sein (Mürselat Sure, 8), der Mond wird sich verdunkeln (Sure al-Qiyama, 8-9), der Himmel sich auftun und Tore sich öffnen (Sure an-Naba’, 19), Berge werden ausgerissen und hingeworfen, (Sure al-Mursalat, 10) und wie zerpflückte farbige Wolle sein (Sure al- Qari’a, 5) und die gesamte Erde wird ohne irgendeine Erhebung bleiben (Sure Taha, 107).
Wird dem Bewußtsein ein zweites Mal eingeblasen, beginnen die Menschen mit der Auferstehung und werden zusammengebracht um Rechnung abzulegen. Die Verse berichten folgendes:
Und da wird in die Posaune gestoßen, und schon werden alle in den Himmeln und auf Erden ohnmächtig, außer denen, welche Gott davon ausnimmt. Dann wird noch einmal hineingestoßen, und siehe, sie erheben sich und erkennen. Und die Erde wird im Lichte ihres Herrn leuchten. Dann wird das Buch vorgelegt. Dann werden die Propheten und die Zeugen gebracht und wird zwischen ihnen in Wahrheit entschieden. Und es wird ihnen kein Unrecht geschehen. (Sure az-Zumar, 68-69)
Die Leugner werden an jenem Tag mit vor Schreck und Schande gesenkten Augen aus ihren Gräbern hervorkommen wie die auseinanderstrebenden Heuschrecken, und ihre Hälse dem Rufer entgegenstrecken. ... "Dies ist ein schlimmer Tag!" (Sure al-Qamar, 8) werden sie rufen. Und diejenigen, die glauben, dass Gott sie nicht herbestellt hat um Rechnung abzulegen ,werden keinen Ort finden, an dem sie sich verstecken können. Denn auch sie befinden sich zum Schluß vor Unserem Herrn, dem einzigen Ort, den sie erreichen werden.
Auch diejenigen, die glauben, in einem Schlaf zu liegen, der so tief ist, dass er bis in die Endlosigkeit des Todes reicht und von dem sie nicht glauben aufzuerstehen, werden einsehen, dass der Jüngste Tag gekommen ist und erkennen, dass die an sie ergangene Warnung der Tatsache entspricht:
Sprechen werden sie: "Werden wir wirklich in unseren früheren Zustand zurückgebracht? Selbst wenn wir verweste Gebeine waren?" (Sure an-Nazi’at, 10-11)
Sie werden rufen: 'Wehe uns! Wer hat uns aus unserem Schlaf geweckt? Das ist es, was der Erbarmer vorausgesagt hatte, und die Gesandten hatten doch die Wahrheit gesprochen!" (Sure Ya Sin, 52)
Am Versammlungsort der am Jüngsten Tag Auferstandenen werden schließlich die Gläubigen von den Leugner getrennt. In den Versen wird folgendermaßen davon berichtet, dass sich die innere Freude auf den leuchtenden Gesichtern der Gläubigen wiederspiegelt, die Gesichter der Leugner jedoch von Dunkelheit überzogen sind:
Manche Gesichter werden an diesem Tage leuchten. Und zu ihrem Herrn aufschauen. Andere Gesichter werden an diesem Tage finster blicken, Ahnend, dass ihnen ein Unglück zustößt. (Sure al-Qiyama, 22-25)
Diejenigen, die bereits während ihres irdischen Lebens verstanden, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden und die für das irdische Leben das jenseitige Leben erkauften, erhalten ihr Buch in die rechte Hand. Verhielten sie sich stets zum Wohlgefallen Gottes, dann sind sie so entspannt, dass sie an jenem Tag zu den Umstehenden sagen “nehmt mein Buch und lest”; im Gegenzug werden sie in ein wohlgefälliges Leben, das heißt ins Paradies eingehen.
Diejenigen aber, die ihr Buch in die linke Hand bekommen, empfinden eine unbeschreibliche Reue und Schuld, weil sie lebten und dabei den Tag der Abrechnung vergaßen. Derjenige, dessen Buch ihm in die Linke gegebene wird, wird sagen: ... "O dass mir doch mein Buch nicht gegeben worden wäre Und ich nie gewusst hätte, wie es um meine Rechnungslegung steht!” (Sure al-Haqqa, 25-26) Wie in den Versen ausgedrückt ist, erwartet diesen eine “beklemmende Zeit”; die Gesichter sind “in Schande gesenkt”, sie selbst “von Staub bedeckt” und “von einer Dunkelheit umgeben und umfasst”. Gott wird solche Menschen “auf ihren Gesichtern, blind, stumm und taub” auferwecken.
In der Taha Sure wird berichtet, was diejenigen sagen werden, die ihre Gesichter von dem Gedenken an Gott abwandten, und die am Jüngsten Tag als Blinde auferweckt wurden:
Fragen wird er: "O mein Herr! Warum hast du mich blind auferweckt, wo ich vorher doch sehen konnte?" Er wird sprechen: "So sei es! Zu dir kam Unsere Botschaft, doch du hast sie missachtet. So wirst du heute missachtet!" (Sure Ta Ha, 125-126)
Wenn ihr also am Tage der Abrechnung nicht in die gleiche Situation kommen wollt, dann vergesst nicht, dass ihr euer Leben lang Gott zufriedenstellen müsst.
Ihr sollt wissen, dass dieser Tag ein Tag sein wird, an dem alle, bis auf diejenigen, die von Gott ausgenommen sind, also alle an Himmel und auf Erden vor Angst vergehen werden; die Sünder werden einander beschuldigen und die Ungläubigen unglücklich sein. Nur diejenigen werden sich an diesem Tag vor der Angst in Sicherheit fühlen, die während ihres gesamten irdischen Lebens den Befehlen Gottes gerne gehorchten. Wie sorglos und unvorbereitet der Mensch in seinem irdischen Leben gegenüber der Existenz des Jüngsten Gerichtes auch war, so groß wird die Angst sein, die ihn dann ergreift. In den Versen erinnert Gott die Menschen folgendermaßen an die Angst an jenem Tag:
O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn! Denn das Beben der Stunde ist etwas Gewaltiges. An dem Tage, an dem ihr es sehen werdet, wird jede Stillende ihren Säugling vergessen und jede Schwangere eine Frühgeburt haben. Und du wirst die Menschen wie betrunken sehen, obwohl sie nicht betrunken sind. Aber Gottes Strafe ist (nun einmal) streng. (Sure al-Hadsch, 1-2)
Vergesst nicht, an einem solchen Tag wird der Freund nicht nach seinem Freund fragen, niemand wird sich freundschaftlich verhalten und helfen. Die Menschen werden liebend gern ihre Nächsten als Lösegeld geben um vor den Qualen gerettet zu werden; doch dies wird nicht als Gegenleistung akzeptiert:
Obgleich sie sich sehen. An diesem Tage möchte sich der Sünder gerne von der Strafe loskaufen mit seinen Kindern, Seiner Ehefrau und seinem Bruder Und seiner Verwandtschaft, die ihn aufgenommen hatte, Und mit jedem auf Erden, wenn es nur seiner Rettung diente. Aber nein! Es ist eine Flamme. (Sure al-Ma'aridsch, 11-15)
Es gibt also kein Mittel, mit dem die Menschen ihr Schicksal abwenden, und keinen Platz, an den sie sich flüchten könnten. An jenem Tag wird der Mensch nachdenken und sich der Warnungen erinnern, die an ihn ergangen sind, aber das Erinnern wird keinerlei mehr Nutzen haben:
Er hatte sicherlich unter seinen Leuten fröhlich gelebt. Wahrlich, er dachte nie daran, dass er (zu Gott) zurückkehren muss. Aber nein! Sein Herr durchschaute ihn. (Sure al-lnschiqaq, 13-15)
Am Tag des Jüngsten Gerichtes werden empfindliche Waagen aufgestellt und keine menschliche Seele wird ungerecht behandelt. Wenn es auch nur etwas Gutes von der Größe eines Senfkornes gibt, wird es zur Waage gebracht. (Sure al-Anbiya, 47) Derjenige befindet sich in einem wohlgefälligen Leben, dessen Waageschale schwerer wiegt,. Wessen Waageschale jedoch leichter ist, dessen Ort wird die Hölle sein. (Sure al-Qari’a, 6-11) Die Verse lenkten folgendermaßen das Interesse auf diese Tatsache:
An diesem Tage werden die Menschen einzeln hervorkommen, um ihre Werke zu sehen. Und wer Gutes (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen. Und wer Böses (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen. (Sure az-Zalzala, 6-8)
Vergesst nicht, dass jener Tag ein Tag sein wird, an dem weltlichen Ämter, Titel, Güter und Kinder keinerlei Bedeutung mehr besitzen werden. An diesem Tag werden die Menschen lediglich entsprechend ihren guten und schlechten Taten getrennt. Alle Menschen werden gefragt, ob sie Gott dienten, Der sie erschuf. An dem Tag, an dem nichts verschwiegen bleiben wird, verfügt niemand mehr über die Kraft, einen Fehler ungeschehen zu machen:
An dem Tage, an dem die Geheimnisse geprüft werden. Da wird er ohne Kraft und ohne Helfer sein. (Sure at-Tariq, 9-10)
Alle Sünden, aller Schmutz und Bosheit, alles was ihnen durch Kopf und durch die Herzen ging wird einzeln und vor allen aufgezeigt. Diejenigen, die das größte Vergehen mit dem Verleugnen Gottes, Der sie erschaffen und am Leben gehalten hat, auf sich geladen haben, werden am Tag der Abrechnung erniedrigt und in bemitleidenswerter Weise ihr Urteil erwarten:
Wehe an diesem Tag den Leugnern! Dies ist der Tag, an dem sie kein Wort herausbekommen, Da ihnen nicht erlaubt wird, sich zu entschuldigen. Wehe an diesem Tag den Leugnern! Das ist der Tag der Entscheidung, an dem Wir euch und die Früheren versammeln. Und habt ihr einen Plan, dann setzt ihn jetzt um. Wehe an diesem Tag den Leugnern! (Sure al-Mursalat, 34-40)
Für die Gläubigen wird jedoch die Abrechnung leicht sein. Vor der Angst am Tag des Jüngsten Gerichtes werden sie in Sicherheit sein und das Paradies voller grenzenloser Gaben erlangen entfernt von den Qualen des endlosen Feuers erlangen.
Ihr sollt wissen, dass auch ein Mensch ohne Religion daran denken muss, dem oben beschriebenen Tag zu begegnen. Es ist ziemlich unlogisch wenn ein Mensch sagt “ich glaube nicht, deshalb werde ich diesen Tag nicht erleben”. Denn auch wenn dieser Mensch ungläubig ist, hat er doch seiner eigenen Logik zufolge eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, diesen Tag zu erleben. Denkt man jedoch an die Einzelheiten des Jüngsten Gerichtes und die Höllenqualen, dann muss dieser Mensch auch bei einer nur einprozentigen Wahrscheinlichkeit von Panik erfasst werden und sich um Rettung vor diesen Tag bemühen.
Überdies bringt uns jede vergangene Stunde dem Tod und dem Moment näher, an dem wir, wie oben beschrieben, zur Rechenschaft gezogen werden. Diese Ende ist für jeden Menschen unumgänglich. Vergesst nicht, dass den Leugnern - wie in dem Vers “Oftmals werden die Ungläubigen wünschen, Muslime gewesen zu sein.” (Sure al-Hidschr, 2) mitgeteilt wurde, mit großer Sehnsucht Muslim sein zu wollen. Über diese Menschen entschied Gott folgendermaßen:
Kostet denn (die Strafe) dafür, dass ihr die Begegnung mit diesem euerem Tag vergessen habt. Fürwahr, jetzt vergessen Wir euch. Kostet denn die ewige Strafe für euer Tun! (Sure al-Sadschda, 14)
Vergesst NIcht, Dass DIe Leugner
In DIe Hölle, Den Ort Der Qualen Gelangen
... "Wahrlich, Ich will die Hölle allesamt mit Dschinn und Menschen füllen." (Sure al-Sadschda, 13)
Die Hölle ist für diejenigen ein ewiges Land der Qualen, die Gott verleugnen und ein leichtsinniges Leben führen. Tatsache ist, dass die Erde, mit der diejenigen eng verbunden sind, die nicht ans Jenseits glauben, auf jeden Fall verschwinden wird, die Hölle jedoch von endloser Dauer ist. Die Gruppen von Menschen, die Gott als “Leute des Feuers” bezeichnet, werden endlos in der Hölle bleiben. Sie werden auf keinen Fall fliehen können und die Qualen werden ihresgleichen suchen:
An diesem Tage wird keiner strafen wie Er. (Sure al-Fadschr, 25)
Und was lässt dich wissen, was das Höllenfeuer ist? Nichts lässt es übrig und nichts verschont es. Es versengt die Haut. (Sure al-Muddaththir, 27-29)
Unter den Menschen gibt es den falschen Glauben, dass man eine Weile in der Hölle blieben und dann ins Paradies eingehen kann. Aber eine der schrecklichsten Eigenschaften der Hölle liegt darin, dass die Qualen niemals ein Ende nehmen und deren Verlassen niemals möglich ist. Der Quran drückt folgendermaßen aus, dass diejenigen, die einem solchen falschen Glauben anhängen, einem kollosalen Irrtum unterliegen:
Und sie sagen: "Das Feuer wird uns nur während abgezählter Tage berühren." Sprich: "Habt ihr mit Gott einen Vertrag darüber gemacht? Dann wird Gott Sein Versprechen niemals brechen. Oder sprecht ihr über Gott, was ihr nicht wisst?" Nein, wer Übles erworben hat, und wen seine Sünde gefangen hält die werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. Wer aber glaubt und das Rechte tut, die werden Bewohner des Paradieses sein und werden ewig darin verweilen. (Sure al-Baqara, 80-82)
Siehe, die Hölle liegt auf der Lauer Als Aufenthalt für die Maßlosen, Darin für lange Zeit zu verweilen. (Sure an-Naba’, 21-23)
Ein Ausweg aus der Hölle ist (ohne Gottes Wunsch) absolut unmöglich. Wenn also alle schuldigen Sünder die Hölle betreten haben, werden deren Tore geschlossen und das Feuer wird auf alle Ewigkeit über die Leugner ausgegossen:
Diejenigen aber, die Unsere Botschaft verwerfen, das sind die Gefährten der Linken. Über ihnen schlägt ein Feuer zusammen. (Sure al-Balad, 19-20)
Vergesst ja nicht, dass ein Mensch, der die ihm zugeteilte beschränkte Zeit auf Erden sinnlos verstreichen läßt, für alle Zeiten in der Hölle bleibt und zu Recht diese Qualen hinter den ewig verschlossenen Türen erleidet.
Die Qualen, die hinter verschlossenen Türen gelebt werden sind auf der Erde unvorstellbar. Wie uns im Quran mitgeteilt wurde, ist die Hölle ein enger, lauter, dunkler Ort voller Qualm. Es ist die letzte Endstation, an der eine Hitze herrscht, die die Zellen kochen läßt, in der ekelerregende Getränke und Speisen gereicht und in der die Qualen in den kleinsten Einzelheiten dargestellt werden. Das Leben in der Hölle ist zu jedem Moment volle vielseitiger Folterqualen. Das Auge dessen, der sich in der Hölle befindet, wird die schrecklichsten und abscheulichsten Anblicke sehen, sein Ohr wird die entsetzlichsten und schmerzerfülltesten Stimmen, ein Heulen, Lärmen, Schreie, Jammern und Rufe vernehmen, seine Nase wird mit den ekligsten und schmutzigsten Gerüche angefüllt, seine Zunge wird die scheußlichsten Geschmäcker schmecken und er selbst die unerträglichsten Schmerzen fühlen; gleichzeitig wird sein gesamter Körper brennen und versengen.
Die Gesichter der Höllenbewohner sind im Feuer verborgen, über ihre Köpfe wird kochendes Wasser gegossen und ihre Stirnen, Flanken und ihr Rücken werden von heißen Eisen gebranntmarkt. Alle diese Qualen setzen sich ohne Erleichterung und Verzögerung endlos fort.
Flammende Feuer werden die Menschen von allen Seiten umgeben. Gott teilt mit, dass die Kleidung derjenigen, die in der Hölle sind, aus Feuer besteht und ihre Anzüge aus Teer sind (Sure Ibrahim, 50). Damit macht Er deutlich, wie sehr die Qualen sie umgeben. Anstelle der verbrannten Haut wird neue erschaffen (Sure an-Nisa, 56), so dass der vom Feuer verursachte Schmerz sich ohne Erleichterung fortsetzt. In diesem Zustand werden die Menschen in Ketten geschlagen und, die Hände im Nacken festgebunden, in die engste und bedrängendste Stelle des Feuers geworfen. (Sure al-Furqan, 19) Betten werden aus Feuer erschaffen und auch das Bettzeug wird aus Flammen bestehen.
Eine ganze Weile werden sie schreien und jammern um von dieser Qual befreit zu werden, doch sie werden nicht einmal eine Antwort erhalten. Sie werden wünschen, wenigsten für einen Tag leichteren Qualen ausgesetzt zu sein, doch besteht die Antwort wieder nur aus Erniedrigung und Qual.
Das lodernde Brennen des Höllenfeuers ist von weitem an seinem Brüllen erkennbar. Die Bewohner der Hölle werden in das „wild brennende“ (Sure al-Ma'aridsch, 15) und „lodernde Feuer“ (Sure al-Lail, 14) geworfen und verbrennen schreiend.
Erinnert euch daran, dass ihr sogar dann einen heftigen Schmerz empfindet, wenn ihr euch nur die Fingerspitze verbrennt. Vergesst deshalb niemals, auch von der allerkleinsten Verhaltensweise Abstand zu nehmen, die die Wahrscheinlichkeit des Eintritts in die Hölle impliziert.
Auch in der Hölle werden die Menschen, die dort ein endloses Leben führen, hungrig und durstig. Doch als Antwort auf ihr irdisches Verhalten und ihr undankbares Wesen erhalten die Menschen, die auf diese Weise ins Jenseits eingehen, lediglich den Oleanderbaum und Getreidespelzen als Nahrungsmittel (Sure al-Ghadschiya, 6). Als Getränk gibt es nichts außer Eiter und kochendem Wasser. (Sure an-Naba’, 24-25) Doch werden sie weder Essen noch Trinken schlucken können (Sure al-Muzzammil, 13). Überdies sättigt die in der Kehle steckenbleibende Nahrung nicht (Sure al-Ghadschiya, 7).
Sie werden dem Feuer entfliehen wollen, aber keinen Ausgang finden; denn nach dem Eintritt in die Hölle gibt es keine Rückkehr. Die Menschen werden die Gewalt nicht ertragen können und wünschen, tot zu sein. Doch die Menschen dort werden weder sterben, noch auferstehen; der Tod wird von allen Seiten kommen, aber sie werden nicht sterben. (Sure Ibrahim, 17) Die Qualen der Menschen in der Hölle werden nicht nachlassen und sie werden nicht beschützt.
Das Feuer der Hölle tötet nicht, es bereitet nur Schmerzen. Angesichts des Wissens, dass die Qualen bis in alle Ewigkeit andauern, empfinden die Menschen völlige Ausweglosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Zerstörung. Eine weitere Seite der Qualen besteht darin, dass die Gesichter verbrannt werden, die auf Erden Wertschätzung, Hochmut, Erniedrigung und Stolz ausdrückten. Denn das Gesicht ist das Körperteil, an dem Schmerz am heftigsten empfunden wird, weil es über alle Sinnesorgane verfügt.
Am Tage, an dem ihre Gesichter im Feuer gewendet werden, werden sie sagen: "O wenn wir doch Gott gehorcht hätten und dem Gesandten!" (Sure al-Ahzab, 66)
Verbrennen wird das Feuer ihre Angesichter, und ihre Lippen werden sich dort verzerren. (Sure al-Mu'minun, 104)
Wenn ihr also nicht wollt, dass euer Gesicht im Feuer gewendet wird, dann vergesst nicht den Zweck eueres irdischen Daseins und denkt daran, dass ihr euch der Hölle gegenüber sehen werdet, wenn ihr nicht den Wohlgefallen Gottes gewonnen habt.
Doch neben den bisher erwähnten physischen Qualen werden die Menschen in der Hölle auch eine Reihe von geistigen Qualen wie Erniedrigung, grobe Behandlung, Bloßstellung, Reue und Ausweglosigkeit erleben. Hochmütige, die sich rühmen nicht zu Gott zu beten, werden die Hölle als Erniedrigte betreten. Auf der Erde stolz Umherlaufende werden Gott im Jenseits erniedrigt anflehen. Sie werden einen solchen Nachteil erleben und so erniedrigt und in Schimpf und Schande leben, dass sie ihre Köpfe nicht mehr erheben können.
Eines Tages werden sie auf ihren Gesichtern in das Feuer geschleift werden: "Kostet es denn, dem Höllenfeuer ausgesetzt zu sein." (Sure al-Qamar, 48)
Packt ihn und schleift ihn mitten in die Flammen der Hölle. Dann gießt die Qual des siedenden Wassers über sein Haupt. Koste! Du warst doch angeblich der Mächtige, der Edle! Das ist es nun, worüber ihr in Zweifel wart!" (Sure ad-Dukhan, 47-50)
An diesem Tage werden sie in das Feuer der Hölle gestoßen. (Tur Sure, 13)
In einem anderen Vers befiehlt Gott folgendermaßen bezüglich des Eintritts der Leugner in die Hölle „Dann werden sie kopfüber hineingeworfen, sie und die Verirrten.“ (Sure asch- Schu'ara', 94).
Ein jeder wird an jenem Tag seine Sünden bekennen. Wie in den Versen mitgeteilt wurde, werden sie sagen "Hätten wir nur zugehört und Verstand gehabt, wären wir nicht unter den Bewohnern der Feuersglut." (Sure al-Mulk, 10), ... "Ach, dass wir doch zurückgebracht würden. Wir würden dann die Botschaft unseres Herrn nicht mehr der Lüge zeihen und würden gläubig sein!" (Sure al-An'am, 27), ... "O wenn wir doch Gott gehorcht hätten und dem Gesandten!" (Sure al-Ahzab, 66). An jenem Tag werden sie streiten, einander verfluchen und für die Qualen des anderen beten.
Von den Bewohnern des Paradieses werden sie Wasser und Nahrung verlangen, doch dies ist ihnen verboten. Wenn sie Hilfe von dort erwarten, „... dann soll ihnen mit Wasser wie flüssigem Erz geholfen werden, das ihre Gesichter röstet...“ (Sure al-Kahf, 29)
Diejenigen, die sich in der Hölle befinden, werden Gott versprechen ... "O unser Herr! Nimm uns heraus! Wir wollen rechtschaffen handeln, nicht wie wir zuvor gehandelt hatten." ... (Sure al-Fatir, 37) Doch sind dies alles hoffnungslose Bemühungen ohne Ergebnis, die das zu erwartende Ende des Menschen nicht ändern können.
Vergesst also auf keinen Fall den Vers, der sagt: Hört auf eueren Herrn, bevor ein Tag kommt, der gegenüber Gott nicht abzuwenden ist. Kein Asyl gibt es für euch an diesem Tag und kein Ableugnen. (Sure asch-Schura, 47)
Ihr sollt wissen, dass Gott, der mit Gerechtigkeit herrscht, allen Menschen auf der Erde einschließlich euch, einen Warner schickte, und denjenigen ausreichend Lebenszeit zugeteilt hat, die bereit sind Ratschläge anzunehmen. Deshalb gibt es auch für Menschen, die Gott als „Tyrannen“ bezeichnete, keinen Helfer im Jenseits (Sure al-Fatir, 37) Es ist eine unverrückbare Tatsache, dass die Menschen an jenem Tag mit nichts anderem konfrontiert werden, als mit dem bitteren Ende ihres Tuns auf Erden.
Dies ist also die Hölle, die Gott Seinen Dienern noch zu Lebzeiten und ein Leben lang beschrieb und vor der Er auf verschiedenen Wegen warnte und versuchte Furcht zu erwecken. Auf Erden gibt es niemanden, der nicht vor der Hölle gewarnt und in Furcht und Schrecken versetzt wurde, und der ohne Nachricht von den Qualen ist. Gott teilte uns die Reue mit, die die Menschen an jenem Tag empfinden werden. In den Versen ist folgendermaßen befohlen:
Und an diesem Tage die Hölle herangebracht wird - an diesem Tage möchte der Mensch die Ermahnung annehmen. Aber was nützte ihm dann noch die Ermahnung? Dann wird er rufen: "O wenn ich doch für mein (künftiges) Leben etwas vorausgeschickt hätte!" (Sure al-Fadschr, 23-24)
So vergesst auch ihr nicht, dass kein Erinnern mehr nützt, wenn jener Tag gekommen ist, und dass die Hölle nicht ein Jahr, auch nicht Tausend oder eine Million Jahre oder sogar eine Trillion Jahre dauert, und dass deren Verlassen auf Ewigkeit unmöglich ist.
Vergesst NIcht, Dass Nur Rechtschaffene MuslIme In Den HImmel, Den Ort Der Belohnung Gelangen
Das Paradies aber wird den Gottesfürchtigen nahegebracht werden und nicht länger fern sein. "Das ist es, was euch versprochen war - einem jeden Bußfertigen, (das Gottesbewusstsein) Bewahrenden, Der den Erbarmer, ohne Ihn zu sehen, fürchtete und mit reuigem Herzen (zu Ihm) kam. Tretet in Frieden ein! Dies ist der Tag der Ewigkeit." (Sure Qaf, 31-34)
Diejenigen, die das Paradies verdienen, das mit den Worten der Verse als „den glücklichsten aller Aufenthaltsorte“ und „den schönen Ort, der bei Gott zu erreichen ist“ bezeichnet wird, erhalten am Tag der Abrechnung das Aufgabenheft, in dem alle Taten ihres Lebens verzeichnet sind, in die Rechte und werden mit nur einer leichten Rechnung der Befragung unterzogen. Danach werden sie bis in alle Endlosigkeit in großer Freude leben. Im Quran überbrachte Gott diese frohe Botschaft den Glaubenden in zahlreichen Versen:
Was nun den anlangt, dem sein Buch in seine Rechte gegeben wird, Mit dem wird das Abrechnen leicht sein, Und er wird zu seinen Angehörigen fröhlich heimkehren. (Sure al-lnschiqaq, 7-9)
Was nun den anlangt, dem sein Buch in seine Rechte gegeben wird, so wird er sagen: "Nehmt nur! Lest mein Buch! Ich glaubte stets, dass ich zur Rechenschaft gezogen würde." Und er soll in Zufriedenheit leben, In einem hohen Garten. (Sure al-Haqqa, 19-22)
Alle Gläubigen, die ein solche Leben verdienen, werden dort von den Engeln mit den Worten: ... "Frieden sei mit euch! Ihr habt es richtig gemacht! So tretet ein für immerdar!" (Sure az-Zumar, 73) begrüßt. Danach werden sie in Abteilungen angebracht und betreten das Paradies in Freude, Sicherheit und mit dem Willkommensgruß. In den Versen wird dies folgendermaßen dargestellt:
Das sind jene, die mit den obersten Gemächern (des Paradieses) für ihre Standhaftigkeit belohnt werden und dort mit Willkommensgrüßen und im Frieden empfangen werden sollen. Ewig sollen sie dort verweilen - eine schöne Ruhestatt und Bleibe. (Sure al-Furqan, 75-76)
Doch vergesst nicht, nur wenn ihr in absoluter Gewissheit an das Jenseits glaubt und euch wegen des Tages der Abrechnung vor Unserem Herrn fürchtet und Ihm ein treu ergebener Diener seid, nur dann könnt ihr eine solche Begrüßung verdienen und hoffen, mit dem Paradies, der Heimat von leuchtender Helligkeit und Freude belohnt zu werden. Gott teilte uns die Worte derjenigen mit, die im Paradies sind:
Seht wir fürchten einen finsteren, unheilvollen Tag von Seiten unseres Herrn." Darum wird Gott sie vor dem Übel dieses Tages bewahren und ihnen Licht und Freude gewähren. (Sure al-Insan, 10-11)
Spricht man vom Paradies, dann denken die meisten Menschen an eine endlose grüne Fläche, und Flüsse, also hauptsächlich an Naturschönheiten. Doch das Paradies ist nicht – wie euch bis heute gelehrt wurde – darauf begrenzt. Es ist vielmehr ein Ort, den Gott für diejenigen vorbereitete, die an Ihn glauben; dort gibt es endlose Schönheit und alle Gaben, die sich ein Mensch nur wünschen kann und noch viel mehr davon. Wir stellen uns das Paradies mit unseren irdischen Erfahrungen vor, doch dies reicht nicht aus um die Gottesgaben völlig zu begreifen, die Gott für die Gläubigen vorbereitet. Das Wesen des Paradieses verstehen wir erst dann, wenn wir ihm begegnet sind. Ein Vers lenkt das Interesse folgendermaßen auf diese Tatsache:
Niemand weiß, welcher Augentrost für ihn als Belohnung für sein Tun verborgen ist. (Sure al-Sadschda, 17)
Was euch auf Erden von allen geistigen und materiellen Dingen am meisten gefallen hat, das findet sich dort in schönster und makellosester Weise. Das Paradies ist ein Ort voller Reichtum und Wohlstand, an dem jede Art von Schönheit mit Glück verbunden ist. Im Paradies, in dem sich all das befindet, was der Mensch stets begehrte und zu sehen wünschte, werden den Gläubigen die Wohltaten angeboten, die der Mensch sich auf Erden niemals vorstellen konnte:
Und wo du dort auch hinsiehst, siehst du nur Wonne und ein großes Reich. (Sure al-Insan, 20)
Im Paradies werden zur Erbauung der Gläubigen zahlreiche schöne Speisen und Getränke angeboten (Sure al-Mursalat, 43). Dort wird Gott die Gläubigen „... reichlich mit Früchten und Fleisch versorgen, was sie nur wünschen“ (Sure at-Tur, 22) und ihnen nach Wunsch Geflügelfleisch anbieten. (Sure al-Waqi'a, 21). Ihre Nahrung wird niemals zu Ende gehen. (Sure Sad, 54). Im Quran werden von Flüssen durchzogene Gärten beschrieben, die reichlich Schatten spenden und Früchte bieten (Sure ar-Ra'd, 35) an Bäumen, von deren übervollen Ästen die unvergleichlichen Früchte leicht zu pflücken sind (Sure al-Waqi'a, 28-29). Die Naturschönheiten, die Gott bezüglich des Paradieses am häufigsten erwähnt, sind jedoch die stets wasserführenden Flüsse und sprudelnden Quellen. (Sure ar-Rahman, 66)
Außerdem gibt es auch Flüsse, die denjenigen Wohlgeschmack bereiten, die aus ihrem nie verderbenden Wasser, ihrer immer gleichschmeckender Milch und ihrem fließenden Honig trinken (Sure Muhammed, 15). Während ein Teil der paradiesischen Wohltaten und Schönheiten an diejenigen der Erde erinnern, besteht ein anderer Teil aus „den verschiedensten Besonderheiten und Schönheiten“ (Sure ar-Rahman, 48) die vorher noch kein Mensch erblickte. Die Gläubigen werden im Paradies von zahllosen, von dem endlosen Wissen Gottes vorbereitete Schönheiten und Wohltaten jenseits unserer Vorstellungkraft erwartet. Denn Gott brachte die Freudenbotschaft, dass dort alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen werden (Sure asch-Schura, 22).
Zudem werden die Gläubigen im Paradies an sehr schönen Plätzen leben (Sure at-Tauba, 72) und dort auf juwelengeschmückten Thronsesseln ruhen (Sure al-Waqi'a, 15-16). Weitere Wohltaten, die das Paradies für die Gläubigen bereithält, sind die folgenden Freudenbotschaften genannt:
Und Unter ihnen werden Gefäße aus Silber und Becher wie aus Kristall kreisen (Sure al-Insan, 15)
Und Er wird sie für ihre Standhaftigkeit mit einem Garten und (Kleidern aus) Seide belohnen. (Sure al-Insan, 12)
Sie werden Kleider aus grüner Seide und aus Brokat tragen und mit silbernen Spangen geschmückt sein Und ihr Herr wird ihnen einen reinen Trank reichen. (Sure al-Insan, 21)
Natürlich ist es für den Menschen auch auf Erden die größte Freude, mit Menschen zusammenzusein, die man liebt und die einem Vergnügen bereiten. Den Gläubigen bereitet es eine große Freude, mit Brüdern zusammenzukommen, die im Innersten mit Gott verbunden sind und über strenge Frömmigkeit verfügen. So ist es für die Gläubigen, die mit dieser natürlichen Veranlagung erschaffen wurden, die Quelle höchsten Glücks, wenn sie im Paradies mit geliebten Menschen zusammen sind. Überdies wird dieses Zusammensein nicht auf Jahre beschränkt sein, sondern bis in die Ewigkeit andauern. Gott überbrachte Seinen ergebenen Dienern folgendermaßen die Freudenbotschaft des Zusammenseins mit geliebten Menschen im Paradies:
Die Gärten von Eden, in die sie eintreten sollen wie auch die Rechtschaffenen von ihren Vorvätern, ihren Frauen und ihrer Nachkommenschaft. Und die Engel sollen zu ihnen durch sämtliche Tore eintreten (und sprechen:) "Frieden sei mit euch, weil ihr in Geduld standhaft geblieben seid!" Und herrlich ist die Belohnung mit der (jenseitigen) Wohnung. (Sure ar-Ra'd, 23-24)
Gott gibt den Gläubigen im Paradies auch die Partner so, wie diese von ihrem Selbst gewünscht werden. Dies wurde im Quran in dem Vers „... dort sollen sie reine Partner haben... “ (Sure an-Nisa, 57) mitgeteilt. Die Partner im Paradies werden wie in dem Vers „Siehe, Wir haben sie in herrlicher Schöpfung neugestaltet.“ (Sure al-Waqi'a, 35) beschrieben, von ihren irdischen Fehlern befreit und neu erschaffen. Gott teilte mit, dass die Gläubigen und deren Partner im Schatten auf Ruhebetten lehnen und sich „ihres Wohlergehens erfreuen“ (Sure Ya Sin, 55-56).
Gott, Der Seine Diener im Paradies mit Wohltaten und Freuden überhäuft, erschafft alles in der Weise, die dem Menschen am meisten Vergnügen bereitet. Dort belohnt Gott die Gläubigen dadurch, dass Er ihnen jeden Wunsch erschafft. In dem Vers „Sie werden darin haben, was sie begehren, und bei Uns ist noch weit mehr.“ (Sure Qaf, 35) teilt Er mit, dass im Paradies mehr gegeben wird, als der Mensch sich wünschen oder auch vorstellen kann.
Gott schuf die Erde voller Mängel, damit sich die Menschen nach dem Paradies sehnen und zu Seinem Wohlgefallen leben. Der größte Mangel des irdischen Lebens, das, verglichen mit dem Paradies sowieso schon arm an Gottesgaben ist, besteht darin, dass alles endlich ist. Doch es gibt ein Übel, das Gott den Leugnern mitgegeben hat; dies besteht darin, dass sie, die an die Erde gebunden leben und das Jenseits vergessen haben, die irdischen Schönheiten nur eine begrenzte Zeit genießen können und dieser nach kurzer Zeit überdrüssig sind. Doch das Paradies ist ein Ort voller Schönheiten, an dem alle Wohltaten ohne Überdruß und Ermüdung ausgekostet werden können. Die Gläubigen werden im Paradies ebenso wie auf Erden nicht vom Überdruß geplagt und auch keine Müdigkeit erfahren. (Sure al-Fatir, 35)
Vergesst jedoch nicht, dass das Gewinnen des Wohlgefallen Gottes über allen Wohltaten des Paradieses steht. Den Gläubigen gibt der Gewinn des Wohlgefallens Gottes ein Glücksgefühl und Freude, die mit keiner materiellen Schönheit zu vergleichen ist. Im Quran wird mitgeteilt „... das Wohlgefallen Gottes ist das größte (Glück). Das ist die große Glückseligkeit! (Sure at-Tauba, 72).
Alle Belohungen im Paradies sind deshalb sehr wertvoll, weil sie aufgrund des Wohlgefallens Gottes gegeben wurden. Gott war mit Leben und Taten der Person zufrieden, die Er als für das Paradies geeignet betrachtete, Er verzieh deren Fehler und versetzte diese Person im eigentlichen und unendlichen Leben in die Umgebung, die dieser am meisten gefällt. Den Glaubenden überbrachte Gott im Quran folgendermaßen die Freudenbotschaft:
O du Seele voll Ruhe, Kehre zu deinem Herrn zurück, zufrieden und (Ihn) zufriedenstellend, Und tritt ein unter Meine Diener, Und tritt ein in Mein Paradies! (Sure al-Fadschr, 27-30)
Dies ist also das Paradies, das Gott denjenigen versprach, die Ihn zufrieden stellten. Vergesst nicht, dass dieses angenehme Ergebnis, sprich das Paradies, nur diejenigen erreichen, die wissen, dass die Erde nur als Prüfungsort erschaffen wurde, die den Warnungen Gottes zuhören, sich ihrem Gewissen entsprechend verhalten und nur zum Wohlgefallen Gottes handeln.
Vergesst NIcht Zu Gott Zu Beten
Ruft eueren Herrn in Demut und im Verborgenen an. Siehe, Er liebt die Maßlosen nicht. Und stiftet auf Erden kein Verderben, nachdem in ihr Ordnung herrscht. Und ruft Ihn an in Furcht und Verlangen. Siehe, Gottes Barmherzigkeit ist denen Nähe, die Gutes tun. (Sure al-A’raf, 55-56)
Vergesst nicht, dass Gott euer Herr ist, ebenso wie Er der Herr aller Menschen ist, dass Gott der größte Freund und Unterstützer eueres Lebens ist und dass ihr zuerst alles von Gott erbitten sollt.
Das Gebet ist eine der wichtigsten Andachtsübungen, die den Menschen Gott in ehrlicher Weise näherbringt. Alle Menschen benötigen das Gebet, das untrennbar und natürlich mit dem Leben der Gläubigen verbunden ist; für andere Menschen ist das Gebet ein Weg der Rettung, an den sie sich erinnern, wenn sie in großen Schwierigkeiten stecken und sich Lebensgefahr gegenübersehen. Ein Gebet, das lediglich aufgrund eines persönlichen Interesses ausgesprochen wird, braucht nicht unbedingt Gehör bei Gott finden. Denn die eigentliche Schönheit liegt ja darin, zu jeder Zeit Hilfe von Gott zu erbitten, also sowohl wenn man in Schwierigkeiten steckt, als auch in der Zeit der Entspannung. Denn eine betende Person hat verstanden, dass sie schwach Unserem Herrn gegenüber ist und ihre Kraft nur dann etwas erreicht, wenn es von Gott erbeten wird.
Mit dem Gebet geht auch das Sich-Überliefern an Gott einher. Ein betender Mensch hat also bei problematischen wie auch angenehmen Ereignissen Gott zu seinem Anwalt bestimmt, den Schöpfer des Universums und dessen Herrscher. Für den Gläubigen ist es eine Quelle des Vertrauens, wenn er weiß, dass er sich beim Lösen oder Abwenden eines Problems auf Gott, den Besitzer von jeglicher Allmacht im Universum stützen kann, wenn er Gott bei allen Tätigkeiten zu seinem Anwalt macht und nur zu Ihm betet.
Doch muss an dieser Stelle auf ein Mißverständnis eingegangen werden. Denn betet man bei allen Tätigkeiten zu Gott, so ist das nicht gleichbedeutend mit tatenlosem Sitzen und Abwarten. Der Mensch muss wissen, dass alles, was geschieht unter der Kontrolle von Gott steht und er infolgedessen beruhigt leben kann; gleichzeitig jedoch muss er die Lösungswege in bester Weise befolgen, die Gott ihm zeigte. Betet eine Person wirklich aufrichtig zu Gott, dann muss sie auch das tatkräftige Gebet ausführen um Seinen Regeln zu befolgen. Das tatkräftige Gebet bedeutet hier, all das zu tun und noch viel mehr, was erforderlich ist, damit ein jeglicher Wunsch dieser Person in Erfüllung geht. So ist es zum Beispiel ein tatkräftiges Gebet, wenn ein Kranker zum Arzt geht, Medikamente einnimmt und zur Genesung seine Gesundheit schont. Gleichzeitig wünscht der Kranke in einem wörtlichen Gebet Genesung von Gott. Tatkräftiges Gebet und wörtliches Gebet sind also die grundlegenden und erforderlichen Andachtsübungen.
Vergesst nicht, dass euer Gebet aufrichtig ist und sich, von einem inneren Bedürfnis getragen, an Gott richtet. Denn Gott ist dem Menschen näher als seine Halsschlagader, Er weiß und hört alles. Ein Gebet ist auch der einfachste Weg, sich an Gott zu wenden. Denn auch nur ein einziger Gedanke im Menschen bleibt nicht verborgen. Doch die meisten Menschen sind nicht bewußt, dass Gott der Zeuge aller Gebete und Wünsch ist. Sie glauben, dass Gott beim Gebet nur manches hört, anders nicht hört, oder - wenn Er es hört - keine Antwort gibt. Dieser Gedanke ist jedoch völlig falsch. Gott ist Zeuge eines jeden Gedankens im Menschen, eines jeden Wunsches, den dieser ausspricht und Er beantworte diese. Im Quran wurde diese Tatsache folgendermaßen ausgedrückt:
Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, siehe, Ich bin Nähe. Ich will dem Ruf des Rufenden antworten, sobald er Mich ruft. Doch auch sie sollen Meinen Ruf hören und an Mich glauben; vielleicht schlagen sie den rechten Weg ein. (Sure al-Baqara, 186)
Vergesst also nicht, dass nur denken für den Menschen bereits ausreicht, um einen Wunsch an Gott zu richten. So einfach ist es also Gott zu erreichen, Unseren Herrn.
Der Mensch ist seiner Schöpfung entsprechend ein ungeduldiges Wesen. Aus diesem Grund teilte Gott im Quran dem Menschen diese seine spezielle Seite mit „Der Mensch ist ein ungeduldiges Geschöpf. Wahrlich, Ich werde euch Meine Zeichen noch zeigen, aber lasst sie Mich nicht beschleunigen.“ (Sure al-Anbiya, 37) Die Ungeduld des Menschen kann sich manchmal auch in den Gebeten niederschlagen. Wie wir oben mitteilten, möchte der Mensch eben gerne sofort eine Antwort auf sein Gebet.
Doch ihr müsst auch wissen, dass es Gott ist, der weiß, was für euch am besten ist. Hiervon berichtet Er den Menschen in einem Vers: „... Aber vielleicht verabscheut ihr etwas, das gut für euch ist. Und vielleicht liebt ihr etwas, das schlecht für euch ist. Gott weiß, ihr aber wisst (es) nicht.“ (Sure al-Baqara, 216) Wenn der Mensch sich also etwas von Gott wünscht, muss er es Ihm überlassen und geduldig und unter allen Bedingungen zufrieden warten. Vielleicht seid ihr nicht glücklich, wenn ihr euch etwas im Gebet gewünscht habt und Gott es euch nicht gibt. Vielleicht ist es auch notwendig, dass ihr eine gewisse Reife benötigt um dieses Glück zu erreichen und ihr deshalb eine Weile ausgebildet werden müsst. Aber vielleicht verleiht euch Gott eine andere Wohltat, die noch mehr Glückseligkeit enthält, und Er möchte euere Geduld und Treue auf die Probe stellen. In der Baqara Sure teilte Gott folgendermaßen mit, dass man im Gebet Geduld braucht:
Und nehmt euere Zuflucht zur Geduld und zum Gebet. Siehe, dies ist fürwahr schwer, außer für die Demütigen. (Sure al-Baqara, 45)
Vergesst nicht, dass Geduld im Gebet den Gläubigen reifen läßt und er so seinen Willen und Charakter stärkt. Als Gegenleistung auf das Gebet nimmt er einen tiefen vergeistigten Zustand ein, der wertvoller ist, als die meisten der Wünsche.
Menschen jedoch, die Gott nicht in der erforderlichen Weise würdigen, zweifeln daran, dass Er die Gebete beantwortet. Ein Gläubiger dagegen weiß, dass Gott ihm beim Beten zuhört und jedes Gebet in welcher Weise auch immer annimmt. Denn die Ereignisse geschehen nicht unabhängig und zufällig, der Gläubige ist sich bewußt, dass diese sich entsprechend einer, von Gott festgelegten Vorherbestimmung entwickeln. Aus diesem Grund zweifelt er auch nicht daran, dass sein Gebet unbeantwortet bleibt. Vergesst nicht, Beten an Unseren Herrn befreit von Zweifeln über die Hilfe Gottes; vertraut im Glauben an die Entsprechung des Gebetes in jedem Fall auf Gott. Denn Gott möchte, dass Seine Diener Ihm nahe sind. Für Gott, der euch nur aus einem Tropfen Wasser und das Universum aus dem Nichts erschuf, ist es ein Leichtes, euerem Gebet zu entsprechen. Alles was ihr machen müsst, ist im Glauben und mit Geduld zu wollen.
Die Besonderheit des Gebetes besteht darin, dass sie eine besondere Verbindung zwischen Gott und Seinem Diener herstellt. Der Mensch legt sein ganzes Leid und alle seine Wünsche vor Gott dar, er bittet Ihn inständig; Gott ist derjenige, Der das Gebet erhört und dieses annimmt. Aus diesem Grund zwang der Quran dem Gebet auch keine Form auf. Der Vers „... gedenkt Gottes, sei es stehend, sitzend oder liegend...“ (Sure an-Nisa, 103) zeigt, dass der Mensch in jeder Situation und unter jeder Bedingung und ohne eine bestimmte physische Bewegung auszuführen sich an Gott erinnern und zu Ihm beten kann. Denn wichtig ist nicht die Form, sondern die Aufrichtigkeit der Person...
Es gibt auch keinen bestimmten Ort für das Gebet. Vergesst nicht, dass ihr überall beten könnt, zum Beispiel beim Einkaufen, auf der Straße, im Auto, in der Schule und am Arbeitsplatz. Wichtig ist allein, dass ihr eueren Verstand von allen leeren Gedanken reinigt und euere Nähe zu Gott fühlt.
Vergesst nicht, dass ein Leben ohne Gebet wertlos vor Gott ist. In der Sure al-Furqan im 77. Vers werden die Menschen mit folgenden Worten gewarnt: Sprich: ... "Mein Herr kümmert sich nicht um euch, solange ihr Ihn nicht anruft..." Solange sich der Mensch seiner Dienerschaft bewußt ist, kann er vor Gott an Wert gewinnen. Deshalb ist es notwendig, dass er sich zu Gott hinwendet, seine Fehler vor Gott eingesteht und nur von Gott Hilfe erwartet. Jede andere Verhaltensweise dagegen bedeutet, sich Gott gegenüber wichtig zu machen; im Quran teilt Gott mit, dass die Strafe hierfür die endlose Hölle ist.
Vergesst niemals, dass Gott der Barmherzigste aller Barmherzigen ist. Gott sagt im Quran, dass Er demjenigen verzeiht, ohne dessen Sünde besonders zu betrachten, der von Ihm Vergebung für einen begangenen Fehler bittet (Sure an-Nisa, 110). Deshalb solltet auch ihr beim Beten an die beschützenden und verzeihenden Eigenschaften Gottes denken und in Hoffnung an Ihn beten.
Auch wenn bei einem Fehler, den ihr gemacht habt, euere Gewissensqual noch so groß, so gibt es doch niemals einen Grund, die Hoffnung auf die Vergebung Gottes aufzugeben. Parallel dazu soll aber der seelische Zustand, in dem sich ein Mensch befindet, der einen Fehler oder eine Sünde begangen hat, diesen nicht daran hindern, in Hoffnung zu beten. Denn der Quran spricht davon, dass nur die Ungläubigen die Hoffnung auf das Erbarmen Gottes aufgegeben haben:
... Und verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen." (Yusuf Sure, 87)
Auf der anderen Seite sollt ihr aber auch nicht vergessen, dass es für niemanden eine Garantie gibt, „für das Paradies bestimmt“ zu sein. Niemand kann vor der Bestrafung Gottes sicher sein. Aus diesem Grund muss der Mensch im Gebet einerseits die Barmherzigkeit Gottes erhoffen, muss aber andererseits auch fürchten, Seinen Wohlgefallen zu verlieren. Wie intensiv er auch um das Erreichen des Paradieses betet, so intensiv muss er um Rettung vor der Hölle beten. Das heißt also, er muss sich vor der Hölle fürchten um Hoffnung auf Erreichen des Paradieses zu haben. Eine Person, die die Größe Gottes fühlt, sich vor Dessen Strafe fürchtet und Dessen Wohlgefallen gewinnen möchte, wendet sich mit einem, von Herzen kommenden, aufrichtigen und wahren Ausdruck an Gott. In gleicher Weise eröffnet eine Person, die sich Gott überliefert und auf Ihn als Freund und Helfer vertraut, jegliche Bedrängnis und allen Leid vor Unserem Herrn. Ebenso wie Seine Heiligkeit Yakub sprach ... "Siehe, ich trage meinen Kummer und Gram nur zu Gott, und ich weiß von Gott, was ihr nicht wisst. (Sure Yusuf, 86), berichtet er Gott von allen Bedrängnissen und Wünschen und bittet um jegliche Hilfe und um Gutes.
Doch vergesst nicht, dass Gebete, die sich nur auf weltliche Güter beziehen, eine große Unaufrichtigkeit gegenüber Gott sind. Das eigentliche Ziel der Gläubigen ist das Paradies. Gott gibt denjenigen die Welt, die nur die Welt wollen, doch können diese Personen ihre Erwartungen im Jenseits nicht erfüllt sehen. In einem Vers berichtet Gott folgendermaßen davon:
... Unter den Leuten sagen einige lediglich: "Unser Herr, gib uns Gutes in dieser Welt!" Sie sollen am Jenseits keinen Teil haben. Andere unter ihnen sprechen: "Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und hüte uns vor der Strafe des Feuers." Diese sollen ihren Anteil haben, ihrem Verdienst entsprechend, und Gott ist schnell im Rechnen. (Sure al-Baqara, 200-202)
Eine der herausragenden Besonderheiten der Menschen ist, dass sie in einer Situation voller Bedrängnis alles zur Seite legen und zu Gott beten und, wenn die Bedrängnis vorüber ist, Gott vergessen, als hätten sie nie gebetet. Sie betrachten Gott also als die „letzte Möglichkeit“. Im Quran wird dieses undankbare Verhalten folgendermaßen geschildert:
Aber wenn dem Menschen ein Unglück widerfährt, ruft er Uns an, liegend, sitzend oder stehend. Haben Wir aber sein Unglück von ihm fortgenommen, macht er weiter, als hätte er Uns gegen das Unheil, das ihm widerfahren war, gar nicht angerufen. So wird den Maßlosen ihr Verhalten scheinbar verlockend gemacht. (Sure Yunus, 12)
Er ist es, der euch zu Land und See reisen lässt. Wenn ihr auf den Schiffen seid und sie mit ihnen bei gutem Wind dahineilen und sich dessen freuen, erfasst sie plötzlich ein Sturmwind, und Wogen überdecken sie von allen Seiten, so dass sie glauben, rings umschlossen zu sein. Da rufen sie Gott in lauterem Glauben: "Wahrlich, wenn Du uns hieraus errettest, sind wir Dir gewiss dankbar!" Wenn Wir sie jedoch gerettet haben, üben sie auf Erden wieder Gewalt aus, ohne jede Rechtfertigung. O ihr Menschen! Euere Gewalttätigkeit richtet sich doch nur gegen euch selbst. Ihr genießt das irdische Leben ja nur im Nießbrauch. Dann ist euere Heimkehr zu Uns, und Wir werden euch eröffnen, was ihr getan habt. (Sure Yunus, 22-23)
Im Leben des Menschen gibt es keinen Augenblick, in dem er nicht Gott benötigt. Vergesst deshalb nicht zu beten, wie es Gott in einem Vers ausdrückte „Und gedenke deines Herrn in deinem Herzen in Demut und Furcht und ohne laufe Worte, am Abend wie am Morgen. Und sei keiner der Achtlosen.“ (Sure al-A'raf, 205). Auch sollt ihr nicht vergessen, dass die unendlichen Höllenqualen das Ende derjenigen sind, die nicht zu Gott beten. In einem Vers wird von dieser Tatsache folgendermaßen berichtet:
Und jene, welche spenden, was immer sie spenden, mit zagendem Herzen, im Gedanken daran, dass sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden (Sure al-Mu'minun, 60)
Vergesst NIcht Gott Gegenüber Immer Aufrecht Und Ehrlıch Zu Seın
... Doch wenn ihr in dieser Hinsicht gefehlt habt, gilt es nicht als Sünde. Auf die Absicht euerer Herzen kommt es vielmehr an. Und Gott ist verzeihend und barmherzig. (Sure al-Ahzab, 5)
Die Basis der Religion ist die Furcht vor Gott. Nur diejenigen, die sich in der erforderlichen Weise vor Gott fürchten, können aufrichtig in der Religion sein. Blicken wir in den Quran, dann erkennen wir, dass Aufrichtigkeit das Benehmen von Menschen ist, deren Inneres aus Furcht vor Gott zittert und die sich einem Gott wohlgefälligem Verhalten zuwenden. Einen aufrichtigen Gläubigen kann nichts von seinem wahren Ziel abbringen; die Religion sorgt lediglich für die Annäherung an den Tag der Abrechnung. In einem Vers lenkte Gott folgendermaßen die Aufmerksamkeit auf diese gesegnetste der Verhaltensweisen:
Ist nun etwa der besser, der sein Gebäude auf Gottesfurcht und auf Gottes Huld gegründet hat, oder der, welcher sein Gebäude auf den Rand fortgespülten Schwemmsandes gegründet hat, und der mit ihm in das Feuer der Hölle gespült wird? Und Gott leitet nicht die Ungerechten. (Sure at-Tauba, 109)
Liest man im Quran, dann erkennen wir, dass die Gläubigen keinesfalls fehlerlose Menschen sind, sondern Menschen, die Fehler machen, aber im gleichen Moment bereuen und um Vergebung bitten. Ein Gläubiger, der im Inneren aus Furcht vor Gott zittert, bemüht sich in jedem Moment seines Lebens darum, das schönste Verhalten an den Tag zu legen. Dabei kann er vergessen, sich irren, oder Fehler machen; im Quran werden die zahlreichen großen und kleinen Fehler der Gläubigen genannt. Doch wesentlich dabei ist, von dem begangenen Fehler aufrichtig Abstand zu nehmen und zu entscheiden, diesen niemals zu wiederholen. Die Menschen können sowieso nicht glauben und dann ein Leben in Fehlerlosigkeit führen, denn die Welt ist ein Ort der Prüfung und Ausbildung. Vielmehr erfährt der Gläubige bei jedem Fehler seine Hilflosigkeit gegenüber Gott. Deshalb versprach Gott im Quran denjenigen zu verzeihen, die bei jedem Fehler Gewissensbisse empfinden, aufrichtig und ehrlich bereuen und ihr Verhalten verbessern.
Die Religion des Islam läßt die Menschen in der freiesten und bequemsten Weise leben. Doch aufgrund der Reaktionen, die heute eine mit Mängeln behaftete Gesellschaft mit sich bringt, passen die meisten Menschen ihr Verhalten den Kriterien dieser Gesellschaft an. Wie sehr sich derjenige auch ändert, der einen Fehler machte, so wenig ändert sich sein Ansehen in der Gesellschaft. Die Person wird aufgrund des Fehlers regelrecht in abgestempelt. Dies stößt den Menschen einer ungebildeten Gesellschaft vollends in die Unaufrichtigkeit, so dass dieser versucht, mittels betrügerischer Methoden in den Augen anderer an Ansehen zu gewinnen; gleichzeitig wird überlegt, was die anderen wohl von diesem selbst selbst denken. Die Grundbedingung jedoch, um sich von solchen Zwängen zu befreien, liegt in Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gegenüber Gott. Denn die Religion läßt die Furcht vor dem „was denken wohl die anderen“ völlig verschwinden und entfernt die Gläubigen von allen Verhaltensweisen, die der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit im Wege stehen:
Und diejenigen, die Gottes gedenken und für ihre Sünden um Verzeihung flehen, wenn sie etwas Schändliches getan oder wider sich gesündigt haben - und wer vergibt die Sünden, wenn nicht Gott? - und die nicht im (Bösen) verharren, das sie wissentlich taten (Sure Al Imran, 135)
Aufrichtigkeit entsteht jedoch nur dann, wenn man denkt und dabei sein Gewissen benutzt und sich gleichzeitig bewußt ist, dass man von Gott ständig beobachtet wird. Vergesst also niemals, dass ihr euch von der Aufrichtigkeit in dem Moment entfernt, in dem ihr euer Verhalten den Vorstellungen und Wünschen anderer Menschen anpasst. Alle die Verhaltensweisen, die mit dem Vergessen von Gott und dem Verhalten zum Wohlgefallen der Menschen einhergehen, zerstören die Aufrichtigkeit. Aufrichtigkeit stellt sich ein mit qurangemäßem Verhalten und dem Bewußtsein, dass Gott Seine Diener sowieso beobachtet, über diese Bescheid weiß und deren Zeuge ist.
Vergesst also nicht, dass sich jemand, der sich bei einem Fehler aufrichtig verhält, vor niemandem außer vor Gott zu fürchten braucht. Satan verführt die Menschen mit unaufrichtigen Gedanken, zu denen die Erniedrigung zwischen den Menschen gehört, das Erfahren von Ungerechtigkeit und Schaden. Doch dies ist nur eine Falle. Am wichtigsten sind der Wohlgefallen und das Verzeihen Gottes, denn auf Erden und im Jenseits kommen auch Belohnung und Strafe nur von Gott. Ein jeder kann Fehler machen. Wichtig ist aber, den Fehler vor Gott zu bereuen und von ihm Abstand zu nehmen, wenn er erkannt wurde. Die Genauigkeit beim Wiedergutmachen eines Fehlers und bei der Berichtigung einer Verhaltensweise sind Zeichen der Aufrichtigkeit einer Person. Nachdem es keinen fehlerlosen Menschen gibt, wird derjenige überragend sein, der sich Gott gegenüber am aufrichtigsten und ehrlichsten verhält. In einem Vers befahl Gott folgendermaßen:
Euer Herr weiß sehr wohl, was in eueren Herzen ist. Wenn ihr rechtschaffen seid -siehe, Er vergibt denen, die bußfertig zu Ihm zurückkehren. (Sure al-Isra, 25)
Jeder Fehler, den ein aufrichtiger Mensch begeht, erinnert diesen ein weiteres Mal an seine Hilflosigkeit gegenüber Gott und veranlasst ihn, zu Gott zurückzukehren. Denn nur Gott verzeiht Fehler, nicht die Menschen. Mit anderen Worten haben die Gedanken anderer Menschen dann keine Bedeutung mehr, wenn die Person für seinen Fehler aufrichtig vor Gott bereut hat. Menschen, die den Gedanken anderer Menschen Bedeutung schenken und die deren Wohlgefallen erwarten, lügen, um ihre Fehler zu verstecken und werden so verleitet noch mehr Fehler zu machen. Doch Gott weiß alles, auch wenn sie in Wirklichkeit die Menschen betrogen haben. Vergesst also nicht, dass die unaufrichtigen Menschen am meisten sich selbst tyrannisieren.
Gott lädt niemandem eine Last auf, die er nicht zu tragen vermag, auch vergißt Er nicht die Aufrichtigen; Er versprach alle Fehler zu verzeihen, die im Irrtum begangen wurden. Dies ist die große Freudenbotschaft Unseres Herrn an die Menschen. In einem Vers befahl Gott folgendermaßen:
Gott belastet niemand über Vermögen. Jedem wird zuteil, was er verdient hat, und über jeden kommt nach seinem Verschulden."Unser Herr, strafe uns nicht für Vergesslichkeit und Fehler. Unser Herr, bürde uns keine Last auf, wie Du sie denen vor uns aufgebürdet hast. Unser Herr, lass uns nicht tragen, wozu unsere Kraft nicht ausreicht, und vergib uns und verzeihe uns und erbarme Dich unser! Du bist unser Beschützer. Und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen." (Sure al-Baqara, 286)
Auch sollt ihr nicht vergessen, dass sich der Mensch nur mit echter Aufrichtigkeit an Gott binden soll. Der Mensch kann ungebildet sein und er kann nicht wissen, was für den Wohlgefallen Gottes zu tun ist. Doch auf jeden Fall zeigt Gott Seinen Dienern, wie sich sich Ihm richtig annähern und bringt sie auf den richtigen Weg. Wichtig ist, dass sich die Person aufrichtig an Unseren Herrn bindet. Gott überbrachte mit folgendem Beispiel die Freudenbotschaft, dass sich diejenigen, die sich Ihm überliefern niemals einen Schaden erleiden werden:
Wer aber sein ganzes Wesen Gott hingibt und rechtschaffen handelt, der hat den festesten Halt erfasst. Und letztendlich führen alle Dinge zu Gott. (Sure Luqman, 22)
Vernachlässigt also nicht die zahllosen, euch begegnenden Ermahnungen und vergesst nicht, dass die einzige Rettung auf Erden und im Jenseits die aufrichtige, von Herzen kommende Hinwendung zu Gott ist.
Vergesst Nıcht Euere Fehler Sofort
Zu Bereuen und Um Vergebung
Zu Bıtten
Dein Herr ist also zu denen, welche das Böse in Unwissenheit taten und danach sich bekehrten und besserten - dein Herr ist dann zu ihnen gewiss verzeihend und barmherzig. (Sure an-Nahl, 119)
Eine Person, die versteht, welche Bedeutung die Aufrichtigkeit vor Gott hat, weiß auch, dass die Möglichkeit besteht, sich zu Gott zu wenden, um Vergebung zu bitten und zu bereuen, unabhängig davon, welchen Fehler sie begangen hat. Dies ist eine Reflexion der endlosen Barmherzigkeit Gottes. Gott berichtet in den Versen folgendermaßen von Seiner endlosen Fähigkeit zur Vergebung:
Und wer eine Missetat begeht oder gegen sich sündigt und Gott dann um Verzeihung bittet, wird Gott verzeihend und barmherzig finden. (Sure an-Nisa, 110)
Gott erlaubt allen Seinen Dienern bei einem Fehler den Weg der Rückkehr. Vor Gott ist nicht die Größe oder Kleinheit des Fehlers von Bedeutung, sondern die Aufrichtigkeit der Person. Dies ist ohne Zweifel eine große Barmherzigkeit für die Gläubigen.
Und diejenigen, die Gottes gedenken und für ihre Sünden um Verzeihung flehen, wenn sie etwas Schändliches getan oder wider sich gesündigt haben - und wer vergibt die Sünden, wenn nicht Gott? - und die nicht im (Bösen) verharren, das sie wissentlich taten. (Sure Al Imran, 135)
Man muß wissen, dass eine von Herzen kommende Hinwendung zu Gott und eine aufrichtige Reue, verbunden mit der Bitte um Vergebung, den Menschen von der Last des Fehlers befreit, unabhängig davon, worin der Fehler besteht und wie sehr dieser im Verständnis der Menschen auch an Bedeutung gewann.
Ein Mensch kann bis in diese Minute ohne Religion gelebt, und auch sein gesamtes Leben in einer Weise verbracht haben, die nicht dem Wohlgefallen Gottes entspricht. Doch als Gegenleistung zu dem aufrichtigen und immerwährenden Entschluß zur Reue kann dieser Mensch auf die Vergebung Gottes und die Annahme seiner Reue hoffen. Vergesst nicht, dass die Rettung verbunden ist an die aufrichtige Reue der begangenen Vergehen und an einen momentanen Entschluß und gleichzeitig den einzigen Weg der Rettung darstellt. Wichtig dabei ist, dass das Wort gehalten wird, das Gott gegeben wurde und dass die von Gott empfohlenen Aufrichtigkeit erreicht wird. Bezüglich der Reue befiehlt Gott folgendermaßen in einem Vers:
Vergebung haben bei Gott nur diejenigen zu erwarten, welche Übles in Unwissenheit taten und (recht)zeitig bereuten; diesen vergibt Gott; und Gott ist wissend und weise. Keine Vergebung haben aber jene zu gewärtigen, welche Übles taten bis, wenn der Tod sie ereilt, sie sprechen: "Siehe, jetzt bekehre ich mich!", und auch nicht jene, die als Ungläubige sterben. Für jene bereiten Wir schmerzliche Strafe. (Sure an-Nisa, 17-18)
Vergesst auch ihr nicht, bei jedem Fehler sofort zu bereuen und Gott um Vergebung zu bitten. Denkt daran, dass ihr jederzeit vom Tod ereilt werden könnt und deshalb vielleicht keine Gelegenheit mehr zur Reue haben werdet.
Dies kann zweifellos denjenigen schwer fallen, die nicht an Gott glauben (Sure al-Baqara, 45). Doch vergesst nicht, diese Menschen weden die Hölle mit gesenktem Kopf (Sure Ghafir, 60) betreten und ihre Stirn wird den Boden berühren (Sure al-Qamar, 48). Wie in den Versen berichtet wird, werden diese dort ohne Unseren Herrn sein. Gott spricht nicht mit ihnen und spricht sie nicht frei:
Außer denen, die bereuen und glauben und gute Werke tun; denn deren Böses wird Gott in Gutes umwandeln. Und Gott ist verzeihend und barmherzig. Und wer bereut und Gutes tut, der wendet sich Gott zu. (Sure al-Furqan, 70-71)
Ergebnıs: Dıe Erınnerung Ist Nur denjenıgen Von Nutzen, Dıe Sıch
Vor Gott Fürchten
Doch ermahne (weiterhin); denn Ermahnung nützt sicherlich den Gläubigen. (Sure adh-Dhariyat, 55)
Gott weist den Menschen in ihrem irdischen Leben eine bestimmte Zeitdauer zu, innerhalb der sie Mahnungen empfangen können und erinnert sie auf die unterschiedlichste Weise. Viele Ereignisse des täglichen Lebens stehen im Rahmen dieser Ermahnungen, wie zum Beispiel die täglichen Todesfälle, von denen wir Nachricht erhalten oder deren Zeuge wir sogar sind. Damit erinnert uns Gott daran, dass wir dem Tod jederzeit begegnen können. In gleicher Weise sind die physischen Mängel der irdischen Menschheit eine Erinnerung Unseres Herrn. Der Mensch steht den ganzen Tag seinem eigenen Mangel gegenüber, so dass es unmöglich ist, diesen zu übersehen. Wie wir bereits vorher erklärten, stattete Gott uns im irdischen Leben mit diesen Mängeln aus, um uns deutlich zu machen, dass eine leidenschaftliche Bindung an das irdische Leben keinen Sinn hat. Ein weiteres Vorkommnis, mit dem Gott die Menschen erinnert, ist der Verlust von Gütern und schlechte Erfahrungen. Ein Mensch kann sehr schön oder auch sehr reich sein. Doch Gott kann, wenn Er wünscht, durch irgendein Ereignis Schönheit und Reichtum aus den Händen dieser Person nehmen. Aus unserer Umgebung kennen wir zahlreiche solcher Ereignisse.
Vergesst also nicht, dass dies Warnungen sind, die Gott Seinen Dienern barmherzigerweise zukommen läßt und dass wir daran denken und den rechten Weg weiterverfolgen müssen, zu dem uns Gott eingeladen hat. Doch wie im Quran mitgeteilt wurde, ziehen die Gläubigen Nutzen aus diesen Erinnerungen, während diejenigen, die sich wichtig machen, schwer dafür zu zahlen haben:
Darum ermahne, wann immer die Ermahnung nutzt. Ermahnen lässt sich, wer (Gott) fürchtet, Doch der Unselige geht dem aus dem Wege. (Sure al-A’la, 9-11)
Doch vergesst nicht, Gott sandte den Menschen den Quran als Führer und als unabhängigen Ratschlag. Diese Tatsache teilte Gott im Quran folgendermaßen mit:
Siehe, Wir haben in diesem Quran Unsere Botschaft mannigfaltig dargelegt, damit sie es überdenken; aber es vermehrt nur ihren Widerwillen. (Sure al-Isra, 41)
Schließlich gibt es im Quran zahlreiche Verse bezüglich der vielen Erinnerungen und Warnungen, die die Menschen erhielten. Wer aber seine Augen vor diesen Erinnerungen verschließt und sein Gesicht abwendet, der hat schließlich die Strafe verdient. Die diesbezüglichen Verse im Quran sprechen dies offen aus:
Zu ihrer Ermahnung; denn Wir sind nicht ungerecht. (Sure asch- Schu'ara', 209)
Er hatte sie bereits vor Unserer Strafe gewarnt; sie aber schlugen die Warnung in den Wind. (Sure al-Qamar, 36 )
Vergesst nicht, dass alle Erinnerungen von Gott sind. Gott teilte Seine Befehle Seinen Dienern unter Vermittlung von Botschaftern mit, und mit Hilfe der Bücher, die diese geschickten wurden; damit erinnerte Er an die Verhaltensweise, die Seinen Wohlgefallen findet. Er hat die Gläubigen dazu verpflichtet, einander zum Guten einzuladen und vom Schlechten Abstand zu halten. So ist für den Gläubigen jede an ihn ergangene Erinnerung von großer Bedeutung. Im Quran wurden die Menschen stets dazu aufgerufen einander das Gute zu empfehlen, Schlechtes zu vermeiden und einander daran zu erinnern. Insbesondere die von Gott geschickten Botschafter warnten ständig die Menschen ihrer Umgebung, sich vor der großen Qual zu schützen:
Die Menschen wären eine einzige Gemeinschaft. Dann entsandte Gott Propheten als Freudenboten und Mahner und sandte mit ihnen die Schrift mit der Wahrheit hinab, damit sie unter den Menschen über das entscheide, worüber sie uneins wären. Uneins aber wären ausgerechnet jene, denen sie gegeben worden war und nachdem sie deutliche Beweise erhalten hatten, aus Neid aufeinander. Doch Gott leitet die Gläubigen zu der Wahrheit, über die sie mit Seiner Erlaubnis uneins gewesen wären; denn Gott leitet, wen Er will, auf den geraden Weg. (Sure al-Baqara, 213)
O Volk der Schrift! Nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, um euch über die Zeit zwischen dem Erscheinen der Gesandten aufzuklären, damit ihr nicht sagt: "Zu uns kommt weder ein Freudenbote noch ein Warner." Zu euch ist doch nun ein Freudenbote und ein Warner gekommen. Und Gott hat Macht über alle Dinge. (Sure al-Ma’ida, 19)
Aus diesem Grund wurde im Quran häufig betont, wie wichtig es ist, den Botschaftern Folge zu leisten. Nach der Verkündung des Botschafters, also nachdem das Buch und die Religion den Menschen erklärt wurde, sollen die Menschen keinerlei Entschuldigung gegenüber Gott mehr vorbringen können:
Von Gesandten als Freudenverkündern und Warnern, damit die Menschen nach (dem Erscheinen von) Gesandten vor Gott keine Entschuldigung hätten. Und Gott ist mächtig und weise. (Sure an-Nisa, 165)
Als warnendes Beispiel für die späteren Generationen wurde im Quran ausführlich das schreckliche Ende des Stammes geschildert, der sich der Verkündung des Propheten Nuh entgegenstellte:
Wir haben fürwahr Noah seinem Volk entsandt: "Warne dein Volk, bevor eine schmerzliche Strafe über sie kommt!" Er sprach: "O mein Volk! Seht, ich bin ein offenkundiger Warner für euch. Dient Gott und fürchtet Ihn und gehorcht mir! Er wird euch euere Sünden verzeihen und euch bis zu einem bestimmten Termin Aufschub gewähren. Wenn Gottes Termin jedoch kommt, wird er bestimmt nicht (mehr) verschoben. O wenn ihr es doch nur wüsstet!" Er sprach: "O mein Herr! Ich rief mein Volk gewiss bei Nacht und bei Tag. Doch mein Aufruf bestärkte sie noch in ihrer Flucht (vor Dir). Wenn immer ich sie aufrief, damit Du ihnen vergibst, steckten sie ihre Finger in ihre Ohren und verhüllten sich in ihren Kleidern und verharrten im Eigensinn und verhielten sich hochtrabend. Dann appellierte ich öffentlich an sie. Schließlich redete ich sowohl offen wie vertraulich auf sie ein Und sagte: "Bittet eueren Herrn um Verzeihung! Er ist ja wirklich bereit zu verzeihen! (Sure Nuh, 1-10)
Sie sagten: "O Noah! Du hast mit uns viel gestritten, ja schon zu lange Streit mit uns geführt. So bring uns herbei, was du uns androhst, wenn du zu den Wahrhaften gehörst." Er sprach: "Bringen wird es euch Gott, aber nur, wann Er will, und ihr könnt es nicht verhindern. Und mein Rat, den ich euch gebe, nützt euch nichts, wenn Gott euch irre gehen lassen will. Er ist euer Herr, und zu Ihm müsst ihr zurückkehren." Oder manche behaupten: "Er hat ihn erdichtet!" Sprich: "Wenn ich ihn erfunden habe, komme meine Schuld auf mich. Ich habe aber nichts mit euerer Beschuldigung zu tun." Und Noah wurde geoffenbart: "Von deinem Volke wird nur glauben, wer schon gläubig geworden ist. Doch betrübe dich nicht über ihr Verhalten. (Sure Hud, 32-36)
Wie Gott in den Versen mitteilte, verschloss der Stamm seine Ohren gegen die Warnungen des Propheten Nuh, er leistete Widerstand und erlitt eine große Strafe von Gott.
Und auch die Söhne Israels nahmen die an sie ergangenen Warnungen nicht ernst und ordneten ihr Leben nicht, so dass ihre Herzen gefühllos und hart wurden:
Und wahrlich, Gott nahm das Versprechen der Kinder Israels entgegen. Aus ihnen beriefen Wir zwölf Führer. Und Gott sprach: "Siehe, Ich bin mit euch. Fürwahr, wenn ihr das Gebet verrichtet und die Steuer zahlt und Meinen Gesandten glaubt und ihnen helft und Gott eine schöne Anleihe leiht, wahrlich, dann decken Wir euere Missetaten zu. Und wahrlich, dann führen Wir euch in Gärten ein, durcheilt von Bächen. Wer von euch hiernach nicht glaubt, ist vom rechten Weg abgeirrt." Doch weil sie ihr Versprechen brachen, haben Wir sie verflucht und ihre Herzen verhärtet. Sie entstellten den Sinn der Wörter und vergaßen einen Teil von dem, was ihnen gesagt wurde. Du wirst immer wieder Verräter unter ihnen entdecken, bis auf wenige. Aber vergib ihnen und verzeihe; siehe, Gott liebt die Gutes Tuenden. (Sure al-Ma’ida, 12-13)
Im Quran wurde in zahlreichen Versen mitgeteilt, dass die Propheten und mit ihnen zahlreiche Gläubige die Religion mit den unterschiedlichsten Methoden zu erklären versuchten, und sich bemühten, die Menschen auf den Weg Gottes zu bringen. Gott berichtete in Seinem Buch des richtigen Weges davon, was den vorhergehenden Völkern zustieß, damit es den Menschen als ein abschreckendes Beispiel dient:
Können sie etwa bessere Tage erwarten als diejenigen, die vor ihnen dahingingen? Sprich: "Wartet nur. Seht, ich warte auch." (Sure Yunus, 102)
Doch vergesst nicht, dass nur diejenigen eine Wirkung verspüren, die sich vor Gott fürchten. Diejenigen, die sich nicht fürchten, denken nicht darüber nach und ziehen auch keine Lektion daraus. Gott schildert uns die Situation, in der sich die Leugner befinden folgendermaßen:
Siehe, den Ungläubigen ist es gleich, ob du warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. Versiegelt hat Gott ihre Herzen und Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und für sie ist schwere Strafe bestimmt. (Sure al-Baqara, 6-7)
Diejenigen bezeichnete Gott im Vers als “Ungerechte, die den Rücken zuwenden, wenn Unser Herr sie mit den Ratschlägen erinnert und die ihre Taten vergessen”. Eben weil sie sich so verhalten, ließ Gott sie ohne Gottesgaben und verhinderte, dass ihre Herzen die Warnungen begreifen und verstehen konnten. Denn wie sehr sie auch auf den rechten Weg gerufen werden, so wenig werden sie diesen finden:
Wer ist aber ungerechter als der, dem die Botschaft seines Herrn verkündet wird, der sich dann davon abwendet und vergisst, was seine Hände zuvor angerichtet haben? Siehe, Wir haben ihre Herzen verhüllt und ihre Ohren schwerhörig gemacht, damit sie ihn nicht verstehen. Auch wenn du sie zur Rechtleitung rufst, so werden sie ihr doch niemals folgen. (Sure al-Kahf, 57)
Im Quran lies Gott diesen wiederum unterschiedliche Erinnerungen zukommen, damit sie dann vielleicht auf der Hut sind. Denn die Strafe, die sie erhalten werden, ist stärker als sie sich vorstellen können. Doch vergesst nicht, dass die Lage derjenigen in dem folgenden Vers beschrieben ist, die die Erinnerungen beharrlich überhören:
Und als sie ihre Warnung vergaßen, retteten Wir diejenigen, welche das Böse untersagt hatten, und erfassten die Übeltäter mit strenger Strafe, weil sie gefrevelt hatten. (Sure al-A'raf, 165)
Gott, Der uns den Quran zur Pflicht machte, wünschte Seinen Dienern keinerlei Schwierigkeiten; Er überbrachte uns vielmehr die Freudenbotschaft, derzufolge das Leben derjenigen leicht und schön sein wird, die Ihm Folge leisten und derzufolge die eigentliche Heimat, nämlich das Paradies, in das die sie in kurzer Zeit eingehen werden, der schönste Ort sein wird. Gott, Der über endlose Liebe und Barmherzigkeit verfügt, teilte auch mit, dass Er das Vergessen und die Irrtümer Seiner Diener verzeihen wird, die zu Ihm beten. Deshalb sollen sich die Menschen mit aller ihrer Kraft vor Gott fürchten und Ihm dadurch dienen, dass sie auf der Hut sind:
Und kehrt euch reuig euerem Herrn zu, und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe zu euch kommt. Denn dann werdet ihr keine Hilfe mehr finden. Und befolgt das Beste von dem, was euch von euerem Herrn herabgesandt worden ist, bevor die Strafe plötzlich über euch kommt, ganz unversehen. (Sure az-Zumar, 54-56)
Eigentlich macht es keinen Unterschied was der Mensch tut: ob er nun diejenigen in Erinnerung behält, die ihn erinnerten oder ob er alle Ermahnungen vergisst und in den Wind schlägt, es wird sich nichts ändern. Denn jeder bewegt sich schnell auf den Tag zu, an dem er vor Unserem Herrn Rechnung ablegen wird. Vergesst niemals, Gott ist derjenige, Der alle Menschen zu Sich versammelt und der Befragung unterzieht:
... Und wahrlich, ihr sollt zu Dem zurückgebracht werden, Der das Verborgene und das Offenbare kennt, und Er wird euch euer Wirken vorhalten. (Sure at-Tauba, 105)
So vergesst nicht, dass jede Erinnerung, der ihr euch gegenüberseht, gleichzeitig die letzte Warnung von Gott sein kann, und dass diese die letzte Gelegenheit für euch darstellt. Wenn ihr nicht der endlosen Strafe begegnen wollt, dann besteht euere einzige Rettung darin, sofort zu bereuen und nicht zu vergessen, Gott zu dienen.
Und seid nicht wie diejenigen, welche Gott vergessen und die Er (damit) sich selbst vergessen ließ. Das sind die Entarteten. (Sure al-Haschr, 19)
So entsandten Wir unsere Gesandten, einen nach dem anderen. Wenn immer ein Gesandter zu seinem Volk kam, ziehen sie ihn der Lüge. Und so ließen Wir ein Volk dem andern folgen und machten sie zum Exempel. Weg mit dem ungläubigen Volk! (Sure al-Mu'minun, 44)
Die Ermahnungen dieses Buches sind so wahrheitsgetreu, dass dessen Belange nicht im Handlungspielraum eines glaubenden Mensch liegen. Denn die Entscheidung besteht darin, ob das ewige Leben mit dem Paradies oder der Hölle endet. Aus diesem Grund hütet sich ein Mensch, der sich vor Gott fürchtet und vor Ihm auf der Hut ist, vor allem, was sein ewiges Leben in Gefahr bringen kann, und ist offen für alle Ratschläge und Ermahnungen die dem Jenseits nützen. Vor allem die Leugner charakterisieren sich dadurch, dass sie stolz sind und sich wichtig nehmen. Ein Muslim dagegen beantwortet jede Ermahnung mit völliger Hinwendung und denkt daran, dass sie an ihn erging um ihn vor dem Feuer zu schützen.
Ein gutes Maß für die Aufrichtigkeit bildet dabei das Verhalten, das im Gedenken an den, im Quran erwähneten Hügel Araf gezeigt wird. Wie Gott in den Versen mitteilte, ist Araf der Ort, an dem Paradies und Hölle zu sehen sind, die betreffende Person aber noch nicht weiß, wohin sie gehen wird. In den diesbezüglichen Versen wird folgendermaßen befohlen:
Und zwischen ihnen wird eine Scheidewand sein. Und auf den Anhöhen sind Männer, die alle an ihren Merkmalen erkennen. Und sie rufen den Gefährten des Paradieses zu: "Frieden sei auf euch!" Sie selbst haben es (noch) nicht betreten, obwohl sie es erhoffen. Und wenn ihre Blicke sich den Bewohnern des Feuers zuwenden, sprechen sie: "Unser Herr, reihe uns nicht unter die Ungerechten ein!" (Sure al-A'raf, 46-47)
Stellt euch vor, ihr steht wie der Hügel Araf an einer Stelle zwischen Paradies und Hölle: Kann es möglich sein, dass ihr euer paradiesisches Leben, das ihr bereits vor euch seht und dessen Betreten nur noch einen Augenblick entfernt liegt in Gefahr bringt oder ihr sogar vergessen habt, was euch in die danebenliegende Hölle führt? Oder seid ihr zu stolz um im Augenblick des Vergessens von anderen erinnert zu werden? Natürlich nicht. Und ganz im Gegenteil werdet ihr der Person dankbar sein, die euch erinnert hat.
Das gleiche Maß an Aufrichtigkeit gilt auch für die Waagen, mit denen am Tag der Abrechnung die Taten einer jeden Person gewogen werden. An diesem Tag benötigt die Person das letzte Körnchen an begangenen guten Taten und möchte gleichzeitig so weit wie möglich von den begangenen schlechten Taten entfernt sein. Denn die Waage ist sehr empfindlich und eine Seite kann vielleicht nur ein Stäubchen schwerer als die andere sein.
Die größte gute Tat für den vergesslichen Menschen besteht darin, Gutes auf der Welt zu befehlen, vor Schlechtem zu behüten, zu Gott zu rufen und die Menschen vor dem Tag der Abrechnung zu warnen. In der Fortsetzung der Verse über den Hügel Araf wird folgendermaßen der Grund angegeben, weshalb Menschen dazu verurteilt wurden, auf die Seite der Hölle zu wechseln:
Die mit ihrem Glauben ihren Scherz und Spott trieben und die das irdische Leben betörte." Heute aber vergessen Wir sie, wie sie das Eintreffen dieses ihres Tages vergaßen und Unsere Botschaft leugneten. (Sure al-A'raf, 51)
Der Mensch ist nun mal Dingen gegenüber besonders empfänglich, von denen er weiß, dass er deren Gegenwert sofort erhält. Wenn ihm zum Beispiel eine beträchtliche Menge Geldes für eine, ohne Vergessen ausführte, aufgetragene Arbeit versprochen wird, dann werden Freude und Sorgfalt deutlich, mit denen er arbeitet. Wenn er sich nun in gleicher Weise bei einer vergessenen und nicht erledigten Arbeit gewaltsamer Strafe gegenübersieht, dann wird er auch diese mit höchster Aufmerksamkeit und Wachsamkeit erledigen. Ausschlaggebend für das Vergessen oder Nichtvergessen ist also die Sicherheit, mit der in Bälde eine positive oder negative Gegenleistung erfolgt.
Die Aufmerksamkeit, die die Gläubigen in ihrem weltlichen Leben der Sorglosigkeit entgegensetzen und der Eifer, in dem sie sich befinden, resultiert aus dem fundierten Wissen, mit dem sie an das Jenseits und die Existenz von Paradies und Hölle glauben. Deshalb leben die Gläubigen ihr ganzes Leben entsprechend dieser Tatsache und betreten das Paradies, wie im Quran ausgedrückt “... in Anerkennung dessen, was ihr in vergangenen Tagen vorausgeschickt hattet!" (Sure al-Haqqa, 24)
So behaltet das furchterfüllte Warten der Menschen auf dem Hügel Araf im Gedächtnis. Vergesst auf keinen Fall, dass das beschriebene Umfeld wirklicher ist, als dasjenige, in dem ihr im Moment lebt und dass alle Mahnungen euch zur Rettung aufrufen und versuchen, euch zum paradiesischen Leben zu bringen.
Vergesst JA NICHT, dass Alle Lebewesen von Gott erschaffen wurden
Die meisten Menschen denken, dass alles, was Wissenschaftler sagen, richtig ist und kommen nicht auf die Idee, dass Wissenschaftler von zahlreichen philosophischen oder ideologischen Vorurteilen eingenommen sein können.
Doch dies ist ein Irrtum, denn ein Teil der Wissenschaftler oktroiert der Gesellschaft Vorurteile und philosophische Ansichten als wissenschaftliche Sichtweise auf. So führen sie zum Beispiel an, dass Bauplan und Anordnung aller Lebewesen durch Zufall entstand, obwohl sie mit eigenen Augen gesehen haben, dass der Zufall nichts außer Unordnung und Chaos zu Wege bringt.
Ein atheistischer Biologe sieht, dass das Molekül eines Proteins über einen komplexen Bau verfügt. Er weiß nur zu gut, dass sich hinter diesem komplexen Gefüge eine unglaubliche Ordnung befindet, die nicht von selbst und durch Zufall entstanden sein kann. Trotzdem behauptet er, dass das Protein, das ein Baustein des Lebens ist, vor Milliarden von Jahren durch Zufall unter den damaligen primitiven irdischen Bedingungen entstanden ist. Dies ist eine unglaubliche Behauptung. Doch dabei bleibt es nicht; die Person behauptet auch, dass nicht nur dieses eine, sondern Millionen von Proteine durch Zufall entstanden sind und dann mit unglaublicher Planung und Ordnung zusammentrafen, um die Zelle des ersten Lebewesens zu bilden. Auf dieser Behauptung wird überdies starrsinnig beharrt. Die erwähnte Person ist ein “evolutionistischer” Wissenschaftler.
Doch wenn der gleiche Wissenschaftler drei aufeinandergeschichte Ziegelsteine auf einem freien Platz sieht, dann hält er es nicht für sehr wahrscheinlich, dass diese durch Zufall entstanden und wiederum durch Zufall aufeinandergeschichtet wurden. Er wird sogar denken, dass derjenige nicht ganz bei Sinnen ist, der dies behauptet. Wie kommt es also, dass Menschen, die gewöhnliche Ereignisse normal bewerten, bei der Erforschung des Lebens in ihrer Umgebung mit so unlogischen Erklärungen aufweisen?
Man kann nicht behaupten, dass dieses Verhalten im Namen der Wissenschaft steht. Denn die Wissenschaft hat bei zwei Ereignissen mit gleicher Wahrscheinlichkeit über beide Wahrscheinlichkeiten nachzudenken und beide anzuzweifeln. Doch ist es nicht nur unmöglich und unwahrscheinlich, dass eine einzige Zelle, sondern auch nur ein einziges von Millionen von Proteinen durch Zufall unter natürlichen Bedingungen entsteht.
Deshalb bleibt eine einzige Wahrscheinlichkeit über. Leben entstand nicht durch Zufall, sondern mit Verstand, also mit anderen Worten “es wurde erschaffen”. Alle Lebewesen wurden von einer überlegenen Kraft, von einem Schöpfer, also Gott geplant erschaffen, Der über Wissen und Intelligenz verfügt. Diese Tatsache ist nicht nur Glaube, sondern ein gemeinsames Ergebnis der Existenz von Intelligenz, Logik und Wissen.
So vergesst ja nicht, dass Gott, Unser Herr, der Schöpfer von allem ist, und Er der einzige ist, Der alles auf der Welt geplant hat.
VERGESST JA NICHT !
... Dass Gott DIe EInzIge GottheIt Ist
Und Er ist Gott: es gibt keinen Gott außer Ihm. Ihm gebührt alles Lob, am Anfang und am Ende. Sein ist das Gericht. Und zu Ihm kehrt ihr zurück. (Sure al-Qasas, 70)
VERGESST JA NICHT, DASS
· euer einziges Lebensziel darin besteht, Gott zu dienen,
· Gott vom Osten bis zum Westen alles umgibt und umfängt,
· alle Naturereignisse unter Seiner Kontrolle geschehen und es Gott ist, Der alles am Himmel bewirkt,
· unsere Mutter, unser Vater, unsere Schulfreunde und Arbeitskollegen, also alle Menschen unter der Kontrolle Gottes stehen,
· unser wahrer Freund und Helfer nur Gott ist,
· niemals und nirgends ein Besiegtsein möglich ist, sondern stets ein Sieg erfolgt,
· nur Er es ist, Der all die Schwierigkeiten behebt, die uns begegnen,
· Er über alle versteckten Seiten und inneren Beweggründe aller Ereignisse Bescheid weiß,
· Er – mit allen Einzelheiten – die Auflistung der Taten aller Menschen kennt, die diese im Laufe ihres Lebens begangen haben,
· Seine Kraft dazu reicht, das Gewünschte in gewünschter Weise durchzuführen,
· Er die Einzelheiten aller Belange kennt und Seinen ergebenen Dienern auf unvorhersehbaren Wegen die unterschiedlichsten Vorteile zukommen läßt,
· Er derjenige ist, Der diejenigen schützt und ihnen Ruhe gibt, die zu Ihm flüchten,
· Er Probleme erleichtert, verringert und vereinfacht,
· alle Ereignisse in unserem Leben mit Seinem Wissen geschehen,
· Er der wahre Eigentümer allen Besitzes (Yachten, Häuser, Autor, Möbel, Kleidung, Schmuck, etc.) ist,
· nur Gott allen Lebewesen in gewünschter Menge das tägliche Brot gibt,
· Er die Wohltaten nach Seinem Wunsch vermehren wird,
· wir alle Tätigkeiten ausführen müssen, um Seinen Wohlgefallen zu gewinnen,
· Er als Gegenleistung für Tätigkeiten, die zu Seinem Wohlgefallen ausgeführt wurden, ein Mehrfaches geben wird,
· Er es ist, Der uns allen unser Wissen vermittelte,
· Er es ist, Der uns auf den rechten Weg bringt und Der wünscht, dass ein jeder von uns ein Gläubiger wird,
· Er jeden menschlichen Fehler kennt und Er nichts benötigt,
· jedes Lebewesen auf der Erde Gott braucht,
· Er über ein endloses Gewissen verfügt,
· Er die kleinsten Details all der Dinge weiß, die wir in unserem Inneren verstecken oder die wir auch offen zeigen,
· Er demjenigen hilft, der Seiner Religion zu Hilfe eilt,
· Gott unser Zeuge ist, wo auch immer wir uns aufhalten und was wir auch immer unternehmen,
· Er von endloser Gerechtigkeit ist und von allem eine exakte Gegenleistung gibt,
· Gott die Menschen nicht unterdrückt,
· Er alles ohne Beispiel aus dem Nichts und mit dem Wort “Sei!” erschuf,
· Er all das weiß, was wir nicht wissen,
· uns nur das zustößt, was Gott für uns erbeten hat,
· niemand das ändern kann (was Gott für uns wünschte), und auch niemand ihm auferlegtes Leid oder Gutes ändern kann,
· wir sowohl unser Selbst, wie auch die Verse sehen müssen und darüber nachdenken sollen,
· Gott alles an Himmel und auf Erden ohne Hochmut erschuf,
· nur Gott Lob verdient,
· Er niemals etwas vergisst,
· Er stets wacht und niemals schläft,
· mit Seiner Hilfe die Gemeinschaft der Gläubigen Heilung erfährt,
· Er jederzeit die Gläubigen unterstützt,
· Er derjenige ist, Der viel verzeiht und Reue akzeptiert,
· Gott nicht sofort Schuld bestraft und eine Zeitdauer für Reue und Bitten um Vergebung einräumt,
· Er Seinen Dienern gegenüber sehr barmherzig ist,
· Er für die gläubigen Diener das Paradies wünscht,
· Er als Gegenleistung für die Taten der Gläubigen sowohl auf Erden wie auch im Jenseits in untadeliger Weise auch ein Mehr von seiner Überlegenheit gibt,
· Er als Gegenleistung für die Geduldigen das Schönste gibt,
· Er derjenige ist, Dem wir Leben und Gesundheit verdanken,
· Er derjenige ist, Der uns Genesung nach einer Krakheit schenkt,
· Er uns dauernd ermahnt und in Furcht versetzt, damit wir zum rechten Glauben finden und uns bei verscheidenen Anlässen an Ihn selbst erinnert,
· Er anstellen desjenigen, der sich von der Religion abwendet, jemanden bringen wird, bei dem etwas Gutes herauskommt,
· Er die schlechten Taten der Gläubigen bedeckt,
· Er demjenigen, der sich vor Ihm fürchtet und auf der Hut ist, Verständnis gibt für die Unterscheidung von Recht und Falsch,
· Er derjenige ist, Der uns näher als alles und jeder andere ist,
· ihr betet, damit ihr bis in die Ewigkeit Feund Unsers Herrn sein könnt.
… DIE EXISTENZ DES TEUFELS
Satan ist wirklich euer Feind. So betrachtet ihn auch als Feind. Er lädt ja seine Anhänger dazu ein, Gefährten der Feuersglut zu werden. (Sure al-Fatir, 6)
VERGESST NIEMALS, DASS
· Satan euer größter Feind ist,
· Satan mit großer Geduld jeden Moment darauf wartet, die Menschen in die Irre zu führen,
· Satan unseren Dank zu verhindern versucht, indem er uns Wohltaten übersehen lässt,
· Satan vor allem plötzliche Geschehnisse benutzt, um euch vergessen zu machen dass jedes Ereignis sein Gutes hat und wünscht, dass ihr euch ohne Gottvertrauen verhaltet,
· Satan sich bemüht, euch schwerfällig, wütend, wurstig, nachlässig, egoistisch, eifersüchtig und vergesslich zu machen,
· Satan alle euere Andachtsübungen und euere schöne Sitte verhindern will,
· Satan keinerlei Einfluss auf die wahren Gläubigen hat,
· ihr euch bei der geringsten Einflüsterung des Satans sofort zu Gott flüchtet,
· die am meisten verwendete Falle diejenige des Vergessens ist,
· Satan euch daran hindern will Gott zu gedenken und zu beten,
· das Aufbegehren gegen Den Rechten und Hochmut die Eigenschaften des Satans, sind, der von Gott verstoßen wurde,
· Satan sich bemüht euch in die abwegigsten Wahnvorstellungen zu treiben,
· Satan niemals will, dass ihr zu Gott betet, diesen zufrieden stellt und ins Paradies eingeht,
· Satan über keinerlei zwingende Kraft verfügt und nur die Menschen ruft.
GOTT OFT ZU REZITIEREN…
O ihr Gläubigen! Gedenkt Gottes in häufigem Gedenken. (Sure al-Ahzab, 41)
VERGESST NICHT, DASS
· ihr jeden Augenblick Unseren Herrn erwähnt,
· ihr jeden Moment, im Stehen, Sitzen und Liegen nachdenkt und den Namen Gottes nennt,
· wir die Bedrängnis bei unseren Tätigkeiten vergessen können und die Frische im Herzen nur mit dem Erwähnen Gottes möglich ist,
· nichts (Einkaufen, Handel) die Erwähung Gottes stört,
· die Erwähnung Gottes die größte aller Tätigkeiten ist,
· Satan versucht die Erwähung Gottes zu verhindern und hierzu jede Gelegenheit benutzt,
· uns das Gegenübertreten von einer großen Menschenmenge erleichtert wird durch das Erwähnen Gottes.
... DASS DER TOD JEDEN MOMENT EINTRETEN KANN
Ein jeder wird den Tod erleiden. Und Wir stellen euch auf die Probe, mit Bösem und mit Gutem. Und zu Uns kehrt ihr zurück. (Sure al-Anbiya, 35)
VERGESST NICHT, DASS
· jeder in unserer Familie, einschließlich wir selbst, unsere Freunde, Bekannten und alle Menschen mit Sicherheit sterben werden,
· es Unser Herr ist, Der über unsere Todeszeit bestimmt,
· es für uns alle eine bestimmte Todestunde gibt und wir diesen Moment in keinster Weise verhindern können,
· wir mit dem Tod zu Unserem Herrn zurückkehren werden,
· unser Körper nach dem Tod über keinerlei Wert verfügt,
· der Körper, der im Grab unter der Erde vergraben ist, innerhalb kürzester Zei vermodert und verschwindet,
· die im Moment des Todes ausgesprochenen Reue nicht angenommen wird und man niemals zu spät bereuen soll,
· alle Schwächen dieser Welt gegeben wurden, um uns an den Tod zu erinnern,
· der Gedanke an den Tod den Menschen von allen Leidenschaften reinigt,
· ihr von Gott erbittet, “als Muslim zu sterben”.
... DASS DIE WELT, IN DER WIR LEBEN EINES TAGES
NICHT MEHR BESTEHEN WIRD
Das irdische Leben ist fürwahr nur ein Spiel und ein Scherz... (Sure Muhammed, 36)
VERGESST NICHT, DASS
· auch wenn euer irdisches Leben lang erscheint, es doch tatsächlich so kurz ist wie die Zeitdauer einer Begenung,
· aller “anziehender Zierrat” auf der Erde eine Prüfung ist,
· einem jeden, der einen Ratschlag annehmen kann, einer erteilt wird, und jeder eine Zeitdauer zugebilligt bekommt, innerhalb der er sich verbessern kann,
· es Leben und Tod gibt um zu prüfen, wessen Verhalten schöner ist,
· das irdische Leben endlich, und sein Nutzen im Vergleich zum Jenseits gering ist,
· die irdischen Wohltaten eine unvollständige Kopie der Wohltaten des Paradieses sind und erschaffen wurden, um an das Jenseits zu erinnern,
· mit dem Wunsch Gottes die ganze Erde am Tag des Jüngsten Gerichtes verschwinden wird,
· das irdische Leben lediglich ein leidenschaftlicher Zeitvertreib ist, die eigentliche Heimat jedoch das Jenseits ist,
· man die irdischen Wohltaten nicht als ein Mittel betrachten soll, Lob zu erhalten,
· das Jenseits der echten Gläubigen niemals etwas an der Erde ändern wird.
... DASS DER JÜNGSTE TAG SICH SCHNELL NÄHERT
Die Menschen werden dich nach der Stunde fragen. Sprich: "Das Wissen davon ist allein bei Gott." Wie kannst du also wissen, ob die Stunde nicht vielleicht nahe ist?" (Sure al-Ahzab, 63)
VERGESST NIEMALS, DASS
· die Stunde des jüngsten Gerichtes jeden Augenblick ein bisschen näher kommt,
· an diesem Tag nie gesehene und nie gehörte Ereignisse geschehen werden,
· es ganz schnell eintreffen kann, während niemand bei Bewußtsein ist,
· man nirgendwohin wird fliehen können,
· an diesem Tag jeder Rechnung vor Gott ablegen wird und für jede erhaltene Wohltat zur Rechenschaft gezogen werden wird,
· alle bis heute erschaffenen Menschen sich dann von ihrem Platz erheben und ganz klein vor Gott hintreten werden,
· an jenem Tag die Erde und die Berge erbeben und einstürzen werden und mit einem einzigen Schlag zu Stücken zerfallen,
· der Himmel aufreißen und kraftlos heranhängen wird,
· die Sterne verdeckt und verblassen werden,
· die Berge mit ihren Wurzeln ausgerissen werden,
· die Berge sich bewegen werden wie eine Fata Morgana,
· sie zu Staub zerfallen werden und in alle Richtungen verstreut werden,
· der Himmel wie geschmolzenes Metall wird,
· die Berge werden wie in alle Richtung fliegende, farbige Wolle,
· die Erde lehr und nackt bleiben wird,
· der Tag soviel Angst verbreiten wird, dass sogar stillende Mütter ihre Kinder verlassen werden,
· wir ganz allein und ohne Begleitung vor Unseren Herrn hintreten werden,
· an jenem Tag jeder im Himmel und auf Erden schreckliche Furcht empfinden wird außer denjenigen, die Gott wünscht,
· die schuldigen Sünder an ihren Gesichtern erkannt, und ihren Stirnen und Füßen gefasst werden,
· niemand sprechen wird außer denjenigen, denen Gott die Erlaubnis erteilt,
· die Nichtglaubenden an jenem Tag unglücklich und bedauernswert sein werden,
· die Gesichter derjenigen, die Gott gegenüber gelogen haben, ganz dunkel sein werden,
· dem Allerbarmer gegenüber alle Stimmen schweigen werden und man nichts anderes hören wird, außer einem Rasseln,
· niemand nach seinem Freund fragen wird, auch nicht nach Mutter, Vater und Geschwistern,
· die Sünder sich an jenem Tag gegenseitig beschuldigen werden,
· jeder nahe an seinen guten Taten stehen möchte und eine große Entfernung zwischen sich und seinen schlechten Taten lassen möchte,
· die Ungläubigen an ihren Gesichtern erkannt werden,
· sie an ihren Stirnen und Füßen gefasst werden,
· die Gesichter der Gläubigen voller Leuchten sein werden, sie selbst werden lachen und sich freuen,
· am Tag der Abrechnung die letzte Reue keinen Nutzen mehr haben wird,
· es nur für aufrechte Glaubende keine Angst und Trauer geben wird.
... DASS NUR AUFRICHTIGE GLÄUBIGE INS PARADIES EINGEHEN WERDEN
Wer aber glaubt und das Rechte tut, die werden Bewohner des Paradieses sein und werden ewig darin verweilen. (Sure al-Baqara, 82)
VERGESST JA NICHT, DASS
· Gott extra für die Gläubigen das Paradies erschaffen hat,
· denjenigen als Gegenleistung das Paradies sicher ist, die ihre Seelen und Güter für den Weg Gottes verkauften,
· man sich für das Paradies freut und es als frohe Botschaft erhält,
· die Gläubigen sich ewig im Paradies aufhalten werden,
· die Engel die Gläubigen im Paradies in der schönsten Weise begrüßen werden,
· man das Paradies mit Freuden und in Sicherheit betreten wird,
· es reine Partner gibt,
· man überall große Wohltaten und großen Reichtum erblicken wird,
· die Gläubigen im Paradies sich auf reich verzierten Atlasbetten unterhalten werden,
· es dort leicht zu pflückende Früchte gibt,
· es ein Ort ist, weder zu heiß, noch zu kalt und mit Schatten,
· man einander auf sorgfältig bearbeiteten Thronsesseln gegenüber sitzt,
· goldenen Tabletts und Krüge herumgereicht werden,
· dort alles vorhanden ist, was das Selbst begehrt und die Augen mit Appetit sehen,
· niemand zu nichts gezwungen wird,
· unser Herr als Belohnung eine leuchtende Helle und Freude gibt,
· man keine Angst zu haben braucht, eine Sünde zu begehen,
· aller Haß aus der Brust genommen wird,
· die Gläubigen im Paradies Unseren Herrn preisen,
· der Aufenthalt im Paradies eine Gnade Gottes ist,
· es im Paradies keine Müdigkeit gibt,
· die Gläubigen im Paradies keine Furcht empfinden und nicht bekümmert sind,
· Gott die Trauer vernichtet hat,
· wir im Paradies von ganz neuem erschaffen werden,
· über alle Gaben Seine Zufriedenheit und Sein Wohlgefallen steht.
... DIE EXISTENZ DER HÖLLE
... Jedoch das Wort von Mir wird wahr: "Wahrlich, Ich will die Hölle allesamt mit Dschinn und Menschen füllen." (Sure al-Sadschda, 13)
VERGESST NICHT, DASS
· Gott denjenigen das Paradies verboten hat, die Ihm beigesellen und dass deren Ort die Hölle sein wird,
· das Feuer in der Hölle ewig sein wird,
· die Hemden derjenigen, die in der Hölle sind, aus Feuer sein werden, ihre Kleidung aus Teer,
· ihre Gesichter die Farbe von Feuer annehmen wird,
· auf ihre Köpfe kochendes Wasser gegossen wird,
· ihre Stirnen, ihre Flanken und ihre Rücken mit heißem Eisen gebrannt werden,
· diejenigen niemals das Paradies betreten werden (solange nicht ein Tau durch ein Nadelöhr gefädelt werden kann), die sich gegen die Verse Gottes wichtig nehmen,
· diejenigen mit gesenktem Kopf die Hölle betreten, die sich wichtiger nehmen als die Andacht an Gott,
· sie die Hölle als Vertriebene und Gerügte betreten werden,
· sie herabwürdigend in das Höllenfeuer geschleift werden,
· diejenigen, die in die Hölle kommen, diejenigen sind, die als Schlechteste erschaffen wurden,
· dort die Qual niemals endend ist,
· diejenigen, die in der Hölle sind, mit Ringen und Ketten um ihren Hals herumgeschleift werden,
· es nichts anders zu trinken gibt, außer kochendem Wasser und Eiter,
· auch das Essen aus einer Mischung aus Eiter und Blut besteht, das die Kehle verschließt,
· es außerdem eine Speise aus Dornen gibt, die weder sättigt und kräftigt, noch vor Hunger schützt,
· die Speise der Sünder aus Oleanderbaum bestehen wird, die in ihren topfartigen Bäuchen vor sich hingärt,
· diejenigen, die in der Hölle sind, an eine 70 Ellen lange Kette gelegt werden,
· es Peitschen aus Eisen geben wird,
· das für die Ungläubigen vorbereitete Höllenfeuer Menschen und Steine verbrennt,
· das Brüllen des Höllenfeuers so laut sein wird, dass es von Weitem zu hören ist,
· das Höllenfeuer mit schrecklichem Brüllen braust,
· es dort Leidensschreie gibt, die die Knochen zerspringen lassen,
· der letzte Ort für Unverschämte und Zügellose die Hölle ist,
· die Leugner mit ihren Händen an den Nacken gebunden in eine enge Ecke der Hölle geworfen werden,
· sie dort angesichts der Qualen zu verschwinden wünschten und den Tod herbeisehnen, der alles beendet,
· dort die Menschen weder sterben noch auferstehen,
· der Tod von überall her kommt, sie aber nicht sterben,
· als Hilfe ihre Gesichter wie mit festem Wasser verbrannt werden,
· die Hölle ein finsterer und rauchiger Ort ist,
· es in der Hölle weder kühl, noch hell ist, sondern diese ein schrecklich stickiger Ort ist,
· zwischen denjenigen, die im Paradies sind und der Hölle, eine Mauer mit Tür gezogen wurde,
· sie die ganze Zeit innerhalb dieser Mauern bleiben,
· ihre Qualen nicht verringert und sie auch nicht beschützt werden,
· sie den Qualen entkommen möchten, dies aber niemals schaffen,
· sich über ihnen ein Feuer befindet, dessen Tore geschlossen sind,
· sich durch die brennenden Strafen ihre Haut ablöst, an deren Stelle jedoch neue Haut entsteht, damit sie ihre Strafe empfinden,
· ihre Augen vor Angst und Schrecken gesenkt sind, sie ihre Gesichter vor Schande bedecken werden,
· an jenem Tag jeder seine Sünden gestehen wird,
· den Menschen der Hölle gesagt wird: “Wenn ihr gehorcht, und euch rein gewaschen hättet, dann befändet ihr euch nicht unter den Leuten dieses irre brennenden Feuers”,
· wenn sie auf dem Feuer stehen, werden sie sagen “Hätten wir doch die Welt zurückgewiesen und wären wir doch Gläubige geworden”,
· an dem Tag, an dem sie ihre Gesichter im Feuer hin- und herwenden sagen werden “Hätten wir doch Gott und Seinem Gesandten gehorcht”,
· sie an diesem Tag gestehen werden, dass es keinen engen Freund und Fürbitter gibt,
· sie schreien werden “nehmt uns weg von hier, wir wollen gute Taten vollbringen”,
· die Menschen der Hölle Speisen und Wasser wollen, doch es ist ihnen verboten,
· sie an diesem Tag miteinander streiten, einander verfluchen und für die Qualen des anderen beten,
· an jenem Tag alle Macht Gott gehören wird,
· sie in einer verfluchten Reue und Hoffnungslosigkeit brennen werden,
· Gott nicht mit ihnen sprechen wird.
STETS ENTSPRECHEND DER QURANISCHEN SITTE ZU HANDELN
A. L. R. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit deines Herrn Erlaubnis aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen, (Sure Ibrahim, 1)
VERGESST NIEMALS,
· euch stets entsprechend der Stimme eueres Gewissens zu verhalten,
· immer gerecht zu euch selbst, zu Mutter, Vater und Nahestehenden zu sein, auch wenn diese gegen euch sind,
· tolerant und vergebend zu sein,
· Gläubigen gegenüber liebevoll und barmherzig zu sein,
· euch vor Einbildung zu hüten,
· die Anvertrauten zu sein,
· den Gruß in schönster Weise zu erwidern,
· eueren Zorn zu zügeln,
· Themen nicht zu diskutieren, über die ihr nicht Bescheid wisst,
· euch nicht vor Menschen zu produzieren,
· dass das einzige Maß der Überlegenheit die hingebungsvolle Frömmigkeit ist,
· dass das Selbst stets Böses befiehlt,
· stets hinter einer Wohltat herzusein,
· euch so sehr vor Gott zu fürchten, wie es euere Kraft erlaubt
· alles zur Zufriedenheit und der Befriedigung Gottes zu tun,
· euch nur vor Gott zu fürchten und auf der Hut zu sein,
· Gutes zu befehlen und vor Bösem auf der Hut sein,
· niemandem die Sünde eines anderen aufzuladen,
· dass Gott diejenigen nicht mag, die sich selbst loben,
· Sorgfalt beim Gebet an den Tag zu legen,
· den Spott zu unterlassen,
· üble Nachrede zu unterlassen und diese auch nicht zu erlauben,
· von ganzer Seele Gott verbunden zu sein,
· euch für Gott in Geduld zu üben,
· dass die Schreiber alles zu unerer Rechten und Linken aufgeschrieben haben,
· euch vor Mutmaßung zu hüten und entsprechend Mutmaßung und Schätzung zu handeln,
· den Quran jederzeit als Maß zu nehmen,
· dass Trauer und Hoffnungslosigkeit für Gläubige gegenstandslos ist und es nichts gibt, das sie in Bedrängnis versetzt,
· mit den Wohltaten zufrieden zu sein,
· dass es immer einen gibt, der über größeres Wissen verfügt und dass immer derjenige gefragt wird, der wissend ist,
· von der Trennung Abstand zu nehmen und die Bedeutung der Gemeinschaft zu schätzen,
· dass es in der Religion keinen Zwang gibt und die Gläubigen die Nachdenkenden nur mit Ratschlägen erinnern,
· unter keinen Umständen von der sorgfältigen Ausführung euerer Sitten und Gebete Abstand zu nehmen,
· euch bei allen Tätigkeiten an Gott zu wenden und zu Ihm zurückzukehren,
· dass euer Besitzer Gott ist, ihr alles nur zu seiner Zufriedenheit macht und der Lohn nur Gott gehört.